Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 23 (2.6.1845)
- Date
- 1845-06-02
- Page
- Seite 352 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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352 Anzeige. In Folge mehrfacher Anfragen sehen wir uns zu der Anzeige veranlaßt, daß die hiesige Rabbinerstelle nicht vakant ist. — Der Vorstand der israel. Gemeinde zu Stettin. Lewy. Bekanntmachung. Wir zeigen von Neuem an, daß wir Briefe die uns unfranki-rt mit Annoncen für den Anzeiger der Allgemeinen Zeitung des Zudeut Hirnis zukommen, wie bisher uneröffnet znruckweisen werden. Solche Anzeigen aber, deren ohngefährer Betrag nicht beigefügt ist, oder für deren Bezahlung eine auswärtige Buchhandlung oder ein hiesiges Handelshaus nicht garantiren, legen wir unberücksichtigt bei Seite. Leipzig, im Zuni 1845. Baumgartners Buchhandlung. Erklärung. Es vergeht kein Posttag, wo nicht, auch aus den bewährtesten Federn die schärfsten Erklärungen gegen den Hessischen „Israel, des 19ten Jahrh." bei uns eintreffen. Wir geben sie nicht. Denn wozu die Polemik in's Endlose vergrößern, die schon so viele Kräfte und so vielen Raum absorbirt. Freunde zeigen uns nun an, daß in No. 18 dieses Blattes abermals eine Jnvektive gegen uns enthalten ist, und zwar vom Prediger vr. Frankfurther in Hamburg ausgehend, — weil wir die Protokolle der braunschw. Rabbinerversammlung nicht für richtig und vollständig erkennen — eine Jnvektive, die voll Schmutzes ist, auf der untersten Stufe der Polemik gehalten. Wir haben sie nicht gelesen — auf Ehrenwort! Wir wollen sie auch nicht lesen. Um so weniger wollen wir sie beantworten. Wate, wem es beliebt, in den „Pfützen" des genannten Blattes, wie jüngst ein Autor sich ausgedrückt hat. Wir hätten noch dazu die Antwort so leicht, denn wir brauchten nur die früheren Schreiben des Vr. Frankfurther an uns dem Publikum zu übergeben — namentlich wenn er uns eine Predigt zur Rezensirung übersandte oder dgl. — um das Urtheil über Kriecherei und Unehrenhaftigkeit festzuftellen. Mögen unsre Feinde sagen, was sie wollen, so lange das Wohlwollen und die Liebe des Publikums uns auf unserm dornigen Pfade begleitet: werden wir weder den Muth, noch die Kraft verlieren' Dieses Wohlwollen zeigt sich uns thatkräftig. So eben haben wir, um nur noch einige Exemplare des, schon elf Jahre' alten „Israel. Predigt- und Schul-Magazins" zu kompletiren und damit den immerfort noch eintreffenden Forderungen zu genügen, einige Bogen des ersten Bandes Nachdrucken lassen. Binnen Kurzem wird eine zweite Auflage unsres „Saron" erscheinen. So eben ist der zweite Band unsres Silo ah fertig geworden. Die Abonnentenzahl der Allg. Zeit, des Judenthums hat sich in diesem Jahre noch vermehrt, und die Theilnahme an unserm Bibelwerke erhalt sich immerfort. Diese Thatsachen stimmen uns zum innigsten Danke. Diese Thatsachen zeigen uns, daß das Publikum unsre reine Gesinnung, unser unermüdliches Streben, unsre unentkraftete Anstrengung, zu würdigen weiß. Diese Thatsachen — trösten uns auch hinlänglich! , Magdeburg, 26. Mai 1845. Der Nedakteur. Bemerkungen. Herrn Br. in Bin. die Bemerkung, daß seine Zusendungen auch unfrankirt uns angenehm sind. Herrn 6. W. in A., daß wir zwar feine beiden Einsendungen nicht aufnehmen konnten, aber doch um Fortsetzung bitten. Berichtigung: In der Beilage zu No.21 S. 1 Sp. 1 Z. 23 ist „einer Korr." statt „meiner" zu lesen. Drtzck von I. B. Hirschfeld.