Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-10 · Heft 3 (10.1.1848) · p. Seite 47

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 3 (10.1.1848)
Date
1848-01-10
Page
Seite 47 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/3224737-3225551-3225555--09114-3237352
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Befugnrß,^6ftine,Meligion Ar Len -wahren Glauben,-zu halten.. H^iöe MiM'.in'HrerWyen Allffaffung weder von einem Glaubenszwange,; noch von einer Glaubensverfolgung, und »wollen-lediglich durchdie Macht pFsUzhMt und-ännesn^ Uebepzeugung siegen. Die Zeiten des^ 'Mittelalters/wo' 'man öenJuden haßte, weilvftjn.Kott ein-, ay-hrer-war^; als p de^ des Christensind vorüber; die Zeiten, wo manHn schmähete und verfolgte, weil er nur Schacher und'Mucher trieb und weil man sich-vW ihm üb^vorthetli -hielt,uwerden nie wiederketzcen. Die allgemeine.. Bildung ist, - sobald die Schranken fielen, welche die Juden 'vdü 'derselün fern'hielten, auch zu diesen eingekehrt, und unter allen Ständen, vom Gelehrten ffl' MmHandtdDev - herabisinden-wir'Juden, die, wenn sie Christen waren, dem christlichen Staate zur Ehre und zum Myhme gereichen würden. . .. . .. Als am--24.. Oktob.e?, 1492. die ..-Juden zu Sternberg mit festem Muthe, ohne Widerstreben und Wehklagen, auf den Judenberg geführt.wurden, um. hvrh; mit alten heiligen Gefangen; ihr Leben auszuhauchen, redete der Herzog M.agNjUs . den Andren Aaron mit den Myrten an: „Warum folgst Du nicht unferm heiligen Glauben, um durch die Taufe mit uns gleicher himmlischer Seligkeit zu genießen , Da - entgegnete Aaron: /,Edler Fürst, ich glaube an?den' Gott,. der Alles, kann.-und Alles,geschaffen hatan-ihn,,dessen Verehrung unsers Volkes Va.terAbr.a- - hqry- und Mn -Sohn Isaak s und unsereandexemVorfahren, welche, nie. von unserm Glauben abgefajlen .sind-! geböten haben. Er, - .so. glaube ich, liest mich Mensch werdm und,Jude.? Hatte, ier mich; zum ChMn haben . wollen, so hatte .er - mich nicht meinem heiljgerr Beken^ «iffe zugewandttl-WeW-esWn Wille, lgepejen. wäre,; hätte ich ein Fürst; sein-jkönn.en wie.Dü!^!-,- - Darum, Du.HLolk- Israel,.sasse, nicht;qb>. im Kalypfe . um Deine staaatsbürgerlichen Rechte. . Wie. Deine Vorfahren den Tod um' ihres'Glaubens Mllen nicht scheueren/so scheue rauch Du nichtsEtreit, . Opfer und Gefahr, um dasjenige zu erlangen, was der Christ bisher Dir vorenthalten hat. „Mein Schein ist mein Recht," sagt- Shylok im. Kaufmann von Venedig... Dein Recht ist. Deine -Geburt. - Das Land, wesches"Dich erzeugt, gemährt und erzogen hat,: ist verpflichte^, Dir.dieselben Rechte zu gewähren,! die es' seinen übrigen Angehörigen bewilligt hüt. Nicht desJuden Schuld'ist es, daß'er Jude gewogen, ebenso weyjg^ wie es dem Christen ein Verdienst sein kann, daß er Christ ist. Ihre Geburt ist ihr Recht; sie haben Beide die gleichen Ansprüche auf best Staat, - dem. sie.;dienen, - GerechtigkeitMnhMewissensfteihM sind Heiligthümevwelche-rjchMnem» zivilisirten Staats,-,je verletzt werdem'sollten-?- N-M,}c ... '' .... .(Fortsetzung ^olgt.). ./ - - ----- Anzeiger. ™ -In demselben: werden:'Zürnonce'n aller Art'gegen l1/* Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene, Zeile aus Petitschrift, oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. «. Beilagen ausgenommen. '"D i? VUla gs'h'an b'tl ng. Medrgung der israelitischen Schnlstette-z^ Obermoschel in der Pfalz, Königreich DAkn. Durch die heimliche Entfernung des Lehrers Lob ist die. israelitische Schulstelle zu Obermoschel in Erledigung gekommen und soll demnächst wieder besetzt werden. Bewerber.um diese Stelle haben ihre Gesuche.mit beigefügten Befähigungs- und Moralitätszeugnissen-binnen 6 Wochen an das-unterfertigte Amt einzusendM^ ' . Der Gehalt des Lehrers. besteA^n? ' V 1) Einhundert Gulden, welche von : dem israes - --- litischen Kultusgenossen erhoben werden . UVV Fl: 2) Fünfzig Gulden an.SchUlgeld nsif dleschut? ' pflichtigen Kinder/repar.tict .; » /..^Ü' -^ 3) Wohnung, veranschlagt zu l. f \25 -> - 4) Miethzins aus dem Keller unter dem Ge- ' . baüde.' . v- :.V\. .-' ' 15 - ' 5) dem''mittelst Entschließung hoherkönigl. ^-Regierung Ppm 12. Juli 1843 zugesicherten jährlichen Zuschüsse aus dem Kceis- ^schulfond aä '^r -—■ 7-J—--irT 6) einem Beitrags 'aus der GeMtNdekasseHon jährlich ... . 25 - -3.). Kasualien - Fernec werden dem Lehrer für die Behei- - -- zung und Reinigung,..der.Schullokalitäten sowol, als der Syrkagoß^ das Anzünden und Auslöschen der Lichchr'bei? Kottesdienstlichen Verrichtungen, die Beheizung der Schule am Sabbate und an§eiertagen be$.: ^or9eh^ unb , Abends vor dem Gottesdienste zugesichert:. . : 3 V - Summa - 33V- Fl. . ^-Zugleich wird bemerkt, daß der anzustellende Lehrer das, Amt als Vorsänger zu versehen habe und musikalisch gebildet sein müsse-' damit er den Chor gehörig einüben und leiten könne. ---' Obermoschel, den 15. Dezember 16£7^ V" > Das Bürgermeisteramt. Max Neu/

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.