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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-28 · Heft 4 (28.1.1843) · p. Seite 60

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 4 (28.1.1843)
Date
1843-01-28
Page
Seite 60 (sequence 16)
Language
German
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60 manches für die heutige Zeit Unpassende besprochen wird, hat eine fremde Censur benutzt werden müssen. Für dje Gebildeten aller Confessionen wird diese Schrift von großem Interesse sein, was folgende Strophen, die wir dem Vorworte entnehmen, bestätigen mögen: „An welchem Orte der Verfasser der hier folgenden Predigt lebt und an welcher Kirche er angestellt ist, kann dem Leser gleichgültig sein. Er nennt sich einen protestantischen Geistlichen, weil er gegen alles Ung'öttliche, d. h. gegen alles Unvernünftige und Unwahre protestirt und von je her protestirt hat. Er protestirt gegen alle Beschlüsse und Handlungen, die dem Adel und der Wurde der menschlichen Natur entgegen sind, mögen sie von einem gekrönten oder gehörnten Haupte, von einem Königscabinet oder einer Rathsversammlung .ausgegangen sein rc." Allen, denen es um wahren Fortschritt und nicht um leeres Wortgepränge zu thun, auf's Dringendste empfohlen. Oeffentliche Erklärung. In Folge eines, durch einen unverschämten Lügner in meinem Vaterlande — Galizien — verbreiteten Gerüchts: als hätte ich beabsichtigt, meine väterliche Religion zu verlassen, sehe ich mich genölhkgt, diesem hiermit öffentlich auf's entschiedenste zu widersprechen, obschon, wie ich glaube, dieses für die, welche mich und meine 'bisherigen Tendenzen naher kennen, ganz überflüssig sein dürfte. Ich habe nie auch nur einen Augenblick daran gedacht, die Religion meiner Väter und meine, wenn auch leidenden Religionsbrüder zu verlassen, was auch die feste Richtschnur für mein ganzes künftiges Leben sein wird. Dieses zur Beruhigung meiner Freunde von nahe und fern"). Bukarest, 26. Nov. 1842. Julius Barasch, vr. meä. et cliir. #) Dem Wunsche des Herrn vr. mell. Barasch gemäß, füge ich hinzu, daß vieljährige schriftliche Verbindung wie auch persönliche Bekanntschaft, so kurz letztere auch war, mir die Ueberzeugung, daß obige Erklärung der Wahrheit gemäß ist, gegeben, und daß der Herr vr. B. zu den Männern gehört, welche das Wohl ihrer Glaubensbrüder aufrichtig zu fördern suchen. Zst er doch so eben beschäftigt, in Bukarest die Gemeinde zur Gründung einer ordentlichen Schule zu veranlassen.. ' Der Redakteur. Anzeige. Die jüdische Gemeinde zu Drossen bedarf zum 1. Mai e. eines Lehrers, der zugleich Schächter und Vorsänger ist. Befähigte erfahren das Nähere auf portofreie Anfragen bei dem Vorsteher Falk. Offene Stelle. Michaelis dieses Jahres wird die Stelle des Elementar- und Religkonslehrers bei der hiesigen israelitischen Gemeinde erledigt. — Unverheiratete Lehrer, welche bei gehöriger Qualifikation diese Stelle anzunehmen geneigt sind, wollen sich in portofreien Briefen an den Vorsteher der hiesigen israelitischen Gemeinde wenden. — Es kann jedoch nur auf diejenigen Rücksicht genommen werden, welche schon eine ähnliche Stelle bekleidet haben und' mit untadelhaften Zeugnissen versehen find, auch nöthigenfalls als Vorsänger fungkcen können.— Die Gemeinde würde untersonst gleichen Verhältnissen dem den Vorzug geben, welcher über seine auf einem Seminare erhaltene Ausbildung sich ausweisen kann, und Zeugnisse über ein bei einer Prüfungskommission abgelegtes Examen beilegt. —- Demjenigen, auf welchen nach eingesandten Zeugnissen Rücksicht genommen werden kann, werden dann die näheren Verhältnisse und Bedingungen mitgetheilt werden. Bückeburg, im Dezember 4842. Der Vorstand der israel. Gemeinde. (Aus Preußen.) Ein von der Königl. Preuß. Schulkommission zu Potsdam geprüfter Lehrer, der dabei zugleich Kantor und äpprobirter Schächter ist, ist erbötig, nächste Ostern eine convenirende Stelle anzunehmen. Nähere Anfragen, mit dem Zeichen 1. 6. 'versehen, besorgt vor der Hand: Herr Elkahn zu Fürstenberg im Mecklenburg-Strelitzschen. (Fürstenthum Pyrmont.) -Ein junger Mann, der in einem Spezereiwaarengeschäst aufgewachsen und in einer Manufakturwaarenhandlung en gros zum Geschäftsmanne ausgebildet ist, auch als solcher schon in mehreren größeren Häusern servirt hat, und sein moralisches Verhalten wie seine Tüchtigkeit durch empfehlende' Zeugnisse darthun kann, möchte wohl, sei's sofort sei's zu Ostern, seine Dienste einem Geschäfte eu gros oder detail als. Reisender oder als Commis widmen. Geneigte Briefe, unter dem Zeichen ML B., besorgt einstweilen: die Gsellius'sche Buchhandlung zu Berlin, Kurstraße No. 51. (Fürstenthum Pyrmont.) Ein junger Mann, der mehrere Gymnasien und Universitäten frequentirt hat, und gegenwärtig an einer Anstalt als erster Lehrer wirkt, ist bereit, auf eine andere ähnliche Anstellung einzugehen. Geneigte Briese,, die mit der Aufschrift M. Bendix versehen sind, besorgt bis Ende März d.. I. die Gsellius'sche Buchhandlung zu Berlin, Kurstraße No. 51. Druck von I. B. Hirfchfeld.

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