Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 100 (30.11.1839)
- Date
- 1839-11-30
- Page
- Seite 633 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Literatur. Archäologie. Homiletik. Literaturgeschichte. Biographische Notizen von jüdischen Gelehrten und Künstlern^ von Br. C a r rrr o l y zu Brüssel. (Fortsetzung auS No. 83.) 12. Vernarb de Valabrögue, Interpret der königlichen Bibliothek zu Paris, wo er viele Notizen über die hebräischen Manuscripte hinterlaffen hat. Er machte sich auch durch Unterricht in der hebräischen Sprache bekannt, und hat auch den berühmten Sylvestre de Sacy zum Schüler gehabt, der uns oft von der ausgezeichneten Methode dieses Mannes unterhalten hat. B. de 83. hat mehrere sehr interessante Weckchen hinterlassen, unter denen wir die I^ttres Orientales, Paris 1754 in 12. und seine Schrift zu Gunsten seiner Glaubensgenossen cktiren, welche den Titel führt: Bettle OU Retlexions <T un Milord a son corre- «pondant a Par.s, au sujet de la Requete des Marchands des Six-Corps, conlre 1* admission des juifs aux Brevets ctc. Londres (Paris) 1766 in 12. Dieses Buch, bemerkenswerth durch die historischen Notizen, welche man in demselben über den Zustand der Juden in Europa im 18. Jahrhundert trifft, ist sehr selten geworden, wir besitzen ein Exemplar, welches wir sehr theuer bezahlt habend) ' 13. Gradis, (David), Kaufmann zu Bordeaux, Verfasser einer Menge von philosophischen Schriften, unter denen man folgende bemerkt: 1) Dissertation über den Ursprung der Welt. , Bordeaux 1798. 8. 2) Erwiederung auf verschiedene Einsprüche über die coatecnelle Existenz der Materie. Bordeaux und Paris 1799. 8. 3) Philosophische Untersuchung über die Präexistenz der Ma- •) Angemessene Auszüge daraus würden uns sehr angenehm sein. terle. Das. 1800. 8. 4) Philosophische Untersuchungen über den Atheismus und über die Beweisgründe für das Dasein Gottes rc. Bordeaux. 1803. 8. 5) Versuch einer rationellen Philosophie über den Ursprung der Dinge rc. Das. 1805. 8. 14. Pereira (Rodrkgue), Taubstummen lehrer, Mitglied der königlichen Societät zu London, geb. zu Bordeaux und gest. zu Paris, 15. Sept. 1780. Er war der Erste in Frankreich, der sich mit der Ausübung dieses jetzt so berühmten Unterrichtszweiges beschäftigte. Pereira, mit Hülfe einer eigenthümlichen Methode, deren Erfinder er war, ließ die Einen das Gespräch durch die Bewegung der Lippen, die Anderen durch das Zeichen eines manuellen Alphabets, welches er Daktylologie nannte, und von dem er eine sehr geistreiche Anwendung machte, erlernen. Er legte eine besondere Wichtigkeit dem Geheimniß seiner Erfindung bei, und hatte es kn seinen Manuscripten niedergelegt, die aber unglücklicher Weise kn den Unruhen der Revolution vernichtet wurden. Dieser Gelehrte gehört zu denen, deren Namen, fremd den Jntriguen, die Wiederherstellung aus einer ungerechten Vergessenheit verlangt.' Man hat noch von ihm: 1) Beobachtungen über die Taubstummen, (Reeiieil des savants etrangers Tool. 1766); 2) Abhandlungen über die Artikulation des Inselbewohners von Otaheiti, der Fortsetzung von Bougainvilleas Reise angefügt; 3) Nicht herausgegebenes. Memoire über die Mittel, der Wirkung des Windes auf den großen Schiffen zur Hülfe zu kommen. Diese Schrift erhielt das Accessit von der königl. Akademie der Wissenschaften 1779. Herr von Satin es befahl, das Manusccipt in den Archiven der Marine niederzulegen, wo es sich finden MUß. S. Hist, de rAcademie des Sciences, Jahr 1779. 15. Meyer (Jonas Daniel), holländischer Schriftsteller, welcher einen der ausgezeichnetsten Plätze unter den Gelehrten seines Vaterlandes einnimmt. Geb. zu Arnheim, 15. Sept. 1789, von israelitischen Eltern, die ihm eine sehr sorgfältige Erziehung. angedeihen ließen; so daß der junge Meyer, nachdem er seit seiner Kindheit die glücklichsten Anlagen für die Wissenschaften gezeigt, in einem At- D. Redakt.