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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-05-01 · Heft 19 (1.5.1848) · p. Seite 280

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 19 (1.5.1848)
Date
1848-05-01
Page
Seite 280 (sequence 12)
Language
German
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280 bildeten sich Gesellschaften, die für Fundirung und Unterstützung geeigneter Schulen wirksam waren, es wurden Reisen unternommen, um die finanziellen Erfordernisse der Schule befriedigen zu können. Die Pfleger des Unterrichts, die Gesetzeskundigen und gewissermaßen auch die Jugendlehrer erfreueten sich daher auch der größten Achtung und wer sie unehrerbietig behandelte, dessen Seligkeit hielt man für verloren. Einige Worte aus dem Sohar, die wir in dem Buche tPüsn nsiü» angeführt finden, mögen dies bestätigen. Sie heißen: pv2ri»w vi yw Vp 8»^ ö^p» in» -riw>2 V^p-lL W ^2 0*^10 1Ö3 *12 8ir-l!-l 1^12 81N 1^2 *112L 1p 81p21 ^8» 12 -,»7-6 HHpSl IW VN182 ->2-k»N r-tt ^N1228 irnll -1V8 'iJI ‘iinbb üni8i wi üi"r522 ipö^rü fn3>2 1128 öip^airt /rt r8 "pnittiT» n8 In demselben Werke wird, um auf die Wichtigkeit des Unterrichts hinzuweisen, an einer Stelle des ii2l rr>\2J8*i2 erinnert, wo es anschließend an der Bibelstelle 2py Vip Viptti rc. heißt: Rabbi Abba ben Chahanna sagte: Es gebe keinen größern Philosophen als Bileam; zu ihm kamen alle Völker der Erde und sprachen: Sage uns, wie wir den Israeliten beikommen können? Und er antwortete: Sehet euch in ihren Schulen um, findet ihr dort lernende Kinder, so werdet ihr ihnen Nichts anhaben können, denn sie haben dies als Verheißung von ihrem Vorfahren, der ihnen sagte: „wenn die Stimme Jakobs in Gotteshaus und Schule ist, haben die Hände Esau's" keine Gewalt, „wo aber Jakobs Stimme nicht ist, da sind die Hände Esau's." Daher aber wolle unser niVa kein Ende nehmen, weil der Jugenduntercicht darnieder liegt." Nach solcher hoher Meinung vom Jugendunterricht leuchtet von selbst ein, daß die Leiter desselben auf einer hohen Stufe allgemeiner Achtung standen und.m der That finden wir dieserhalb Aeußerungen und Vorschriften, die die heutige Generation trotz ihrer Zivilisation und erweiterten Bildung mit Nichten unterzeichnen werde. (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen i V-r Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Zum nächsten 1. Juli 1848 wird ein unverheiratheter junger Mann gesucht, der guten methodischen Elemencar- und Religionsunterricht ertheilen, den Kantor- und Schächterdienst versehen kann; auch deutsche Vorträge zu halten befähigt ist. Bei ganz freier Station bringt die Stelle 110 Thaler ein. Adressen franko an den Unterzeichneten Vorstand. Lüthorst bei Einbeck, im März 1848. S. Aosenstein. Lehrlingsgesuch. Für eine Manufakturwaacenhandlung in Ritzebüttel wird ein Lehrling, Sohn rechtlicher religiöser Eltern, gesucht. Nähere Nachrichten ertheilt auf portofreie Anfragen Herr Abr. Jacobson in Hamburg. Literarische Anzeige. Bei M. Friedländer in Brilon (Westphalen) ist erschienen, und kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden: (Vorräthig bei Heinrich Hnnger in L e i p z i g) Preis 7Va Sgr Der theoretische und praktische Schechter. Nach dem Ohel Iisrarl des Nabbi I. Weil bearbeitet von Meier Danziger, Sofar, Vorsänger und Schechter der jüd. Gemeinde zu Deutz. Dasselbe ist in deutscher Sprache mit hebräischen Erläuterungen abgefaßt, und wird sich um so mehr eines guten Abgangs bei dem betr. Publikum erfreuen, als ein solches noch nicht erschienen und für Jeden verständlich abgcfaßtist. — Statt aller weiteren Anpreisung, lassen wir hier die dem Buche beigedruckte Empfehlung des Herrn Landrabbiners I. Friedländer hies. folgen: Der Mangel an einem solchen, dem anii8 unumgänglich nothwendigen, Buche, ist schon vielseitig anerkannt worden, es ist dieses daher um so empfehlenswerther, als dasselbe dem Zwecke sehr entspricht und Jedem, auch minder in der Sprache geübten, zugänglich und verständlich ist, während alle früheren derartigen Ausgaben nicht deutlich genug, in der ohnehin schlechten Uebersetzung, sich aussprechen, und Manche selbst diese Uebersetzung nicht lesen können. Dieses dem Verfasser zu bezeugen und dasselbe zu empfehlen geschieht daher hiermit nach meiner besten Ueberzeugung. Brilon, 24. Adar Rischon 5608. Der Landrabbiner Joseph Fried länder. Druck von I. B. Hirschfeld.

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