Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 25 (16.6.1845)
- Date
- 1845-06-16
- Page
- Seite 380 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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380 Empfehlung. Nachdem ich meine. Speisewirthschaft derart erweitert und eingerichtet habe, daß ich allen Anforderungen verehrlicher Badegäste bestens entsprechen zu können im Stande bin, so zeige ich dieses unter dem Beifügen an, daß ich für gute Speisen und Getränke, so wie für gute Bedienung die möglichste Sorge tragen werde. Es wird jeden Mittag tadle d’höte und Abend nach der Karte in einem großen geräumigen Saale meines Hauses gespeist. Auch bin ich erbötig Logis-Bestellungen zu übernehmen und auf's Beste zu besorgen. David Hartmanu, . israel. Speisewirth in Bad-Kisskngen. Dringende Bitte und schuldiger Dank! Unser Aufruf vom März 6., zur Unterstützung jüdischer, armer Badegäste hier, hat sich leider bis jetzt nicht des Erfolges zu erfreuen gehabt, der einem so wohltiggen Unternehmen, zu wünschen war. Die eingegangenen Beiträge, merkwürdiger Weise meist von kleinen Gemeinden, reichen lange nicht hin, die Armen nur mit dem Nötigsten zu versehen. Nochmals wenden wir uns an die löblichen Vorstände jüdischer Gemeinden, sowie an alle wohlthätige Glaubensgenossen mit der dringenden Bitte: unsere Badearmenkasse mit ihren milden Beiträgen zu unterstützen, und solche baldmöglichst an uns senden zu wollen. Den löblichen Gemeinden aber, die uns ihre milden Beiträge eingesandt, den Herrn Gebrüder Epstein in Warschau, von denen 50 Thlr. zur Errichtung eines Hospitals, und 5 Thlr als jährlicher Beitrag eingegangen, sowie dem edeln Hern: Anonymus unterzeichnet üw ib 'pNiö 'püpSi in Danzig, der uns 7 Thlr. zugesandt, sagen wir im Namen der Armen'den verbindlichsten Dank; zu seiner Zeit werden wir Rechnung ablegen, und die Beitragenden mit der Summa des Beitrages veröffentlichen. Warmbrunn den 10. Juni 1845. Die Verwaltung der jüdischen Badearmenkasse. H. Schneller. W. Frankel. Erklärung. Auf mehrfach an mich ergangene Anfragen erkläre ich hiermit, daß ich Rabbinerversammlungen an sich für sehr zweckmäßig halte. Jedoch kann ich mich mit der Richtung, die die vorjährige Rabbinerversammlung zu Braunschweig genommen hat, noch heute nicht befreunden, und^ verhindert dieser Umstand mein Erscheinen bei der im laufenden Juli zu Frankfurt a. M. stattfi'ndenden Rabbinerversammlung, da ich befürchten muß, isolirt zu bleibin und meine Gegenwart also ganz fruchtlos wäre. Würde dieses Jahr von der Versammlung eine auf gemäßigtere Prinzipien bastrte Richtung eingeschlagen werden, so läge hierin das geeignetste Mittel allgemeines Vertrauen, dessen man doch in solcher Angelegenheit zumeist bedarf, zu erwerben und ein Zusammenwirken.vieler Rabbiner zu Stande bringen, die, darf ich nach mir urtheilen, sich gern im laufenden Jahre bei der Versammlung einsinden werden.. Sollte mir übrigens zuverlässige Nachricht zukommen, daß die gemäßigte Richtung durch eine Anzahl von Rabbinern und Predigern in der Rabbinerversammlung zu Frankfurt a. M. ihre Vertretung finden wird, so erkläre ich meine Bereitwilligkeit, schon bei der diesjährigen Rabbinerversammlung zu erscheinen. Dresden, 10. Juni 1845. vr. Z. Frankel. Bemerkungen. Eine ausführliche Beurtheilung der Vorlesungen des vr. Stern wird in den nächsten Nummern gegeben werden. Herr 2. 8. kann unfrankirt per Post schreiben. So oft wir es auch bemerkt haben, treffen noch immer anonyme Briefe ein, die wir unberücksichtigt bei Seite legen. Von Hamburg sind seit Jahren wiederholt unfrankirt anonyme Schmähbriefe in sehr schlechtem Deutsch von einer altfränkischen Hand eingetroffen. Die ersten nahmen wir an. Seitdem haben wir uns die Handschrift gemerkt, und nehmen den Brief jedesmal nicht an. Der Briefsteller, an den natürlich die Post den Brief nicht zurückbestellen kann, kann seine Mühe sparen, indem er nur — die Post betrügt. So in voriger Woche. , Wir werden auch in diesem Jahre ausführliche Berichte über die Rabbinerversammlung geben. Die Ne-aktion. Druck von I. B. Hirfchfeld. Mit einer literarischen Beilage von Leopold Boß in Leipzig.