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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-07-10 · Heft 28 (10.7.1843) · p. Seite 418

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 28 (10.7.1843)
Date
1843-07-10
Page
Seite 418 (sequence 14)
Language
German
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418 hältnisse, in die diese Reyue e ngeht, doch wird sie da auch die Angelegenheiten der orientalischen Juden bisweilen berühren, was wir nicht ohne Berücksichtigung lassen werden. Magdeburg, im Juni. sHomiletik.j Das Denk- und Dankfest. Eine zur Erinnerung an Hamburgs großen Brand ff.ff. gehaltene Predigt von vr.G. Salomon. Hamburg. Eine ausgezeichnete Rede, die durch das Markige des Ausdrucks, durch die Trefflichkeit der Wendungen, die Einfachheit des Bau's und die Fülle des religiösen Inhalts ganz besonders hervorsticht. Schon in der Einleitung überrascht uns die Wendung, die der Redner der Schilderung des Elends in Hamburg vor einem Jahre wahrend des Brandes abgewinnt. Er sagt: „Es liegt ein Jahr zwischen jenem und dem heutigen Sabbat, ein volles Jahr!! Es wird wiederum ein Jahr vergehen, und drei und sieben und zehn und zwei- und dreimal zehn Jahre. — Wird die ungeheuere Begebenheit dem Gedachtniß auch dann nicht entschwunden fein? Wer weiß! Nur die Welt-Geschichte hat ein treues Gedachtniß — die Welt nicht! — Es sind Ereignisse vergessen worden, Ereignisse, von denen man behauptet hatte, daß sie Ewigkeiten dem Menschen vorschweben werden. Es war nicht also. — Sagt, hat Hamburg unmittelbar nach der Erlösung von dem-fremden Joche nicht ebenfalls ein Bild des Jammers und des Elendes dargeboten? Denkt man dessen noch? — Haben Deutschlands Söhne überall, wo die deutsche Zunge redet, überall das Gedächtniß aufbewahrt für die Schmach und die Knechtschaft, die sie von dem übermüthigen Fremdling erdulden mußten? Ich" sage: Nein! und abermals Nein! Ware es sonst gut möglich, daß sie die neben ihnen wohnenden Brüder noch arger schmähen, noch ärger knechten könnten, als sie selbst geschmähet und geknechtet wurden? Würden sie sich sonst das Bild der Sklaverei nicht vergegenwärtigen und lebhaft fühlen, wie weh es thut, nach Willkür behandelt, aus Uebermuth verhöhnt, schuldlos geopfert zu werden? — Sie haben es vergessen, völlig vergessen." — Hieran knüpft er als Text 5 Mos. 4, 9. Der Redner feiert nun den Tag zuerst als Denk tag: Denken sollen wir zuvörderst an unsre Ohnmacht und Kleinheit und uns vor Gott demüthigen; er führt hier insonders den Satz durch: „Mit jedem Jahrzehend, meine Geliebten! steigt die Gefahr, Gott den Herrn dergestalt zu vergessen, daß wir ihm die Ehre entziehen, wie Er Alles und der Mensch Nichts;-wie Er allein der Gebieter und der Mensch das von seinem Willen abhängigste Wesen sei.! Ich behaupte, diese Gefahr steigt, weil wir steigenweil die menschliche Klugheit, weil die menschliche Macht gestiegen." — Denken sollen wir aber auch zweitens an unsre Würde und Größe und uns vom Staube zu Gott erheb en. — Dann sei aber auch dieser Tag ein Danktag, wo der Redner zuletzt auch dafür dankt, was Gutes auf den Brand für die bürgerlichen Verhältnisse der Israeliten in Hamburg erfolgte. — Predigt, gehalten zur Einweihung der Synagoge in Rüdesheim am 1. April 1843 von B. Höchstatter, israel. Pred. und Religionslehrer zu Wiesbaden. Guter Vortrag über Frömmigkeit, Bescheidenheit und Einigkeit. — Tttn A discourse delivered in the spanish & portugiiese Jews’ Synagogue, in Bevis Marks, on the day of the Funeral of H. R. H. Prince AugustusFrederik Duke of Sussex by Dr. L. Loewe. London. — Wir sind erfreut, in Besitz dieser schönen Trauerrede am Begrabnrßtage des hochherzigen, um die Israeliten so sehr verdienten Herzogs von Sussex gesetzt zu sein. Es weht ein trefflicher Geist in derselben, und die Kraft geistlicher Beredtsamkeit, die in der englischen Homiletik selten ist, ist darüber ausgegossen. In der Einleitung stellt der Redner die Seelenzustande des Menschen im Glück und Unglück gegenüber, und wie er dort der Religion entbehren zu können glaubt, hier aber desto inniger wieder zu ihr zurückkehrt. Er erklärt hierauf mit Scharfsinn die Bedeutung des 'i:n “pinn tPiüip (aus der laufenden Sidra,) und kommt dann mit angemessnem Uebergang zu dem Trauerfalle, dem Lobe des Verewigten, der Tröstung über den großen Verlust. — Die Durchlesung der Rede konnte uns nur den Wunsch aufdrangen, daß der Verf. bald zu einem dauernden Wirkungskreise für sein Lehrtalent gelange. — Magdeburg, im Juni. sAeltere Literatur.^ ‘irr’ ns«) “iss. Beleuchtung dunkler Bibelstellen, insbesondere zur Vertheidkgung R. Saadia's gegen R. Adonim Levkta, genannt Dunasch den Librat, von R. Abraham Jbn-Esra. Kritisch bearbeitet und mit einem Kommentar nebst Einleitung versehen von Dr. G. H. Lippmann. Mit einem Vorwort von Dr. I. M. Jost. Franks, a. M. 1843. — Es ist in diesen Blattern, schon öfters auf das besondere Gebiet, welches sich der Herr

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