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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-11-17 · Heft 47 (17.11.1845) · p. Seite 698

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 47 (17.11.1845)
Date
1845-11-17
Page
Seite 698 (sequence 6)
Language
German
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698 jüd. Literatur übersandt worden, mit der Bitte, dasselbe auf geeignetem Wege zu veröffentlichen. Der allgemeine Titel des erwähnten Katalogs ist folgender: a^iai a»*aan mn» bbia n^aan nxiN iöö. tnma» Nrpa Naba ^ans*a snpbn nnan NN» anai -isv n'brtws sr» rww a^b« *r» nnay nbdr ba .rraNn Dem Verzeichniß legte der Vers, ein von ihm in hebräischer Sprache verfaßtes Merkchen als Muster und Beispiel bei, welches den Titel: aa naan» führt und über das Fahren auf Dampfwagen und Dampfschiffen an Sabbat und Festtagen vom lalmudisch orthodoxen Standpunkt aus handelt. DasWerkchen ist in Pforten, tn-tfia, abgetheilt, wovon jede Pforte wieder in einzelne Abschnitte zerfällt. Da über die Benutzung von Dampfwagen und Schiffen an Sabbat und Festtagen im Talmud,'dem diese Erfindung der neuern Zeit völlig unbekannt war, weder ein Verbot noch eine Erlaubniß sich finden und das Eine oder das Andere nur aus allgemeinen Theorien und Prinzipien durch Analogien und Vergleichungen gefolgert und ermittelt werden kann, so geht der Verf. in den gedachten Pforten mit der gründlichsten Gelehrsamkeit alle möglichen talmudischen Gesichtspunkte durch, aus welchen irgend ein Bedenken gegen die talmudische Zulässigkeit solcher Fahrt eruirt werden könnte, und gelangt, am Schluffe jeder einzelnen Pforte zu dem Resultat, daß bei der gewissenhaftesten und gründlichsten Beobachtung aller beim Fahren und Reisen in Anwendung kommenden verbietenden und erschwerenden Umstände gegen das Fahren auf Dampfwagen und Schiffen, wofern dasselbe blos Erheiterung und Vergnügen oder gar ein religiöses Interesse zum Zwecke habe, kein Verbot sich herausgrübeln lasse. Wir müssen uns in diesem Referate der Kürze halber versagen, die gedachten einzelnen Resultate hier wörtlich wiederzugeben, zumal da dieselben ohne die vorausgegangene Diskussion nackt und ohne Beweiskraft erscheinen würden, können jedoch nicht umhin, das Endresultat des genannten Werkchens, um das allgemeine Interesse darauf hinzulenken, hier auszügtich mitzutheilen: m naan» nisx»na wiain ipi mmai» hi-p 13b «■n »^a ntonnr» ir n^bni-w ■p3».avi tittö wnai ■»«mpa nn\n ianb trbJhv 2>iv3b ‘p‘ix© öt» baiv awa ‘px-yn rv’b yaa arn *j»X3> a^pi pn mx»n r»K yx->»n» nix» naib ‘paaia anr naa"i»b ü^aia ninaaa nix» nanb a^naan bat) t» n»i * laa tpa» rran^na ima abi nrana mnaa» am» •»rnaa nb na in^nt) ''a biaba bt) ma^nm nrtoip na» awn •’naxin «■•xinbi nina paa pioab nxinia •«ab “pm «b nr -snn •’ntriN nan»n a^p*»bN »n dnt bb3 - - in»Nb p an^mapya "sb^b bbn pana apb riinivw a^aaaa in»Ni NN baa Nnb»b anb» m»nbi w^nb iTb nix» naa Nia^w ^» bai .a^aaiaai a^aiwa naan»a 61^1 r^awa 3>a->b abt) i»xr> bs> n»nnb nxn^i in»rr nia NXi-'a ba b3»i nix»n baa» Nin wer .aw-in NNp3 inwisi nann 1» niaan ba b'ian a^aia^ba Vi»wb ab ib narr pan» rranixi nn ba >;ab pn 1» ba an^b* -pöb nxn->i na ^ab^na ibrr nwn tnina •»» shi-i rrin a^nbrr brri 12b rra^»v ' " -' a"ab nnxn Wir haben bei. der genauen Prüfung der in diesem Werkchen durchgeführten Ansicht nicht blos Gelegenheit gehabt, der in der That bewundernswürdigen talmudischen Gelehrsamkeit des Herrn Mislahagi unsere volle Hochachtung zu zollen, sondern auch von der Richtigkeit des Resultats uns zu überzeugen, so daß wir gern hier Veranlassung nehmen, unsere volle Zustimmung demselben zu erkennen zu geben und uns dafür zu erklären, daß gegen die Erlaubniß, auf Dampfwagen und Schiffen an Sabbat und Festtagen zum Vergnügen- oder gar zur Beförderung eines religiösen Zweckes — mit Ausnahme von gewöhnlichen Geschäftsreisen, die wir, abgesehen von allen talmudischen Bedenklichkeiten beim Reisen an und für sich um seiner Tendenz willen an genannten Tagen für verboten halten — vom talmudisch-orthodoxen Standpunkte aus nichts einzuwenden sei. Wir sind gern bereit, einem Verleger hebräischer Schriften das Verzeichniß und das Werkchen, welches nicht ohne zeitgemäßes Interesse ist, gegen ein angemessenes Honorar für den um die Wissenschaft so sehr verdienten Verfasser, dem wir für die gefällige Mittheilung unfern öffentlichen Dank abstatten, zum Behufe des Abdruckes zu übergeben. Dr. Holdheim. Aus Baiern, 10. Nov. (Privatmitth.) Wie die judenfeindlichen Gemüther im verflossenen Sommer über ihre friedlichen jüdischen Nachbarn schon mit frecher Stirn die Blutschuld aussprachen, so beschämt müssen sie jetzt das Gesicht Niederschlagen, wo

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