Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 18 (6.5.1843)
- Date
- 1843-05-06
- Page
- Seite 270 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3225281-3225300--05192-3235830- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
270 ßer der Synagoge seien, für aufgelöst, und-eine Berufung an die allerhöchste Stelle um Aufhebung dieser Entschließung war ohne Erfolg. — Da nun unsre Nabbinen in der Synagoge Niemanden lehren lasten, und nur die wenigsten Gemeinden Rabbiner haben, da sie selbst am Nabbinatssitz nur selten und in den Filialsynagogen noch seltner (die meisten nur im Jahr einmal/ predigen, so ist durch Auflösung der Ehebrothdieser vierjährigen , Träger der Religion, der religiösen Bildung besonders auf dem Lande, eine wichtige Stütze genommen. Bemerkenswert) ist, daß die würtemberg'sche. israel. Oberkirchenbehörde, selbst bei statthabender Predigt an jeden Sabbat und in jeder Synagoge, diese Schiurim oder Lektionen aufrecht erhielt und in ihnen ein einflußreiches religiöses Bildungsmittel anerkannte. — Bei unfern dermalen versammelten Standen hat Herr Rabbiner Rosenfeld zu Bamberg eine Vorstellung um Verbesserung der Rechtsverhältnisse der Israeliten eingereicht. Wohl kamen inzwischen zahlreiche Berichterstattungen über Petitionen um Erhebung von Diftriktsstraßen zu Kreisstraßen, über Strumpffabrikation, über Erhebung einiger Kreuzer Steuer rc. vor: aber die Beschwerde über die traurige Lage von 50,000 Israeliten konnte noch keinen Berichterstatter finden. Verhehlen wir es uns nicht, daß unser politisches Heil, auch bei vorhandnem guten Willen der Kammer, von dieser nicht ausgehen kann, so wollte doch Herr Rosenfeld wahrscheinlich nur dem Vorbeugen, daß unser Schweigen nicht als Zufriedenheit mit unserm Loos gedeutet wird und hierin hat er vollkommen Recht. Nur hätte derselbe nicht unterlassen sollen — wollte er nur einige Wirkung erwarten — einen Abgeordneten zur Aneignung seiner Vorstellung zu vermögen, was ihm gewiß ein Leichtes gewesen wäre. Meine in No. 51 vom v. I. gegebene Nachricht bezüglich des Besuchs des Bamberger Seminars kann ich heute dahin erweitern, daß es laut eines allerh. Reskripts v. 14. März d. I. der allerh. Wille Sr. Majestät'ist, daß dem Schulfache sich widmende Israeliten ausschließlich die Srminarien zu Bamberg, Würzburg und Kaiserslautern besuchen und Religionsunterricht bei den resp. Rabbinern erhalten. Es war allerh. Orts die Frage wegen Errichtung eines eignen Seminars für Israeliten in Anregung gekommen und mehre Lehrer, Rabbiner und Seminar-Inspektionen zur Meinungsäußerung aufgefordert worden. Man war allgemein und mit Recht gegen Errichtung eines eignen Seminars. Obige Entschließung ist das Endärgerniß. — Bezüglich des wieder aufgetauchten Streites über das Schreiben am Sabbat bemerke ich als Mitglied der im 1.1836 berufenen Kreisversammlung, daß selbst die hyperorthodoxe Partei, unter der Aegide des Hrn. Rabbi Wolf Hamburg aus Fürth sich nach dem Grundsatz: 'n 'dbizi für beschränktes Schreiben am Sabbaf aussprach, so daß z. B. der ohne sein Zuthun gewählte Bürgermeister am Sabbat schreiben dürfe. Schreiber dieses wurde aber.auch sschon damals von einem Geistlichen der Stadt, der von guter Hand über die Abstimmung unterrichtet warverwundert gefragt, ob denn nicht auch bei uns Juden der Grundsatz gelte: man muß Gott mehr als Menschen gehorchen? Die Nachricht in No. 47. d. Z. vom v. I. wegen eines angeblichen'Geschenkes an Se. Durchlaucht den Kronprinzen hat sowol wegen ihres wegwerfenden Tons als auch wegen ihrer ungeeigneten Zusammenstellung in vielen Kreisen Indignation erregt, und dem Schreiber dieses, welchen man für den Abfasser hielt, von mehrern Seiten Vorwürfe zugezogen. Ich. lehne daher öffentlich die Autorschaft dieses Artikels ab, und werde für die Folge bei. meinen Mittheilungen meine öfters gebrauchte Chiffer, wie heute, darunter setzen. - Kr. Palästina. pDan fiDotoDtü o™ tid1» rfrnna manna •’Vps ■psian .wMM Dpa nüao ikph tnViss rrnvon mjtttin sniias yiaiöi drb „ür •»‘rn nia^is sind s-tosbi-n ' ■'bfinswi ‘pts omp 101^771—35—.. . . . wninb (-svb