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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-07-24 · Heft 30 (24.7.1843) · p. Seite 451

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 30 (24.7.1843)
Date
1843-07-24
Page
Seite 451 (sequence 15)
Language
German
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451 oder die religiöse Philosophie 'der Hebräer. Ich kann sagen, daß die Zeit günstig ist für die Philosophie: in .der letzten Sitzung legte ich Ihnen, meine Herren, die große Arbeit des Herrn Saiffet über Spinoza vor, das heißt, eine vollständige Auseinandersetzung, eine tiefe Kritik der Lehre dieses Philosophen und die erste französische Uebersetzung seiner Werke; heute ^bringe ich Ihnen ein Buch, welches nicht mindere Wichtigkeit hat, und das sich noch durch einen höhern Grad von Originalität auszeichntt: es ist eine ganz neue Arbeit. Es existict in Europa kein. Buch, welches würdig wäre über die Kabbala eine Autorität zu sein, und in Frankreich hat man bis jetzt -Nichts geschrieben über diese mysteriöse Philosophie. Einer der ersten Geschichtsschreiber der Philosophie, Tennemann, war, aus Mangel an Kenntniß der hebräischen und syrischen Sprachen, genöthigt, mit wenig treuen Fingerzeigen sich zu begnügen. Herr Franck, der Israelit ist, und dem jene beiden Sprachen sehr vertraut sind, hat das metaphysische System, mit dem Namen Kabbala bezeichnet, in feinen Quellen studiren können. Begabt mit einem eminent kritischen Geiste, einer großen Intelligenz kn den philosophischen Materien, vermochte er die Authentizität der Seiten, die er entzifferte, zu diskutkren, den Ursprung der Meinungen, die .er verdolmetschte, nachzusuchen und ihren philosophischen -Werth festzustellen. Schon hatte die Akademie zwei Memoiren Franck's über diesen Gegenstand angehört: das erste war eine Untersuchung über die Authentizität des Sohac und des '0; das zweite war eine Darlegung der in diesen beiden alten Schriften enthaltenen Doktrin. Diesen beiden Abhandlungen, deren Interesse und Verdienst die Akademie bereits gewürdigt, hat Herr Franck eine dritte über den Ursprung und 'den Einfluß der Kabbala hinzugefügt, .und indem er an die Spitze -aller -drei eine schöne und gelehrte Einleitung gestellt, hat er so ein Werk zusammengesetzt, das eines der schönsten und wichtigsten ist, bas unsre Zeit hevvorgebracht. Es ist eine Ehre für unsre Akademie, diese Arbeit unterstützt, für die Universität, sie hervorgebracht zu haben. Herr Franck ist einer der ausgezeichnetsten Professoren der Philosophie an der Akademie von Parks. Da sie ihm vor einigen Jahren einen unsrer ersten Lehrstühle der Philosophie anvertraute, hat die Universität ^gezeigt,-.wie sehr sie die.philosophische Freiheit beschützt und begünstigt. Das Buch des Herrn Fr. ist überdieß voll jener Weisheit, die der Geist d^r an der Universität gelehrten Philosophie ist. Für mich, ich danke Herrn Fr. für den Dienst, den er der Geschichte der Philosophie geleistet." ( Wir werden recht bald im Stande sein, Ausführführliches aus diesem Werke mitzutheilen. Red. d. A. Z. d. Iud.) Anzeiger» In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1* .(1 3®*.*) Gebühren für die gespaltene Jeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. -Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandluarg. Bei uns ist erschienen und in allen Buchhandlungen 'zu haben: Em. Hecht, über Sabbath- und Feiertagsschulerr und deren -Eiurichtu.ttg. -gr. 8„ — 772 Sgr. Oder — 27 Kr. Vorstehendes Werkchen bespricht einen Gegenstand, der weder von christlichen noch jüdischen Schriftstellern behandelt sein dürfte. Es ist aber van solcher Wichtigkeit, daß ihm wohl einige Aufmerksamkeit zugewendet werden dürste. Früher erschien von demselben Verfasser: HaudbüchleLu für hebräische Leseschüler uiib bi bl. Geschichte für Kinder vou 6 bis 9 Jahren. Fulda im Juli 1843. G. OWMeMche WrWhandlung. Unterzeichnete Gemeinde sucht zu Michaelis d. I. einen Lehrer, Vorsänger und Schächter,- welcher'sich der Approbation des Herrn vr. Holdheim .unterwerfen muß; auch wünscht sie, baß felbiger >auch der englischen und französischen Sprache mächtig -ist. Sie giebt nebst freier Station ein Fixum von 200 Thlr. Pr. Crt., und liefert die einen jährlichen Ertrag von ca. 50 Thlr. Pr. Crt. -HieraufReflektl'rende.wenden sich gefälligst persönlich oder durch portofreie B riefe an den Borstaud der iftadü* GetuemdL _ zu Malchow tu Mecktemb.-Schwerin. Die Hiesige Vorsänger-, Religionslehrer- und Schachterstelle ist vakant. Die Bedingungen annehmbar. Gardelegen in der Altmark. A. Hartvitz, Vorsteher.

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