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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-09-14 · Heft 89 (14.9.1839) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 89 (14.9.1839)
Date
1839-09-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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III. Jahrgang, Allgemeine No. 89. Zeitung -es Zu-ertthrtrus. Ein unparthensches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Br. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg. zu Leipzig» (Mit Königl. Sächsischer allergnädkgster Concessron.) Leipzig, den 14. September 1839. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titel-, Registers u. s. w. um» fassen. In Gemäßheit de- Zweckederselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für da- Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitung-, erpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs, wohllbbl. ZeitungS* Expedition allhier un, terzogen. Zeitungsnachrichten. Türkei. Konstantinopel, 30. Juli. (1. äe 8m/rne). In diesen Tagen wurden Sr. kaiserl. Hoheit dem Sultan Abdul Meschid der Armenische und Griechische Patriarch, so wie der Groß-Rabbi Moses Fresco vorgestellt, und in ihren Würden bestätigt. Nußland. Petersburg, 20. Aug. (Preuß. Staats-Zeit.). Se. Majestät der Kaiser baden, auf Beschluß des Minister-Comites, Allerhöchst zu befehlen geruht: als. Ergänzung zum Artikel 830 im 9. Bande des Swod der Gesetze über die Stande, in Betreff der Erhebung von Juden in den Ehrenbürgerstand für ungewöhnliche Verdienste oder für Leistungen in den Wissenschaften, Künsten, im Handel oder in der Manufaktur-Industrie, als Regel zu beobachten, daß desfallsige Vorstellungen mit äußerster Auswahl gemacht werden sollen, und daß man für dieselben um den persönlichen Ehrenbürgerstand, und nur in besonders wichtigen Fällen-, wenn sie dem Staate einen besonderen Nutzen gebracht haben, um dm erblichen Ehrenbürgerstand in der, Ordnung nachsuchen solle, die überhaupt für die durch das Minister- Comitö zur Allerhöchsten Entscheidung gelangenden Vorstellungen festgesetzt ist, mit genauer Angabe ihrer Verdienste oder ihrer ausgezeichneten Leistungen in irgend einem Fache, und mit Beifügung derjenigen Nachweise, die kn der^eingeführten Ordnung über Personen aus dem Kaufmanns - und Bürgerstande bei Ertheilung von Belohnungen, gefordert werden. Frankreich. Paris, 23. Aug. (Privatmitth.) Es gereicht mir zum Vergnügen, Ihnen anzuzcigen, daß das Municipalconseil der Stadt Lyon in der Sitzung vom 11. Juli einen sehr günstigen Bericht über ^en vorher durch den Maire gemachten Vorschlag angehört, daß eine bedeutende Unterstützung für die Errichtung einer israelitischen Gemeindeschule ^bewilligt werde. Die israelitische Administration von Lyon hat den Herrn A. Worms zum Direktor dieser Anstalt ernannt. Herr Worms, welcher, wie man mir sagt, der Sohn hes letzten Groß-Rabbknen von Metz ist, hat schon eine ähnliche Anstalt in einem Hauptort einer Unter- Präfektur geleitet, und war, auf 90 Schulen seines Arondiffements der Einzige, welcher von dem Gouvernement eine Medaille der Zufriedenheit (une luellaill« äe satisfaction) erhalten. Ts. —. Der israelitische Kultus bezieht in diesem Jahre wieder 90,000 Frs. vom Staate. Vergleichen wir dies mit den übrigen Kulten, so erhält die israelitische Geistlichkeit allerdings noch immer die geringste Subvention, denn die 103 israelitischen Rabbinen, worunter ein Ober-Groß- Rabbine und sieben Groß-Rabbinen beziehen an Gehalt 69,500 Frs., was im Durchschnitt auf einen Geistlichen jährlich 674 Frs. macht; wahrend auf einen katholischen Geistlichen (ohne die Erzbischöfe und Bischöfe) jährlich 800 Frs. kommt (bei 35,191 Geistlichen 28,440,'700 Frs.), und auf cifien evangelischen Pfarrer jährlich 1340 Frs. (bei 629 Geistlichen 843,600 Frs.). Jndeß ist'es doch die katholische Kirche, welche mit dem großem Aufwande versehen wird., da es hier die zahlreicher angestellten Geistlichen sind, welche den Durchschnitt vermindern. Die Schweiz. Zürich/19. Aug. (Privatmitth.) *). Wenn man im Wahne steht, die Schweiz mit ihren 25 kleinen Staalsbehörden sei das Eldorado der Freiheit, so würde man hiervon wot am besten geheilte wenn man die dortige Behandlung der Israeliten berücksichtigt. Die christlichen' Wuche- *) Ein erster Artikel, dem bald von demselben (nicht-israelitischen) Korrespondenten Mehrere folgen werden. Redakt.

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