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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-03-27 · Heft 14 (27.3.1848) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 14 (27.3.1848)
Date
1848-03-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XU. Jahrgang. ^AllAemerne No. 14 Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Zntereffe. Redakteur Verlag von Dr. Ludwig Philippsorr, Baumgartners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 27. März 1848. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registersu. s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit S Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr, (I THlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22^. Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. wöhllobl. Zeitungs-Expedition allhrer Unterzogen. A n ha I t. Leitende Artikelr Die Lage und ihre Erfordernisse. — In Sache« der ZlvilstandSregister: — Der Unterstützungsverein für die/Wi.ttwen und Waisen israelitischer Geistlichen. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Magdeburg, Magdeburg, Karlsruhe, Hamburg, Dessau, Karlsruhe, von der Lahn, Frankfurt a. M., Magdeburg,Äa'gheb«tg^Berlrn, Mag- ^deburg^ Ungarn: Preßburg,' Pesth. Großbri ta nikü': London. Frankreich: Paris. Rußland: Petersburg. Korrespondenzen r MonatshexichfMS^Pesth vonZ.'.EHv. (Schluß.) Leitende Artikel. Magdeburg, 19. März. Die Lage und ihre Erfordernisse. I. Länder, in denen die Gleichstellung der Juden seit langer Zeit gesetzlich ist: Nordamerika, Frankreich, Holland, Belgien, Kurhessen. II. Lander, in denen sie neuerdings gesetzlich ausgesprochen ist: Toskana, Hessen-Homburg. III. Länder, in denen sie jüngst durchFürst oder Ministerium oder Stände verbürgt ist: Baden, Hessen-Darmstadt, Württemberg, Anhalt-Dessau. IV. Länder, in denen sie in der Verhandlung ist: Großbritanien, Schweden. V. Lander, in denen sie durch viele Petitionen verlangt worden: Alle übrigen europäischen Länder, außer Rußland, Mecklenburg, Dänemark, Neapel. Daß auch für die Israeliten Deutschlands eine wichtige, inhaltsreiche Zeit angebrochen: wer weiß es nicht? Es heißt auch für uns: jetzt, oder noch lange nicht! Daß von allen Seiten, aus allen Städten und Ländern Petitionen um Gleichberechtigung aller Kulte an die Machthaber ergangen, haben wir im ausgedehntesten Sinne zu melden gehabt und zu melden. Wir fragen uns daher: werden diese Petitionen ihren Erfolg haben? Zum Theil sicherlich: die Fakta sprechen dafür. Jndeß dürfen wir noch nicht ganz sicher sein. Die Petitionen stellen überall die Wünsche der Völker, oder besser gesagt, die im Volke, wenigstens dem gebildetem Thette des Volkes zum Bewußtsein gekommenen und durchgedrungenen Prinzipien zusammen. Allein die Frage ist eS, ob man überall die Gewissensfreiheit so konsequent beachten werde, um nothwendkg damit die Gleichstellung der Juden zu verbinden; ob, wenn man die übrigen Forderungen erfüllt hat, die Sache der Juden nicht im Stich gelassen werden wird? Den nächsten Beweis haben wir in Frankfurt, wo der Senat Alles bewilligt hat, nur nicht die Gleichstellung der Juden; wo er die Gleichstellung aller christlichen Sekten anerkannt, aber die Sache

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