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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-14 · Heft 2 (14.1.1843) · p. Seite 29

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 2 (14.1.1843)
Date
1843-01-14
Page
Seite 29 (sequence 13)
Language
German
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29 Laß in unfern Zetten Stets wie heut' Licht und Freud' Deine Größ§ melden! IV. Die Lichter -er zwei Frem-err. ’(•äW)^ *>aiö bus Tan T) (Eine Legende.*)) Mir ist's, als sprang' im Herzen Lebendig mir ein Quell Von meines Volkes Schmerzen, Die sprudeln ewig hell. Mir ist nur wohl im Singen Von meiner Brüder Leid,' Wenn meine Lieder klingen, Fühl' ich die Brust befreit. D'rum kommt-, ich will euch führen, Wohin das Herz mich zieht, Und eu're Seelen rühren Mit einem neuen Lied. Was mir erzählt die Sage, Im Lied erzähl' ich's nach, Und Tag erzahl's dem Tage, Bis kommt der schön're Tag. — Zu Worms an heil'ger S.elle Im jüd'schen Gotteshaus Zwei L ich klein leuchten Helle Und still jahrein, jahraus. Sie leuchten wie zwei Seelen. Im Leben eins und Tod; Horch!-was sie leist erzählen Mit ihren Zünglein roth. Ttm ersten Peßach-Tage, Da Gott sein Volk befreit, *) Entnommen dem Werkchen ,>die Juden in Worms" ein Beitrag zur Geschichte der Juden ln den Rheingegenden, von Moses Mannheimer, mit einem Vorworte von Er. I. M. Jost. Frankfurt a. M. Verlag von I. S. Adler-1842," wo unsereLegende sehr gut erzählt ist, sowie überhaupt das ganze Büchlein sehr lesenswert h isst. Wir haben den gebotenen Stoff jnur wenig geändert. A. d. V. Ward einst die Lust zu Klage Und unser Lied zu Leid. Es hielt zur selben Stunde Sein Osterfest der Christ, Das einst uns schlug die Wunde, Die^ Balsam noch vermißt. Und horch! die Glocken Hallen, Und Schaaren bilden sich. Und Prozessionen wallen , Durch Straßen feierlich. Zum Judenviertel leiten Sie heute ihren Lauf, Den Ort, den, sonst sie meiden, Sucht heut' die Arglist auf. In der verhaßtem Gasse War kaum die Prozession, Ein Schrei durchdringt die Masse, Entsetzenvoller Ton! Weh', dreimal weh'! ein Jude .Hat die Monstranz befleckt; Gönnt Ruh' nicht eu'rem Blute, Bis Rache ihr vollstreckt!" „Die Juden, wenn nicht stellen. Nach sieben Tage Zeit Den frevelnden Gesellen, Dem Tod' sind sie geweiht!" Und Alle rufen: „Amen!" Fort wallt die Prozession; In Gottes heil'gem Namen Spricht sie der Menschheit Hohn! Und Ton von Weh' und Leide Mischt sich in Jubelcuf, Von Brüdern kommen beide,. . Die Gott, der Eine, schuf. Froh singen Jene Lieder, Und Rache kocht ihr. Herz, Trüb sinken diese nieder. Auf Gott schau'n sie im Schmerz. „O Du in Deinen Himmeln- Der unsre Noch Du siehst/ "'r Der Du in Schlachtgetümmeln Den Vätern Sieg verliehst: O steh uns wehrlos leiden,; ~

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