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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-04-29 · Heft 17 (29.4.1843) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 17 (29.4.1843)
Date
1843-04-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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VII. Jahrgang. Allgemeine No. IV. -es Zu-enthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. E Redacteur: ör. Ludwig Philippfon, Rab biner zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concefstön.) Leipzig, den 29. April 1843. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrigr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — I Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22| Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Zeitungsnachrichten: Palästina: Magdeburg. Deutschland: Berlin (Schluß), Dresden, .Hamburg. Preußen: Magdeburg, Berlin, Mühlhausen, Trier. Oesterrei-ch: Warasdin, Lemberg, Ungarn, Rendeg, Raab. Italien: Rom. Niederlande: Haag, Rotterdam. Rußland und Polens Warschau. . Personalnachrichten: Halberstadt. Literar. Nachrichten: Aus Ungarn (Fortsetzung), Straßbürg, Wiesbaden, Wien, Amsterdam, Wien, Leipzig, Magdeburg ^Homiletik). Zeitungsnachrichten. Palästina. Magdeburg, 17. April. (Privatmitth.) Sir Moses Montefiore hat uns eine Berechnung über die zum Aufbau der Synagoge in Jerusalem, der Töfiln anw S ns-nfi; durch R. Ahron Selig gesammelten Gelder zum Abdruck übersandt. Dieselbe ist abgefaßt von R. Abraham Schelomo Salman, Vorsteher der Synagoge •jt’ä .önaü in Jerusalem. Wir können mit dem Abdruck, beschränkten Raumes wegen, nur allmälig sortfahren. Deutschland. Berlin, 5. Aprile (Privatmitth. Schluß.) Erfordern auch die geburtshülflichen Operationen nicht jene manuelle Dexterität und Eleganz des. chirurg. Operateurs, so muß der Akkoucheur doch einerseits durch andere Lugenden, durch Geduld, Ruhe und Besonnenheit, um Naturgänge nicht durch unzeitige Eingriffe zu stören, so wie als Frauenarzt durch ein feineres Gefühl für Anstand und Schicklichkeit, und überhaupt durch ein veredelteres' Mitgefühl und die strengste Moralität, sich auszeichnen; andererseits muß er. aber noch mehr Muth, und Entschlossenheit als der Chirurg in jenen Momenten entwickeln, in welchen er bei seinen nothwendigen operativen Eingriffen bedroht ist, die Kreißende oder das Kind, oder beide zugleich, .dem Lode anheimsallen zu sehen. Oualisiziren sich also die jüdischen Aerzte zu solchen, gefahrvollen blutigen Eingriffen bei zarten Frauen — und dafür bürgt doch die-tägliche Erfahrung überall — warum also nicht zu Operateuren bei kräftigen Soldatenburschen?! --Der bereits verstorbene jüdische Arzt vr. Phöbus in meiner Vaterstadt Märk. Friedland (Vater des berühmten P. Phöbus) war ein ausgezeichneter, 10—15 Meilen weit gesuchter Operateur. Mein verstorb. Lehrer an der .chirurg. Klinik zu Königsberg in Pr., Med. Rath und Prof. vr. Unger (Regimentsarzt während des Freiheitskrieges), war ein Jude. Mein für die Wissenschaft wie für die leidende Menschheit leider zu früh verschiedener Vetter, vr. Ludw. Jacobson an dems. Orte, bekannt durch seine Preisschristen über die Eingeweidebrüche, war sowol als früherer Assistent im dortigen chirurg.

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