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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-14 · Heft 2 (14.1.1843) · p. Seite 27

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 2 (14.1.1843)
Date
1843-01-14
Page
Seite 27 (sequence 11)
Language
German
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8? Gesetzescodex nachzuschlagen und zu lesen rin Stande ' wäre; wie hätte er sonst -übersehenmögmr-Haß ihm,! um nur eins anzuführen, die seiner Behauptung - schnurstracks zuwiderlautende Stelle Or. Chaj. Hilch. Lefill. K. 101, ci entgegengehalten werden konnte? Auch war es wol Hrn. Auerbach entgangen, daß das Gebetbuch selbst gegen ihn zeuge, ' indem es in der Sprache der Largumim abgefaßte Stücke in sich schließt, eine Sprache, die kein Schüler mit der hebräischen verwechseln wird. Nicht minder vergaß der Herr Oberrabbiner, daß. die Akten über diese Frage durch die rabbinischen Gutachten über das neue hamburgische Tempelgebetbuch geschlossen sind und daß es für das unbefangene Publikum nur eines Blikkes in dieselben bedarf, um jeglichen Zweifels über die Zulässigkeit deutscher Gebete, Original oder Uebertragung, enthoben zu sein.' Glaube man. doch nicht, derlei Mittel und Wege den belebenden Hauch, die segensreichen Einwirkungen der neuen Bestrebungen von dek untergebenen Heerde abhalten zu können: - einmal durchdringt und zertheilt auch den dichtesten -Nebel der warme Sonnenstrahl. —. Am Lüsten dieses starb dahier Herr Moses Seligmann, ein angesehenes und hochbetagtes Mitglied unserer Gemeinde. An seinem Grabe feierte Herr Dr. Auerbach, Oberrabbiner aus Bonn,. zu dessen Sprengel auch Coblenz gehört, die Lugenden des Verblichenen durch eine Rede, von der wir nur zu berichten haben, daß sie bei Solchen, die einen ähnlichen Bildungsgang, wie der Sprecher, verfolgt hatten, vielen Anklang finden mochte. Hieran.schlossen sich einige herzliche Worte unseres Vorsängers, Herrn L. Dhal, an. »ellettt jHI. Ge d i ch t e von Leop. Stein, Distrikts-Rabbiner. I. Lied für den liebe'n'Freitagabends 1.; - Sei gegrüßet, meine Hülle! In das liebe Frirdenszelt. Lenken Engirl ihre Schritte- Ausgefandt-M'M' H'evrtt der Welt. Himmelsgestalten Kommen und walten, Breiten die Decke des Friedens hier aus, Schaffen zur Heimath sich um das Haus. 2. : - Frkedensenget, seid willkommen! Hier auch ist das Paradieß, Wo von Seligkeit umschwommen, Gott den Himmel uns verhieß. Himmlische Triebe, Frieden und Liebe Walten im Herzen jahrein, jahraus, Weihen am Sabbat zum Himmel das Haus. 3.\ Einst wie nach dem Erdenleben Gott die müde Brust befreit; ' Und vor Lust die Hirzen beben, Diegebebet hier vor Leid: Also entstiehen Sorgen und Mühen, Freude kehrt ein und Leid zieht aus, Kommt dev heilige-Sabbat in's Haus. 4. Lichter leuchten, Lieder klingen,. Freitagabend, sei gegrüßt! Uns're Seele löst die Schwingen Und ihr Glück hat Gott versüßt. Daß es so bliebe! Frieden und Liebe Weilet und waltet im fröhlichen Haus! Engel, bei uns geht ein und aus! II. Abendlked. (zur Beendigung des Sabbats.) Mel. binb mp , 1. Friedlich nieder sank die Nacht, Und der Sabbat ist vollbracht. Wieder hat uns Gott bedacht Heut mit stillen Freuden.

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