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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-21 · Heft 3 (21.1.1843) · p. Seite 42

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 3 (21.1.1843)
Date
1843-01-21
Page
Seite 42 (sequence 10)
Language
German
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42 - Er hat seine Aufgabe würdig gelöst, und es wird Niemandem gereuen/seinen Kindern dieses Merkchen in die Hände gegeben zu haben. Bei sehrguter Ausstattung ist der Raum mit nützlichen, passenden, gut geschriebenen Beitragen ausgefüllt. Die letzten drei Lieferungen enthalten^,: „der Schutzgeist," ein zartes Gedicht von der geachteten Dichterin Agnes Franz; von derselben eine Parabel „die Blume der Freundschaft." „Leben und Wandeteiner jüdischen Dienstmagd im Dienste so wie als Hausfrau und Mutter" von Rabb. Abr. Kohn, ein einfaches, aber gut gezeichnetes Lebensgemalde. „Die Taube Simeons, Legende nach dem Talmud" von Dr. Günsbürg; von demselben eine Parabel. Dann ei- ,nkge Poesieen und zwei biographische Artikel von K. G. Nowack, nämlich: vr. L. Löwe, eine biographische Darstellung, aus der wir Folgendes hervorheben. Löwe ist im Juli 1812 zu Zülz geboren; sein Vater, bald darauf Rabbiner zu Rosenberg, war sein Lehrer, und machte L: die talmud. Studien nach des Vaters Tode .in Lissa und Nkcolsburg, wo er auch das dortige Kloster besuchte. Beiderlei Studien setzte er auch in Preßburg Und Wien fort. Von hier aus begab er sich nach Berlin, wo er Vorlesungen hörte, und Hamburg. Um die orientalischen Sprachen recht genau zu studiren, verließ er Deutschland, und begab sich nach London. Er erwarb sich hier viele Freunde, und wurde durch Gönner dem Herzoge von Sussex vorgestellt. Durch Reisen nach Cambridge, Oxford, Parks suchte er in den orientalischen Sprachen festem Fuß zu fassen, und legte er (1837) seine Forschungen über die ägyptischen Hieroglyphen in einem Merkchen (s. diese Zeit. 1837 No. 54) nieder. Im Aufträge einiger Architekten, und mit gewichtigen Empfehlungen versehen, reiste Löwe im August 1837 nach Aegypten, wo er einen Ferman von Mehmed Ali erhielt. Mit den mannichfaltigsten Studien der ägyptischen Alterthümer, der nubischen und koptischen Sprachen beschäftigt, machte er viele . Reisen in Aegypten, (und entschloß sich zuletzt, auch Palästina zu besuchen. Seine Erlebnisse daselbst haben unsere Leser aus feinen Briefen im- Jahrg. 1839 d. Zeit, erfahren. In Rom fand er Sir Moses Montesi'ore, und begleitete diesen noch einmal nach Palästina. In London angekommen, erhielt er die Stelle eines Orientalisten Sr.. K. H. des Herzogs von Sussex und wurde Mitglied der asiatischen Gesellschaft. Im - Jahre 1841 begleitete Löwe den Sir Moses auf seiner berühmten Mission nach Alexandrien und Konstantinopel. Nach London zurückgekehrt, übersetzte er (1841) die Schrift Efes vammia, in's Englische, machte einen Besuch in seinem Vaterlande, wo er auf's ehrenvollste empfangen wurde, und lebt seitdem in London seiner Stellung und seinen Studien. — Der zweite biographische Artikel, eine „biograph. Skizze," betrifft den Redakteur dieser Zeitung von demselben Autor. Wir erkennen es dankbar an, mit welcher Liebe hier ein christlicher Autor das Leben eines jüdischen Schriftstellers beschreibt, und wenn es natürlich ist, daß derselbe die Stellung des letztem inmitten des Judenthums umfassend zu charakterksi'ren nicht vermag, so gehört dies auch nicht in eine „Skizze," in der authentische Data mit Klarheit und Warme zusammengestellt worden. Wir geben daraus einen Auszug. Den 27. Dezember 1811 zu Dessau geboren, wo sein Vater Moses Philippson Lehrer an der Franzschule, als jüdischer Schriftsteller rühmlich bekannt, der jedoch schon im zweiten Lebensjahre des Knaben verstarb. Von der Mutter und dem älter» Bruder, Dr. meä. Phöbus Phil., erzogen, folgte er diesem (1825) nach Halle zum Besuch des Waisenhausgymnasiums, woselbst schon eine metrische Uebersetzung von fünf der kleinen Propheten (1826) erschien. 1829 folgte er seinem Bruder nach Berlin zum Besuche der Universität bis Anfangs 1833. In Berlin erschienen von ihm: Ezechiels 3E%aywyy\ (1830) r'n?/ av&Qaymvri Pars I. et II. (1831), Wie verloren die Juden das-Bürgerrecht im west- und oströmischen Reiche? (1832.) Aristoteles als Naturforscher (1832), Benedictus Spinoza als Mensch (1832). Außerdem eine Menge Aufsätze exegetischen, kritischen und belletristischen Inhalts. 1833 ging er nach Magdeburg, predigte daselbst in der Synagoge, und ward von der Gemeinde sofort angestellt. Hier gab et heraus: 1834— 1836 das israel. Pred. und Schul-Magazin, 1837 und sofort die allg. Zeit, des Judenth., 1838 die Juden und ihre Bestrebungen, .1839 und sofort das große israel. Bibelwerk, 1842 gegen den Statistiker Hoffmann und einzelne Predigten und Dissertationen. Seit 1836 verheiratet, lebt er ein ruhiges-, glückliches Familienleben. — Mit diesem Museum ist eine Geschichte des israel. Volkes verbunden, die jetzt bis zum Römerkriege gediehen ist. Wir hoffen, daß Klein dieses Werk mit Energie fortsetzen, immer gediegenere Beiträge gewinnen, und so seiner Sammlung ein bleibendes Verdienst erwerben wird. — Stimmen berühmter Christen über den damaszener Blutprozeß. Als Anlage zu der Schrift Damascia, von L. H. Löwenstein. Franks, a. M., 1843. Der

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