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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-31 · Heft 6 (31.1.1848) · p. Seite 89

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 6 (31.1.1848)
Date
1848-01-31
Page
Seite 89 (sequence 13)
Language
German
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89 1) Die 24 Bücher der h. Schriften rm Auszugs; neue dem Zweck entsprechende Uebersetzung, mit einzelnen eingestreuten Erläuterungen, Parallelen und kurzen Nachweksungen. Es versteht sich, daß hier Alles nur als biblischer Lehrstoff erscheint, und dem Lehrer auf keinerlei Weise vorgegriffen wird. 2) Sammlung nachbiblischer Stücke aus Religionsschriften des Judenthums, den Apokryphen, der agadischen Literatur rc., bestehend in Sentenzen, wichtigen dogmatischen und ethischen Lehren, Parabeln, Sagen; — Alles in angemeffener Auswahl und gedrängter Kürze. 3) Uebersicht der Geschichte der Israeliten, insbesondere mit Rücksicht auf die Entwickelung der Religionserkenntniß und auf die religiöse Literatur; damit wird verbunden sein, außer chronologischen Tabellen 4) ein Abriß der biblischen Geographie, wie auch Uebersicht der späteren Wohnorte der jüdischen Gemeinden, und statistische Notizen. 5) Abriß der Biberkunde; kurze Charakteristik der einzelnen Bücher; Begriff von der Maffora; Nachweisung der älteren Übersetzungen und der zu Ansehen gelangten Kommentare und späteren Uebersetzungen. 6) Erläuterung gottesdienstlicher Institutionen — auch des Kalenderwesens und daran sich knüpfender Einrichtungen. 7) Systematisches Register der Belegstellen zu den Religions- und Sittenlehren. 8) Tabellen zur Auffindung des Einzelnen. Wir geben hier, wie Jeder sieht, nur den Umriß des Werkes, welches eine möglichst reichhaltige Sammlung aller der Materien bilden soll, welche zur jüdischen Religionskunde gehören.. Obgleich wir das Ganze bald abzuschließen gedenken, so lag uns doch am Herzen, unseren geehrten Herren Amtsbrüdern, so wie den Herren Rabbinen und allen denkenden israelitischen Hausvätern, welche einem so wichtigen Gegenstände ihre Aufmerksamkeit nicht versagen werden, im Voraus davon eine Mittheilung zu machen. Zweierlei Gründe leiten uns hierbei insbesondere: Erstlich möchten wir, wofern etwa noch bestimmte Wünsche obwalten, denen wir entgegenkommen können, alle Freunde dieses Werkes gebeten haben, uns solche, — freilich nur srankirt oder im Wege des Buchhandels — und wo möglich mit Begründung, schriftlich zugehen zu lassen. Zweitens möchten wir die Theilnahme für dieses Unternehmen zeitig in Anspruch nehmen, we.il wstdeü Zweck vor Augen haben, ein Schulbuch zu gründen, wobei mithin auch für die unbemittelte Jugend auf möglichste Wohlfeilheit Bedacht genommen werden muß. Dies wird natürlich nur ausführbar, wenn die Wahrscheinlichkeit einer ausgedehnten Verbreitung sich zeigt und daher eine starke Auflage gemacht werden kann. Zu diesem Ende beabsichtigen wir auch zwei Ausgaben des Werkes zu' veranstalten, eine auf feinem Papier, und eine Schulausgabe auf Druckpapier. Je mehr auf -Eingangder bessern Ausgabe zu zählen sein wird, um so viel wohl-' feiler kann die Schulausgabe geliefert werden. " Eine geachtete Verlagshandlung wird das Werk übernehmen. Indessen, würde es jedenfalls, in Beziehung auf obige Bemerkungen, unsrem Unternehmen förderlich sein, wenn unsere geehrten auswärtigen Freunde uns im Voraus zu erkennen geben wollen, welchen Anklang wir bei ihnen erwarten dürfen. Ueber manches Andere, namentlich über pädagogische, und didaktische Fragen, welche bei Ausführung dieses Planes kn Betracht kommen, werden wir Gelegenheit nehmen, uns in Zeitschriften weiter auszusprechen. vr. Jakob Auerbach, vr. I. M. Jost. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen t1/* Ngr. (l gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petitschrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Ge such. Die hiesige Gemeinde sucht zu Ostern 1848 einen Schächter und Vorbeter, der den Gottesdienst mit Chor zu leiten versteht. Das Einkommen beträgt bei. freiem Mittag- und Abendtisch, 180 bis 200 Thlr. Pr. Krt» inkl. der Schechita. Bewerber wollen sich baldigst portofrei wenden an den Vorstand der israelitischen Gemeinde. Waren (in Mecklenburg). Aufforderung für jüdische Schulmänner. Zu Ostern d. I. ist die Oberlehrerstelle an der hiesigen Religionsschule neu zu besetzen. Dieselbe trägt 400 Thlr. Krt. jährlichen Gehalt und sind dafür circa 30 Stunden wöchentlich zu unterrichten. Oualisizirte Bewerber, welche sich über sittlich-religiösen Lebenswandel, jüdisch-theologisches Wissen, und wissenschaftliche Bildung so wie 'über Kenntniß des Schulwesens und praktische

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