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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-02-25 · Heft 8 (25.2.1843) · p. Seite 115

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 8 (25.2.1843)
Date
1843-02-25
Page
Seite 115 (sequence 11)
Language
German
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und Straf-Anstalt weit hie Ueberzahl,: Beihen-Isrgeliten kamen sehr schwere Verbrechen nicht vor; es.wurde kein Israelit zur Zuchthausstrafe verurtheilt,. -ebenso kommen auch verhältnißmäßig wenig Israeliten.. in die Polizeihäuser, wogegen mehr israelitische Gefangene in die Arbeitshäuser .verurtheilt worden/sind,, als es nach Verhältniß der Einwohnerzahl die. Israeliten treffen würde. Seite 478 der gedachten Monatsschrift heißt es: 0 Israelitische Gefangene. ,®ie Zahl der israelitischen Straf-Gefangenen ist überhaupt unbedeutend. In dem Zuchthaus befand sich vom Jahr 1827 bis 1830'nur Ein und von da an kein israelitischer Gefangener; auch" in den 'Polizeihäusern, war am 31. Dezember 1828,.71829 und 1830 keiner. Die höchste Zahl der israelitischen Polizeihaus - Gefangenen war am. 30. Jüm MW 1836 ünd'1838)'3.' Dagegen 'waren die israelitischen Arbeitshaus -Gesängenen zahlreicher; die' niedrigste Zahl war'am Zli Dezember 1830:4, die höchste' am 30. Juni '1836:11, am 31. Dezember .1827 ' wie am. 30. Juni 1839 waren 6 'israelitische / Arbeitshaus- Gefangene zugegen; ihr? Zahl ist daher'wahrend des zwölfjährigen Zeitraums von 1827—1839 unter mehrfältigen Schwankungen 'gleichgeblieben,, (während einerseits bei den Evangelischen in Bezug auf die Arbeitshäuser im gleichen Zeiträume eine Vermehrung eingetreten, und andrerseits bei den Katholiken diese Vermehrung, hinsichtlich des Zuchthauses Statt fand.)' Seite 483 dortselbst heißt es dann weiter: 'Israelitische Gefangene befanden sich am Schluß des Verwaltungsjahres niemals in "der Straf-Anstalt. 'Israelitische Gefangene wurden im Jahre 1854:3 und 'im Jahre 18Zf ': 1 eingeliefert,' in allen übrigen Jahren fand' keine Einlieferung eines israelitischen Gefangenen Statt, so daß überhaupt' nür vier israelitische Gefangene während der Jahre 1828chis48zz U'Ä'f Festungs -Arrest- und Straf-Äsistaft eingeliefert. worden, sind. / " ' - : . zehnjährigem Durchschnitts von. 1h2tz hls H'rymen, wie bereits frühe/ gezeigt worden, auf .100,0 eingelieferte Festüngs-^r/esianten/ und Mcaf-Gefangene 81,3 evangeÜsche/^^.kathhliHe rmd israelitische. Da nuw^nach^zehnjährigem am , Schluffe des: Verchaltungsjahrs . MfW 100,0. -Festungs -Arrestanten ^81,1 evangelische,! 18,9 katholische und. k e in israelitischer in, der Straf? Anstalt, gewesen, sind, so. ergiebt sich hieraus ein im Durchschnitt etwas längerer Aufenthalt für die katholischen als für die evangelischen Gefangenen in der Straf-Anstalt, während der Aufenthalt der israelitischen Gefangenen kürzer gewesen ist,, und in keinem Falle die Dauer eines Jahres erreicht hat. A. Wälder, Bez.-Rabb. Hannover, im Februar. (Privatmitth. *}) Wenn im ehrlichen, offnen Kampfe'auf dem Felde des Geistes, zwei rüstige Streiter sich messen, wenn Sonne und Wind gleich vertheilt und die Waffen schneidend aber blank sind,. so ist das eine Erscheinung , die jedes. Mannes. Brust freudig sich, hehen macht; wenn aber der Gegner statt mit Lanzen, mit Koth beworfen wird, um ihn zu besudeln sind kampfunfähig zu machen, so wird ein Jeder mi/Ekel und Verachtung, von einem solchen Schauspiel sitz abwenden. sind. hie-.'.Ue.berzeugu.ng. hegen, hast der/ welch er .solche Mittel' gebraucht,/ sich selbst ünst mtzt'feinen Gegner geschändet hat. Tiefe Wehmuth muß , aber das Herz jedes für die Ehre seines Glaubens begeisterten Juden erfüllen,, wenn er sieht,- daß grade unter seinen Glaubensgenossen ein solches Verfahren häufig sitz breit macht, und dadurch der stets" bereiten Anklage, wegen 'mangelnden- Ehrgefühls willkommene Nahrung gegeben wird.' Kann denn kein Lehrer, kein Rabbiner gewählt werden, ohne.daß hie Jntriguen, die. sonst doch nur im dunkeln zu schleichen pflegen, sich an's helle Tageslicht wagen? Kann denn Niemand in den Hafeneiner Stelle einlaufen, ohne erst'ein wüthendes Üngewitter von Injurien und gemeinen. Schmähungen. ■ auszühalten? Ein Artikel im Orlent (Nö. 5) über die Londoner Rabbinerwahl,, hat hier' die/gerechteste und tiefste Entrüstung err^gst^'Von London aus hatirt, verräth er freilich'durch die Nqhl'seiner Äushrücke.einen,,sowoh deutscher/Sprache, als. deutscher,, ehrenfester Sitte : fremden Erfasser/ , gieht^ aber dabei Hrohen ' einer : Bekanntschaft mit,, heutstzen. Zuständen,.die, an's .'Ausnahmsweise geben! wir -.diesen. Art., derüber den berührten. Gegenstandjher einzige bleihen -muß...,. - ' ' " Redakt.

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