Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 15 (7.4.1845)
- Date
- 1845-04-07
- Page
- Seite 215 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3225389-3225405--06801-3236652- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
215 Leitet auf der Forschung Stegen, Wallt ec doch nur auf des Jrrchums Wegen. Darum hege, Pflege Für und für Jenes Altars Feuer, Jenes Altars Opfer! Brenne, brenne, Flamme, Lösche nimmer! Tag und Nacht, Halte Wacht, Israel, Immerdar Am Altar Deines Gottes! XLV. Schemini. 3 Mos. 10, 2. 3. Da ging Feuer aus vom Ewigen her, und verzehrte Nadab und Abihu, daß sie starben vor dem Ewigen. Da sprach Moscheh zu Ahron: Das ist, was der Ewige geredet, indem er sprach: An denen, die mir nahen, werde ich geheiligt, und vor dem Angesichte des ganzen Volkes verherrlicht werden. Und Ahron schwieg. Weil trotz redlichen Strebens, Weil trotz eifrigens Mühens Fernab vom'Ziel Du Dich siehst: Klagst Du von Gott Dich verlassen, Von der Liebe, die ewig blüht? Weil den Lorbeer des Ruhmes, Weil den Kranz des Verdienstes Neidisch das Volk Dir versagt: Wähnst Du von Gott Dich verlassen. Von der Liebe, die ewig blüht? Weil Verfolgung Dir lohnet, Schmach für opfernde Mühen, Für die Verherrlichung Druck: Glaubst Du von Gott Dich verlassen. Von der Liebe, die ewig blüht? Weil die Sorge Dich ängstet, Noch Dich peinigt, Entbehrung, Mangel das Haus Dir bewohnt: Meinst Du von Gott Dich verlassen. Von der Liebe, die ewig blüht? Weil viel' Lieben Dir sanken Zsus des Bufens Umarmung Tief in die dunkele Gruft: Fühlst Du von Gott Dich verlassen. Von der Liebe, die ewig blüht? Weil in nächtlicher Stunde Schwer aufseufzet im Siechthum Dir der zerbrochene Leib: Sprichst Du von Gott Dich verlassen, Von der Liebe, die ewig blüht?- Nimmer! Sieh'! die Er liebet, der Herr, Züchtigt die gnädige Hand, Daß sie verlernen den Segen der Erde, Und erküren für immer das ewige Heil — Darob schweige! Es schweige die Klage. Sieh'! die Ihm nahen, dem Herrn, Nah'n mit des Herzens Erguß, Ihm mit der lauteren Strömung des Geistes: Durch sie wird Er geheiligt im Leid und im Streit— Darob schweige! Es schweige die Klage. Sterbliche sehen den Kampf, Wie sie, dem Vater getreu. Nimmer im Ringen erliegen und — siegen: Durch sie wird Er verherrlicht vor'm Menschenvolk— Darob schweige! Es schweige die Klage. Zündet der Blitz, Fährt er hernieder, „ Zehrt er die Söhne des Staubes dahin — Von dem Vater kommet die Flamme, Zehret den Staub und. läutert den Geist: Geheiliget wird Er, verherrlicht Vor dem Angesichte des Menschenvolks! Zeitungsnachrichten. Großbritannien. London, 18. Marz. Im Unter Hause ist die von Sir Robert Peel beantragte Bill zur Entfer-