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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1848-01-03 · Heft 2 (3.1.1848) · p. Seite 31

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
12 (1848)
Issue
Heft 2 (3.1.1848)
Date
1848-01-03
Page
Seite 31 (sequence 15)
Language
German
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Bi bensache zur Seite stand? — Hr. Hirsch ergehet sich weiter in süßlichen Phrasen und schließt mit dm Worten: „Der Tempel ist gesunken, der Altar verschwunden, die Harfen der Sänger sind verklungen — aber ihr Geist ist Israels Erbschaft geworden, und durchdringt noch das Wort, das allein zum Ausdruck des innern Gottesdienstes Gebliebene." — So dozirt der Herr Landesrabbiner in naiver Unschuld, und ahnt nicht, daß er sich dadurch mit den „Chachomim" in diametralen Widerspruch setze. Aber das ist eben das Bedauerliche der Neo-Orthodoxie, daß ihre eifrigsten Vertreter miserable Talmudisten sind, wovon man sich nicht nur in Nikolsburg, sondern auch in Wien und Berlin überzeugen kann. In Wahrheit ist der Dpferkultus Ln Jerusalem auch nach Zerstörung des Tempels bis zur hadrianischen Katastrophe fortgesetzt worden, weil dessen Pflichtmäßigkeit durchaus nicht an den Bestand des Tempels gebunden -ist. (Siehe die Belege bei Chajes Darke Haroa. 16, 6 ff.) *). Im Jahre 1357 hat R. Chaim Kohen eine Reise nach Jerusalem gemacht, um den Dampf der Gemeindeopfer hm mia^p) ritualmäßig aufsteigen zu lassen; er soll aber wegen der Echtheit der Ahroniten Skrupel bekommen haben. Unser verstorbener Rabbiner und sein Schwiegervater Aki b a Eg er haben diese Skrupel glücklich beseitigeet; und Letzterer ha't Erstern vor mehreren Jahren aufgefordert, die Erlaubniß zu opfern bei der hohen Pforte zu erwirken. Sofer schrieb ihm, es wäre unmöglich dies durchsetzen. (Darke Haroa 22,6.)**) Daß die Opferung und namentlich die des Pesachopfers auch in unseren Tagen vollkommen legitim sei, steht auf talmudischen Boden unerschütterlich fest. Die Orthodoxie hat also die Aufgabe, diese Angelegenheit ernstlich zu betreiben. In London und Berlin hat sie ja ihre Fürsprecher; in Wien kann der mährische Landesrabbiner wirken, und da bei solch gemeinsamer tpb\üv-p2 N122-1P ■pi* p^pa i-ptt pttt ^«7221 (* trnDs r ma vnpan r^2 ünb s'ba & y^in rib tp msti ,d& fr piii-aa -ib 2^1-7 bw -wv .&& *» ,rrb .2'b t'b qn '2 p-D ,'*a rwi m f-ia .nra «stam üP *irv>b tnbüv-n 'Wn «pp •’aa *»tana vfa (** ‘-1SD2 a^iaöansa 1182N naitün — 'iai 2^pnb .rvnzn ,2'b ib Sp 'l p^Ö Thätigkeit der Erfolg kaum zweifelhaft ist, so können wir's ja leicht erleben, daß Rapaport, Adler und ähnliche Kohanim pontisiziren, und Andere an der Seite der 77 ihre Peßachlämmer tragen werden. Herrliches Schauspiel! Literarische Nachrichten. Leipzig, 1. Januar. In diesen Tagen wird die 39ste Lieferung des zweiten Bandes des Bibelwerkes von Philippson fertig, mit welchem dieser zweiteBand gänzlich vollendet ist. Diese Lieferung enthält M aleachi, die Einleitungen zu den zwölf kleinen Propheten, und die Register. Somit sind von diesem ausgedehnten Werke, welches bereits an 3006 Quartseiten faßt, die fünf Bücher Mosis, die s. g. früheren (Josua, Richter, 2 BB. Samuelis, 2 BB. Könige) und späteren Propheten (Jesaias, Jeremias, Ezechiel und die 12 kleinen) vollendet, und der dritte Band wird die V^2in2 oder Hagiographen enthalten. Derselbe wird sofort in Angriff genommen, so daß für die Vollendung des Werkes hinlängliche Bürgschaft gegeben ist. Dresden, im Dezember. (Berichtigung.) Wenn der Verfasser der „ungarischen Briefe" in der A. Z. d. Jud. in No. 50, S. 736 sagt: daß Frankel S. 51 der „Vorstudien zur Septuaginta" behauptet, „im Rabbinischen sei aias der Gegensatz von *nö8," so muß hiergegen bemerkt werden, daß Fr. Solches nicht behauptet, sondern es blos beiläufig in einer Anmerkung zur Begründung seiner Ansicht über die Entstehung der Haphtoca anführt. Die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser Annahme ist bereits von einem Rezensenten des nurgedachten Werks im Literaturblatt des Orients 1842, No. 9 näher erörtert worden, woher der Korresp. wahrscheinlich zu deren Kenntniß erst gelangt ist. — Mag man nun auch den von Frankel für seine Konjektur aufgestellten Gründen nicht ganz beistimmen, so ist jedenfalls dieses Beispiel „nicht arg genug", um daraus Schlüsse zu ziehen, wie dies von jenem Korresp. geschehet, indem es Jedem freisteht eine andre Ansicht über die Entstehung der Haphtora zu haben. Was aber die folgende Beschuldigung des Korresp. betrifft, daß Frankel nicht einmal wisse, daß — nach Raschi's Meinung (Gittin 9, 6.) — das Aeugm'ß von

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