Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 36 (4.9.1843)
- Date
- 1843-09-04
- Page
- Seite 542 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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54 2 Winke, die gewiß -Mt unbeachtet bleiben werden, .um so mehr, da wir allerdings einen der gediegensten und eifervollsten Männer an unsrer Spitze als Seelsorger zu haben, mit Liebe uns rühmen. Frankreich. Paris, im August. (Arch. isr. de Fr.) Das Konsistorium von Paris hat bestimmt, daß bei dem Akt der Beschneidung die N2->Ln von jetzt an nicht mehr statt finden soll. Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshanblung. Anzeige. Oeffmtlicher Dank resp. Einladung. Als vor kaum vollendeten zwei Jahren (am 21. September 1841) nach dem Willen des Allgerechten, eine schreckliche Feuersbrunst unsere Synagoge und die dazu gehörigen Korporationsgebaude in einen Aschenhaufen verwandelte, beweinten wir um so mehr den Verlust derselben: als unsere schwache pekuniäre Mittel uns keine Aussichten darboten, je wieder ein Gotteshaus errichten zu können, in welchem die Gemeinde in wahrer Andacht zur Gottesverehrung sich versammeln könne; allein, „der Herr betrübt, aber er erfreuet auch wieder." Mittelst Allerhöchster Kabinetsordre vom 16. Januar 1842 haben Se. Majestät unser vielgeliebter, hochherziger König eine allgemeine Kollekte bei den 'jüdischen Bewohnern des ganzen Preußischen Staates, anzubefehlen geruht. Die Ausführung dieses Allerhöchsten Befehles, wurde von Seiten der Höchsten und Hohen Behörden, vorzugsweise aber von der diesseitigen Königlichen Regierung zu Posen dermaßen unterstützt, daß unsere israelitische Mitbrüder, selbst aus den entlegenen Provinzen, ihren Hang zum Wohlthun Und zur Förderung religiöser Zwecke, auch bei uns auf die entsprechendste Weise bethatigt haben, wodurch wir in den Stand gesetzt worden sind, den Bau unseres Gotteshauses, dessen Augenblick schon, unser Herz von heiliger Ehrfurcht erfüllt, aus seiner Asche zu errichten. Indem wir uns erlauben: einem Jedem dem die Ausübung einer ächt religiösen tief ergreifenden Andacht, einen herzerhebenden Genuß: und das Fortschreiten religiöser Bildung in Israel, eine wonnevolle Freude gewahrt,' hierdurch zu der Einweihungsfeier dieser unserer neu erbauten Synagoge, welche auf den 7. September d. Z., Morgens 9-Uhr festgesetzt ist, hierdurch ganz ergebenst einzuladen, erfüllen wir gleichzeitig die freundlichste Pflicht, im Namen der ganzen Korporation, unfern herzlichsten und innigsten Dank, für die uns gewordenen mitunter reichlichen Gaben ergebenst öffentlich auszusprechen. Möge derjenige welcher alles Gute lohnt, jeden Geber reichlich segnen und vor jedem Ungemach schützen. Schließlich beehren wir uns noch: der Königlichen Hochlöblichen Regierung zu> Posen, welche auf eine eben so mühevolle als humane Weise der Kontrollführung der Einnahmen, als auch der Förderung der Allerhöchst angeordneten Kollekte sich unterzogen, so wie sammtlichen Königlichen Hohen Regierungen, Landraths-Aemtern, Magistraten und Gemeinde-Vorstanden, welche bei der Kollektirung direkt oder indirekt' mitgewirkt haben, unfern tiefgefühltesten, Ehrerbietung bezeigenden Dank abzustatten. Unruhstadt (Karge), den 21. August 1843. Der Korporations - Vorstand D. Boas. Markus Cohn. Leo Löwenthal. Durch alle Buchhandlungen ist von uns zu beziehen: Rabbinifche Gutachten über die Verträglichkeit der freien Forschungen mit dem Rabbiner-Amte. 2 Abtheilniigen. Netto 1 Thlr. Diese Gutachten von siebzehn Rabbinern aus verschiedenen Gegenden Deutschlands, von Männern, welche durch ihre amtliche Stellung, wie durch ihre literarische Wirksamkeit einen bedeutenden Namen haben, sind in der wichtigen Zeitfrage, bei der regen Bewegung im Judenthume, so entscheidend, daß die Aufmerksamkeit des Publikums nicht genug auf sie gelenkt werden kann. F. E. C. Leuokart in Breslau. Anzeige. *»*Eine sehr achtbare israelitische Wittwe wünscht einige Knaben und Mädchen in Pension^ zu nehmen, wobei Letztere, außer Kost, Wohnung und Wäsche, auch eine moralische Bildung genießen. Näheres erlheilt auf frankirte Anfragen Anton Meyer's Agentur-Bureau in Dresden.