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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-04-21 · Heft 17 (21.4.1845) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 17 (21.4.1845)
Date
1845-04-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. LV. IX. Jahrgang. Al lg S M 01110 unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von L-r. Ludwig Phrlippson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 21. April 1845. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal« Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 z. Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Ieitungsexpeditionen-nehmen Bestellungen an; der-hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs, wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel r Der Sieg. Zeitungsnachrichten r Preußen: Berlin, Berlin. Frankreich: Paris, Paris. Großbritannien: London. Deutschland: Braunschweig, Nandegg, aus . Unterfranken, von der Saale. Leitende Artikel. Magdeburg, 13. April. Der Sieg. Nachdem wir in vor. Nummer das günstige Resultat der Verhandlungen des schlesischen Landtags über unsre Angelegenheit kurz mitgetheilt haben, folgen hier die Verhandlungen, so wie sie die Allg. Preuß. Zeit, giebt. Kresla», 27. Mär;. 34ste Plenarsitzung. Nach der Vorlesung und Genehmigung mehrerer Adressen wurde in Gemäßheit der Tagesordnung zum Vorträge des Referats des Zentralausschuffes über die Petition des Obervorsteherkollegiums hiesiger israelitischer Gemeinde, des Inhalts, geschritten: Allerhöchsten Orts zu bitten, daß nicht nur die im Edikte vom 11. März 1812 Leu jüdischen Bewohnern der alten Provinzen zuertheilten, und durch die deutsche Bundesakte gewährleisteten Reckte vollkommen wieder hergestellt, sondern auch im Allgemeinen den Juden der preußischen Monarchie vollkommene bürgerliche Gleichstellung mit den christlichen Unterthanen huldvollst zugestanden werde. In dem referirenden Ausschuß hatte sich die Majorität von neun Mitgliedern für, und die Minorität von zwei Mitgliedern im Allgemeinen gegen den Antrag erhoben. Nach dem Vortrage deS sehr gründlichen auSgearbeiteten Referats erhob sich eine anhaltende Debatte. Für die Petition wurde zunächst hervorgehobe»,. daß diejenigen Juden, welche bisher Aemter bekleidet hätten, diesen sehr würdig vorgestanden. Andere Staaten sind uns in der Emanzipation vorangeschritten, wie namentlich England, wo ein Israelit die Stelle des ersten Sheriffs von London bekleide; Frankreich, welches unter seinen Advokaten, Militärs und Deputaten Juden zähle; Holland, wo dieselben in allen Verwaltungszweigen Anstellung finden. Durch die thcokratischen. Grundsätze d.er Juden werde hinreichende Sicherheitfür das , Staatsleben gewährt. Der Einbringer der Petition sprach.sich dahin aus, daß auch er für vollständige. Emanzipation.der. Juden sei, deren Gewährung aber wegen unseres Hörigkeitsgesetzes und der Nähe von Polen, Schwierigkeiten enthalte, indem letztere viele Einwanderungell veranlassen würde. Die heiligen Bücher der Juden enthalten viele Grundsätze, in Folge deren sich diese als. ein bevorzugtes Volk, und andere Menschen als untergeordneter denn sie selbst betrachten. Vollständige Emanzipation werde. erst dann eintrcten können, wenn Ehebüudnisse zwischen ^Christen und Juden geschlossen werden können, und somit

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