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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-08-04 · Heft 32 (4.8.1845) · p. Seite 499

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 32 (4.8.1845)
Date
1845-08-04
Page
Seite 499 (sequence 15)
Language
German
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499 nur immer will, vorgenommen werden. Uebcigens kann das Instrument sobald man sich nur etwas an dasselbe gewöhnt hat, ohne Zweifel auch zu anderen, mehr oder weniger zusammengesetzten Rechnungen benutzt werden. Das Grundtheorem, das Herr Slonkmski erfunden, besteht aus folgender höchst merkwürdigen Eigenschaft der einfachen Zahlen.. Nehmen wir an, daß irgend eine beliebige ganze Zahl, die aus soviel Ziffern als man nur immer will besteht, in irgend eine Ordnung mit den Zahlen 1, 2, 3 bis 9 multiplizict wird: schreiben wir alle Produkte, das eine unter das andere, ohne wie bei der gewöhnlichen Multiplikation immer um eine Stelle hereinzurücken, so erhalten wir volle, neunziffrige Vertikalreihen. Nennen wir der Kürze halber, die Aufstellung der Zahlen in eine Reihe, eine Form; vermöge des Theorems des Herrn Slonimski wird die Zahl p der verschiedenen Formen durch die sehr einfache Formel p —10 (c[-j-l) ausgedrückt, in welcher t[ die Zahl der ächten Brüche bedeutet, die. von einander verschieden sind und zu Nennern die Multiplikatoren 2, 3, 4 bis 9 haben. In diesem Falle zeigt eine einfache Berechnung, daß es nicht mehr, als 280 neunziffrige Vertkkalreihen giebt, die der Form nach von einander verschieden sind. Die Beschränktheit dieser Zahl brachte Herrn Slonimski auf den Gedanken, ein Recheninstrument anzufertigen, ,und der Erfolg entsprach seiner Voraussetzung vollkommen. Ohne auf das Genauere des scharfsinnigen Beweises dieses Grundtheocems, das Herr Slonimski angegeben, einzugehen, wollen wir blos bemerken, daß dasselbe auch für mehrziffcige Multiplikatoren gilt; aber in beiden Fallen drückt, wie Herr Slonimski selbst bemerkt, die gefundene Formel vorerst nur das Maximum der verschiedenen Formen aus. Die Erfindung der Grundekgenschaft der einfachen Zahlen war zwar die Hauptaber nicht die einzige Bedingung zur Anfertigung des Recheninstrumentes. Es mußten die obengefundenen 280 Formen noch in gehörige Ordnung gebracht und künstliche Schlüssel dazu erfunden werden, daß in den Oeffnungen immer jene Formen erscheinen, die die auszuführende Rechnung eben erfordert. (Schluß folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1*/»Ngr. (I gGr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Anerbieten. "/Bei einer stillen israelitischen Familie hiesiger Stadt können mit dem Anfänge des Wintersemesters einige Gymnasiasten, Vocbereitungs- oder Gewerbschüler, oder Zöglinge der andern hiesigen Lehranstalten in Kost und Logis genommen werden. Diejenigen, welche dabei in der französischen und englischen Sprache Unterricht zu nehmen wünschen, finden in derselben Familie Gelegenheit, sich unter der Leitung eines gewandten und approbirten Lehrers dieser Sprachen theoretisch und praktisch auszubilden. Auf den Wunsch der Eltern oder Vormünder macht man sich auch anheischig, die Schüler in ihren andern Studien zu überwachen und ihnen alle mögliche Nachhilfe zu geben. Wegen weiterer Auskunft wende man sich gefälligst an den Unterzeichneten. Würzburg im August 1845. Löw Sichler, Lehrer der franz. und engl. Sprache, Domgasse zweiter Distrikt No. 542. Es wird binnen wenig Wochen die Lehrerstelle in der hiesigen israelitischen Gemeinde vakant. Mit dieser ist das Vorsänger- und Schächteramt verbunden. Auch fordert man, daß der Vorsänger im Stande ist, den Gottesdienst, welcher mit deutschen Gesängen verbunden ist, zu leiten. Die Stelle trägt mit allen Emolumenten oirea 225 Thlr., jedoch bleibt dem Lehrer Zeit und Gelegenheit zum Privatunterricht. Hierauf Reflektirende wollen sich in frankirten Briefen an den Unterzeichneten wenden und ihre Zeugnisse beifügen. Der Vorsteher Einbeck. M. Meyerstein.; Gesuch. Ein jüdischer, unverheiratheter Lehrer, welcher in den Elementarwiffenschasten und Realien, so wie in der französischen Sprache und Buchhalterei faßlichen und gründlichen Unterricht ertheilt, wünscht zu Michaeli d. I. bei einer oder mehrern Familien ein Engagement. Darauf Resiektkrende wollen gefälligst in frankirten Briefen sich an denselben wenden. Adresse: I. N. Breslau poste restante.

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