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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-03-20 · Heft 13 (20.3.1848) · p. Seite 202

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 13 (20.3.1848)
Date
1848-03-20
Page
Seite 202 (sequence 16)
Language
German
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202 er den hebräischen Theil des Gottesdienstes verrichten müssen, wobei es ihm frei steht, das Hebräische entweder blos nach den grammatikalischen Regeln abzulesen, oder auch auf die Weise der portugiesischen Juden abzusingen. 6. Nach einer Probeleistung von drei Monaten (wenn man solch einen Zeitraum hierzu für nöthig erachten sollte) kann derselbe auf zwei Jahre, und nach Verlauf derselben auf Lebenszeit, oder auf solange als er sich gut beträgt und die Pflichten seines Amtes erfüllen kann, engagirt werden. 7. Sein jährlicher Gehalt wird, außer den Sporteln, auf tausend Thaler festgesetzt werden. Er darf aber auch eine Erhöhung desselben erwarten, je nachdem sich die Einkünfte der Gemeinde vermehren, und seine amtlichen Leistungen sowol als sein Betragen ihm Beifall verschaffen mögen. Auch würden ihm von der Eröffnung einer Schule zur allgemeinen Bildung, oder vom Unterricht im Hebräischen und in anderen Sprachen noch andere Nebeneinkünfte zufließen. 8. Bei gleicher Qualifikation wird man einen unverheiratheten Mann dem mit einer Familie vorziehen. Folgende Anzeige ist, zur fernern Leitung für den Bewerber hinzugefügt. '4 1) Der Gottesdienst wird in der Synagoge dieser Gemeinde mit Begleitung einer Orgel gehalten. 2) Sowol vor als nach der Predigt und den Gebeten werden englische und hebräische Lieder und Psalmen von einem Chor gesungen. 3) Der Pentateuch wird in der Synagoge nur ein Mal kn drei Jahren durchgelesen. 4) Die Haphtora und einige andere hebräische Theile des Gottesdienstes werden ausgelassen. 5) Die zweiten Tage der Feiertage werden in dieser Gemeinde nicht gefeiert. 6) Außer diesen sind noch verschiedene andere Verbesserungen im Gottesdienste gemacht worden, mit der Absicht, die Andacht und den Anstand bei demselben zu fördern. Der Bewerbungsbrief muß in englischer Sprache geschrieben sein, und die leitenden Glaubenslehren, das Alter, den Gebucts- und Wohnort, und das gegenwärtige Berufsgefchäft des Bewerbers, und ob derselbe ein verheiratheter oder unverheiratheter Mann sei, angeben; auch eine genaue Abschrift der Hauptzeugnisse feines Charakters und seiner Fähigkeit enthalten, und (portofrei) auf folgende Weise adressirt sein: To the Rev. G. Poznanski Minister of the Congregation Beth Elohim Charleston South Carolina. G. Poznanski \ Aaron Moise I I. N. Cardoza ) Konnte. M. C. Mordecai l I. S. Cohen / Ein unverheiratheter tarmi und im, der in^einer kleinen Gemeinde fungiren kann, wünscht alsbald/placirt zu werden. Hierauf reflektirende GemeindewFnögen sich unter A. Z. an die löbl. Redaktion d. Bl. wenden. Literarische Anzeige. Bei A. Bonnier in Stockholm ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Das Ewig Bestehende im Judenthume. Predigt,; gehalten in der Synagoge zu Stockholm am zweiten Tage des Hüttenfestes 5608 vr. Moritz Löwenthal. Preis 7 V» Ngr. Lehr- und Erziehungsanstalt für ifraelitisthe Knaben von Louis Simon in Hamburg. Die Anstalt hat den Zweck, die Schüler besonders für den Kaufmannsstand, aber auch für jeden höhem Beruf vorzubereiten, und erfüllt diese ihre Aufgabe mit Treue und Eifer, wodurch sie sich die allgemeinste Anerkennung und Achtung im Inlands sowol wie im Auslande, erworben hat. Der Unterricht wird in 4 Klassen ertheilt und umfaßt alle nöthigen Wissenschaften, z. B. Religion, Mathematik, Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Singen, deutsche, lateinische, englische, französische, italienische, spanische, hebräische Sprache, Turnen u. s. w. Der Prospektus enthalt über die Einrichtung der Schule die nöthigen Mkttheilungen und wird auf Verlangen zugesandt. Zu Ostern werden abermals die Räumlichkeiten erweitert, und können daher Pensionäre zu jeder Zeit wieder ausgenommen werden. Druck von I. B. Hirfchfeld.

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