Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1843)
- Date
- 1843-08-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3225281-3225315--05421-3236074- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
vii. Jahrgang. Allgemeine No. 33. ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von »r. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung , Rab biner zu Magdeburg. / zu Leipzig. (Mtt König!. Sächsischer aMMädigster Concession.) Leipzig, den <14: ÄUgüst 1843. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal,' Montags, und wird jährlich-98 Bogen in Quart incl. des Aitels, Registers u. f. w. umfaffen. In Gemäßheit, des Zweckes derselben. die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist.der Preis äußerst niedrige mit 3 Ahlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 224 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Ieitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere .hat sich die König!. Sächf. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. a l 1. Leitenden Artikel r^ lÄWrüng des' vr. G. Rieß er und Kritik derselben. Zeitungsnachrichten r)D e ü ts'chlau d: Hamburg. P r e u- . ßen: Magdeburg /..Berlin, Düsseldorf. Leitend et Artikel. Magdeburg, den 7. August. _ Erklärnng des Herrn Dr. G. RießeH: , in Sachen des sogenannten Frankfurter Bereits und Kritik dieser Erklärung. ' Der Herr vr. G. Rreßer sendet uns folgende Erklärung zu, die wir wörtlich treu nach seinem Wunsche abdrucken lassen, aber nicht umhin können mit einer Beleuchtung zu versehen. Grklärung. Seit mehreren Wochen ist. mein Racke vielfach in öffentlichen Blättern in Beziehung auf eine neue mosaische Sekte genannt worden, die sich in Frankfurt am Main gebildet haben, soll. Da diese Nennung meines Namens in Artikeln, deren Quelle ich nicht kenne, numotivirt und unschicklich ist, so sehe ich mich, genöthigt, gegen dieses Treiben Einspruch zu* thun. Die Heerstraße der Oeffentlichkeit -ist.' weit und. zugänglich; genug . und ich habe mich nie gescheut, sie zu betreten, wenn ich dadurch einer guten Sache bienen zu können geglaubt habe. Aber ich liebe es. nicht, meinen Namen im Schweif zum Theil sehr alberner Korrespoudenzartikel vor das Publikum geschleift zu sehen, und bedaure es herzlich, , daß eine windige Geschwätzigkeit mich in eine schiefe Stellung, l>Le schwer zurecht zu rücken sein wird, zu einer Sache gebracht.hat, in der ich die zu Grunde liegende Gesinnung aufrichtighochschätze, Hätte ich zu dieser Sache auf eine Weise mitgewirkt, die zur öffentlichen Nennung meines Namens berechtigte, so würde ich mich vor aneu Dingen ' auch selbst in eignem Namen öffentlich darüber ausge- ^rochen und nicht abgewartet haben, daß dieser und jener Schwätzer der Welt in allerlei Versionen eine Geschichte von. mir zum Besten gebe. Ob jene Berechtigung im vorliegenden. Fall vorhanden war, möge man nach dem folgenden Abriß der Thatsachen beurtheileu. Im November v. J. theilte mir Herr. vr. Stern mit, daß zwischen ihm und anderen von mir hochgeschätzten Männern Besprechungen und Beschlußngbmeü Ln Beziehung auf eine öffentliche Erklärnng über ihr Verhältniß zum Judenthum stattgefunden hätten und daß.man schon auf dem Wege sei, sich über eine Fassung jener Erklärung zu verständigen. ... Da Herr vr. Stern mich zugleich um die Aeußerung meiner Meinung über das Beginnen ersuchte, so-antwortete ich demselben ausführlich, indem ich mich mit dem zu.Grunde liegenden Streben in einigen Punkten, einverstanden, in anderen abweichender Meinung erklärte, zugleich aber derjenigen Fassung, welche durch eine. Mehrheit beschlossen war, auf's nachdrücklichste