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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-10 · Heft 3 (10.1.1848) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 3 (10.1.1848)
Date
1848-01-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XU. Jahrgang. Allgemeine No. 3. Zeitung -es Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ fhr alles jüdische Interesse. Redakteur Verlag von irr. Ludwig Philtppson, Baumgärtners Buchhandlung .Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit königl. sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 10. Januar 1848. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thir. 12 gGr.) für sechs Monate — 22f Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angefetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspcdition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Zeitungsnachricklten r Die Schweiz: Lengenau. Italien: Rdm, Deutschland: Darmstadt, Karlsruhe, aus Meckleubütg-Schlverin, aus dem Rabbinatsbezirke Langenschwalbach, Fürth, Hamburg, Hamburg. Oesterreich: Wien, Preßburg, Wien , Warasdiu, Pesth, Wien, Preßburg. . .Miszelle». "^ Literarische Nachrichten: Magdeburg ,- Bützow. > ' Zeitungsnachrichten. Lengnau, im Dezember. (Privatmitth.) Beim Ausbruche des Kampfes gegen den Sonderbund beurkundeten die aargauischen Israeliten ihre Sympathien für ihre Regierung, und die gute Sache der Eidgenossenschaft durch Beiträge theils für die im Felde stehenden Soldaten aus ihren Gemeinden, theils zur Unterstützung der Verwundeten, und der Hinterlassenen der Gefallenen im eidgenössischen Heere. Thätigen Antheil nehmen im Kampfe für. dasVaterländ darf der Schweizerjude noch nicht.' Ein' diessalliger Artikel im „Schweizerböten" No. 141 drückt sich hierüber also aus: „Verhältnisse/ die der Israelit nicht selber geschaffen, verhindern seine Eheilnahme am ernstheiligen Kampfe. Man hat den Israeliten in Friedenszeilen, ihrer wiederholten Bitten ungeachtet. nicht gestattet Eheil.zu nehmen an den Waffenübungen aargauischer Wehrmänner.: Wolle man aber deswegen die Sympathien nicht verkennen , die in den Herzen der Israeliten für das Wohl der Eidgenossenschaft sich regen. Sie können das Schwert, nicht ergreifen. -Aber beten können sie und erheben darum ZM Mvater, der über den 'Sternen thronet, der alle Menschenkinder Wt . gleicher Lrebe liebt, flehen wollen sie zum Urquell des Lichtes, zum heiligen Wesen, vor dem Heuchelei und Frömmelei ein Gräuel, daß er recht bald das Verderben des Krieges von unserm Vaterlande abwende und. Ruhe uud Frieden, Ordnung und Gesetz in demselben Herstellen wolle." —. Der sechste August war es, det einen großen Lheil der Bevölkerung hiesiger Umgegend in Bewegung brachte, um einem noch nie gesehenen Feste anzuwohnen, nämlich der Einweihung der hiesigen neuerbauten Synagoge, Wenn es wahr ist, daß die Israeliten aller Orten gewöhnt sind, zur Erhaltung und Befestigung ihrer Religiösen Institutionen ungewöhnliche Opfer zu bringen, so läßt sich diese Wahrheit auch auf die Israeliten in der Schweiz anwendem Die hiesige Gemeinde besoldet einen Rabbinen, zwei/Lehrer, eine Lehrerin für weibliche Arbeiten, einen Vorsänger, sie unterstützt mit enormen Summen ihre Armen, und doch hat sie sich,, wenn auch keineswegs zu den reichen Gemeinden gehörig, entschlossen, ihre im Jahre erbaute hölzerne Synagoge in

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