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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-10-23 · Heft 43 (23.10.1843) · p. Seite 641

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 43 (23.10.1843)
Date
1843-10-23
Page
Seite 641 (sequence 5)
Language
German
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641 Lheils aus dem bisher Durchgesprochenen, theils von selbst ergiebt sich nun: 1) daß oirin kein wirklicher r'Vi may ist, sondern nur eine von den Rabbinen in einem bestimmten Falle (nicht umsonst.sagt der Ran a. a.O. SDti ümwV pim *nö*) dazu erhobene Satzung; wie wäre auch halb nibVin D^ainn* §u' verstehen, wenn es dem Talmud damit Ernst gewesen wäre, tpfeinn tib1’« für isV zu erklären! 2) Daß der Riba wenigstens sogar einen wirklichen NM1 isV durch eineu umstößlich erklärt haben muß: um wie viel eher wird ein so künstlicher es sein. 3) DaF, nachdem ein m?:>n nw? einen irufch isV Vdd trno la^sro unbestritten verdrängt (vergl. . 52b 'Din a. a. O.), der an sich willkürliche Unterschied zwischen VDD niA und Vdd nixr ms unmöglich so groß sein kann, um nicht durch den Unterschied zwischen einem wirklichen inV NW2,1 und einer erst von den Rabbinen zu irr? nrrni erhobenen Satzung zu kompensiren. 4) Aus Maimonides ließ sich schließen, daß die vielbesprochene Hauptstelle n'n 32, b gar nicht aus unsere Zeit bezüglich ist; jedenfalls aber nahm er sie nicht in seinen Kodex auf. 5) Die oben mitgetheilte Stelle aus dem Reschal erlaubt, wegen einer kleineren Mizwa einen ge- .nau eben so viel besagenden mbti aufzuheben. 6) Die Stelle aus Erubim 91, n zeigt, daß man, um einen Theil nur unseres Gottesdienstes, nämlich das Vorlesen aus der Lora, möglich zu machen, einen mw niDxr aufhob, der mehr ist als pjainn nibizi, weil n*niöh ipv biblisch, pjainn aber vielleicht pbnn ist. 7) Finden wir in Gittin 8, b, daß man, um in Syrien ein Feld zu erstehen, am Sabbat durfte den Kaufbrief aufnehmen lassen; die dthdib sind entweder gleich oder, wie unter 6) gesagt' ist, der pwifin mm» ist noch kleiner als niDw mrnb, und kein Unbefangener wird mniD bium höher anschlagen als den Gottesdienst in Deutfchland. Durch vorstehende Gründe bewogen, glaube ich selbst innerhalb derjenigen Sphäre, in welcher-diese Debatte bisher geführt wurde, noch vollkommen bei meiner Ansicht bleiben zu dürfen. Allein ich gestehe unverhohlen, daß bei Eröffnung derselben meine Erwartung nicht war, Diejenigen, welche in sie eingehen würden, bis auf Einen so ganz und gar ln dieser-Sphäre eingeengt zu finden. Den talmudischen Standpunkt dachte und" denke ich nicht zu verlassen, aber es giebt zwei talmudische Standpunkte; der eine ist der bekannte alte, den ich nicht zu beschreiben brauche, und der in den mir zugegangenen Antworten, vielleicht auch in meinen obigen Entgegnungen zu Lage liegt; der andere ist der, welcher zwar die gesammte rabbinische Literatur für ein hochehrwürdiges Vermächtniß unserer frommen Vorfahren erklärt und zu bewahren beflissen ist, aber auch andererseits unsere Zeit, ihre Bedürfnisse und die Wissenschaften, welche uns jetzt zugänglich sind, nicht ignorirt. Den letzteren talmudischen Standpunkt erkläre ich für den meinigen; wer ihm angehören will, darf, dünkt mich, so bald ein dringendes Bedürfniß sich herausstellt, nicht bloß die späteren Autoritäten zur Abhilfe dieses Bedürfnisses ausgleichen, wie es von mir versucht wurde, sondern auch höher hinauf steigen, so sagt Ediot Mischna 5: “pmbTD j-jdVi ns d"d sw» üst) di pDinnn pb mmfi ■'‘im 'di ‘iVpaia tV3> ‘pD'n -nrnn/ und wenn, wie ich recht gut voraussehe, diese Stelle vornehm gegen mich gekehrt werden sollte, so verweise ich auf die dortige Losefta: pbinbii pb *»w mbiin sV imV? iD73D*ii wian -,nV «?aiö aVs. Wo. giebt es. aber ein dringenderes Bedürfniß, als'Hunderten, wenn ich den Blick erweitere, Tausenden, die niemals einem Gottesdienste beiwohnen könnten, diesen zu verschaffen? zumal in unserer Zeit, wo, wir mögen es uns eingestehen oder nicht, das Judenthum -zusehends seinem Untergange entgegeneilt, wenn nicht von Seiten der Rabbinen Abhilfe, und ich muß bekennen, viel durchgreifendere Abhilfe erfolgt! Solche pbimaii pb mm iw würden in der vorliegenden Sache die Meinung des «bi sein, in. 'di ■Wp'12 «Vi rh Dw 'Din tm runa b'V Hb nbi»)i bp i'Hia y«i n'Vi bfi mV mV «b-nü imas ipD?2 b'V 'n iiL^DD «Vn «biV q« mupiaV mtn ri'Vi rf'iö mV mV «du 'Din, sogar die übrigen Lalmudisten (außer R. Aschi) scheinen diese Meinung getheilt zu haben, -si-,s «Vi?2 'd'in mmnb HH öta 'om p» b'V t'ta rnnDL D'brt; vergl. auch 1"»Vd> pmb3>:D p« m'H £10 -isiÄ tfr'TY1

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