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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-31 · Heft 6 (31.1.1848) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 6 (31.1.1848)
Date
1848-01-31
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Beilage zur Allgemeinen Zeitung des Judenthums No. 6. Kritik Und Antikritik. ,,3öeich' aus dem Rezmsmtmhlinde!" Dieser goldenen Regel Bürgers würde auch ich, zumal bei der ersten Beurtheilung, welche einer' meiner Schriften widerfahren, gefolgt sein, suchte nicht der feindselige Rezensent durch Zitate und scheinbar begründete Behauptungen das Publikum zu tauschen und ihm geflissentlich die günstige Stimmung im Voraus zu benehmen, welche es meinen Leistungen entgegenträgt, indem er dasselbe, trotzdem er diese für ausgemacht schlecht erklärt, noch dazu für so unmündig hält, daß deßungeachtet dürch sie besseren Autoren der Weg zu ihm und zum — Buchhändler versperrt werde. Das letzte ist der erste Grund zum Angriff; da hapert's, der Aerger ist's, daß ich, ein blutjunger, zum ersten Male mit einem größeren Wecke auftretender Schriftsteller, sogleich einen nobeln Verleger gefunden, während Herr R. und Konsorten ihre Machwerke nicht an den Mann bringen können. Doch das bei Seite. Es hat dem Redakteur der sich so nennenden berliner ,, Reformzeitung", A. Rebenstein, gefallen, in der mir soeben von der Post zugekommenen Nr. 12 seines Blattes v.J. das vor Kurzem erschienene erste Heft meiner „Geschichte des Israelitischen Volkes" (Leipzigbei W. Jurany) einer besdndern Kritik zu unterwerfen. Wer wollte ihm das Recht dazu absprechen? Wer ein Buch in die Welt schickt, muß der Kritik gewärtig sein; daß ich es war, daß ich die Kritik erwartete, beweist der Schluß meiner Vorrede. Es hat ferner die Kritik das Recht, ja die Pflicht, Schäden aufzudecken, zu tadeln, wo sie wirklich Tadelnswerthes findet- und wie gern nehme ich Belehrung und Zurechtweisung an! Wein sobald sie eine elende Sudelei, eine Schmähschrift wirddie nirgends etwas Gutes entdeckt, sobald sie die Sucht zu verkleinern, den persönlichen Haß gegen den Autor in jedem Worte verräth, das Gepräge der Leidenschaftlichkeit und des blassen Neides an der Stirne trägt-, hat sie in den Augen eines jeden Gebildeten alle Glaubwürdigkeit verloren; sie bedürfte an und für sich keiner Widerlegung, und doch wäre Schweigen hier Sünde. Wie der Ton," den jenes wenig verbreitete Blatt-von Anfang an anschlüg, von vornherein ein bissiger und persönlicher 'war ünd blieb, da es seine Günstlinge in Len"Himmel ethebt) die Mißliebigen ebenso tief ju stürzen sucht', so strotzt diese Rezension, die aus der von Gift und Galle durchtränkten Feder des sattsam bekannten Redakteurs geflossen , von Mißgunst, Ungerechtigkeit, Verleumdung. Lassen wir .die Schmähungest desselben,, wie sie nur aus dem Munde so eines gewissenlosen Skribenten kommen können, unbeachtet, da ich mir. eines redlichen Strebens Und eines ernstest Fleißes bewußt bin,. und da jeder Unbefangene wenigstens dieses aus der Lesung meiner Geschichte erkennen muß. Zuerst ^giebt der Rezensent das Bedürfniß erstes solchen Geschichtswerkes, wie das meinige, zu, und bemerkt, daß diesem schon genügt sein und ber Autor sich den Dank des Publikums und der Forscher verdient haben würde, „durch eine gute Zusammenstellung der bisher in' dem großen Fache dieser Wissenschaft Gewonnenen," b. h. eigentlich bedarf es, wie ich schon in meinem Prospektus bemerkt, mehr als einer bloßen Aufzählung;' es bedarf eines Planes, einer über das Gewöhnliche erhabenen Anschauung, neuer Gesichtspunkte, wobei es auf ein Faktum mehr oder weniger nicht ankommt; allein der Vers. Hatte es sich bequemer machen können und nur das erstere zu thun brauchen. Deßungeachtet nun macht es mir der Kritikus zum Vorwürfe) daß ich die älteren und neueren gründlichen Forschungen' zu Rathe gezogen, und, was ich in der Vorrede (S. XV.) versprochen, die Ergebnisse der Wissenschaft populär zu machen gesucht. Demnach Hatte ich, was bei einem so viel und oft behandelten Gegenstände rein unmöglich, lauter Neues, in meinem Geiste' allein und ursprünglich Erstandenes liefern sollen. Und, wo ich nun dies wirklich gethan, wo ich eine eigene Ansicht ansgestellt, das Material gesichtet und geordnet, und aus' der Masse 'des Vorhandenen nach reiflicher Prüfung ein wohlbegründetes Resultat gefunden, da nennt es denn der Rezensent, , im Widerspruche mit sich selbst, eme sträfliche und geistlose Kompilation, und während es Jeder nur gut heißen wird, daß. ich nicht Einem Vorgänger als untrüglichem Muster gefolgt bin, sonderst die Meinungen aller Forscher, untersucht und .mir düs der Zusammenstellung dieser die eigene Meinung zurechtgelegt, nur das Richtige und Wahre aus Jedem aufsassend und beibehaltend, behauptet Herr R. in's Blaue' hinein, daß ich 'bald dieser bald jener Äuelle gefolgt sei, kann aber selbst diese Quellen niemals angeben, kastn mir den Ursprung' eines ' Gedankens Satzes nicht Nachweisen, während ich in der Vorrede sowohl (S. XII und XIII), als auch jedesmal in den

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