Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 12 (1848)
- Issue
- Heft 9 (21.2.1848)
- Date
- 1848-02-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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SH. Jahrgang. Allg fm eine No. S Zeitung des ZudeuthuMA ■ . Ein ■■ :;V' : unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur - , Verlag von ' J .. Dr Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. Leipzig. ' (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 21. Februar 1848. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registersu. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben,' ist^ der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22^- Ngr. (18 gGr.) für. das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspcdition für beide Letztere hat'sich die königl. sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. - -i , . - - . Inh a i t. Leitende Artikel: Blicke auf fctc Weltlage. I. Ztalien. — DiejMterstützuugskaffe für Wittwen und Waisen jüdischer Geistlichen. : . Zeiturigsnachrickten r Groß b r i t an 1 en: London, London, London. Die Schweiz: Basel. Preußen: Berlin, Magdeburg. Deutschland: Kassel, Hamburg, Hamburg, aus Baiern, Oldenburg. Literarische Nachrichten: Magdeburg. Korrespondenz: Das Jsraelitenspital in Pest.h, . Belletristisches: Die drei Nationen. (Fortsetzung.) . Leitende Artikel. Magdeburg, 14. Februar. Blicke auf die Weltlage. I. Italien. Glückliche Halbinsel! Ausgestattet von der Na t u r mit allen Reizen, geschmückt von der Kunst mit unvergänglichen Wundern, in die Geschichte der Menschheit eingetragen als Weltherrscherin wiederholentlich — wenn Deine frühere Nebenbuhlerin, Hellas, zuerst vor Dir in den Staub, dann dem entnervenden Osten in die Arme sank, aus denen sie sich vergebens loszuwinden sucht so bist Du es, welche die Augen des Beschauers beim Eintritt in Europa zuerst fesselt. Wie. Du Dich frei hinausstreckst, von den-Wogen dreier Meere umspült; da, wo der stärkste Granitstamm Europa's jach hinuntersteigt. Dich fest an das Kontinent schließend, dann aber Deine glänzenden Glieder in dierauschenden Gewässer senkend. - Und so breit Deine Ebenen, so reich Deine Gefilde sindstark dehnt sich durch sie hin- Dein-Gebirgszug bis zum äußersten Rande- Deine Küsten mit felsigen Dämmen umgürtend, daß Du nirgends Etwas, was Du Dein nennst, dev-falschen Welle Preis ziehst. Erkaltet ist Europa; Du - aber hast Die noch immer vom uralten Elementarfeuer -bewahret / und ick Deinem Schoosts wogt es^nochheißblü-ttz^ daß das verborgene Innere mit der dünnen Rinde 'bisweilen kämpft und spielt. .; ' Fürwahr! auch Dein Menschenstamm scheint nicht zu altern; vermochte er es/ als Deine Römerhbr-rschafö zerbrochen, eine neue Weltmacht durch den Geisi-zu grüm den, und die rohen Völkerschaften, nachdem "Mvor D'ek^ nem Schwerte nicht mehr bebten, vor deks Blitzen Deitier Kircho zittern zu machen; vermag er es'-jetzt wieder Nach langer-Ohnmacht den Staub von seinen Füßen zu schüre teln, Und rüstig von Neuem vorwärts-zu schreiten, um denen -in stürmischer Eile nachzukommenwelche ihn' durch so viele Jahrhunderte hinter sich ließen-— wer darf an seine Zukunft zweifeln? - - Nirgends giebt es ein Land, in dem-und um das so vielfach gekämpft worden, als Italien. Deutsche/ Franzosen und Spanier-stritten sich-ein -Jahrtausend um dasselbe. Niemals vermochten M M zu behaupten. Die deutschen Kaiser sahen -hier ihre- Arme erschlaffen/ und wenn der Franzose sich obwächtig gemacht, über" Nacht entschlüpfte ihm die Herrschaft wieder. Dem deut-' schen-Kaiser gegenüber erstanden immer wieder italisch^