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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-06-22 · Heft 75 (22.6.1839) · p. Seite 303

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 75 (22.6.1839)
Date
1839-06-22
Page
Seite 303 (sequence 3)
Language
German
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303 ^ba 'tt i?ü3 aia nsä bai •ansa *aaN ai^a ■fba 'tt ir>aptt matai m^sa pnwa ta'ncaa •war ma öfnw bai ibi.i3 aaaa a^baba anrri .asa bbvb ‘pbav'tt R. Jehuda Halevi's v^^wria' a->ba das im spanischen Ritus für den ersten Tag eingeführt ist, macht den Beschluß des Schacharit. Der Piut von der Aushebung beginnt iwapa aaa> a^ttba und schließt mit Ps. 34, 9 (i»2a), womit die Bibelstellen anheben. Das Musaf uns terscheidet sich von dem des ersten Tages nur durch den poetischen Seder, welcher aus Jose b. Jose's bekanntem ittbN bbttN besteht, jedoch ohne die, vom Buchstaben 'ö an in dem germanischen Machsor befindlichen, Bibelverse. Jeder der drei Abschnitte ist von einer kleinen Strophe begleitet. Versöhnungstag. Der Gottesdienst nimmt 174 große Quartseiten ein und zerfallt in fünf Bestandtheile. 1) Vorabend. Der Vorbeter spricht das tta^irtta und drei mal Kol nidre, welches nach der safardischen Rezension lautet (ttttt. 'satt cm n? aa»iü •'tm»).. Hierauf nbasi und ttTtt öT'a *»a ein kurzes Mi scheberach für die Gemeinde (viele solcher finden hier im spanischen Ritual statt). Die Gemeinde spricht ein kurzes Gebet anfangend ^aia yisrn aina ttn« nbai aia aiabi^tt )iaa und hierauf der Vorbetec leise ein Jehi razon um den Beistand des Höchsten bei seiner andächtigen Function, endigend in die Pesukim: -»ttapa u. s. w. Dem Schehechianu geht ein Piut voran aiL tt7tt )arb (Salomo). Wenn nicht Sabbat ist folgt ein Mostageb auf das Tema aina Nitti ■p* ttsa*» anfangend ayiös "paa a^bm (Levi). Hierauf -Jehuda Halevi's berühmtes Mostageb auf *oaa 'tt n« *'ios3, anfangend waptt man ttbisa ■»aia und schließend; isbytf mba aiaai luattari a^n^ . •abttS ‘piaa nar abi aanb aaiaii ttD3 M "piaa'i ^aw /tt ^pS Hä' Alsdann Maarib, Kadisch, Tefilla. In der Vidui kommen die Ausdrücke vor: •aasS, isaari, a^aia a^i mnaia isbbtf, auatia ittiina, id->aa, apabi Ni^b i3sa«5 aarrS, welches jüngere Zuthaten sind. Dahingegen stimmt das einfach alfabetische Al chet mit Maimuni und Abudraham, nur daß hinter dem Al chataim, nach den Worten mssa. tttöSn.Nb eingeschaltet ist: ma£7a bsn aias ttÄr» mxa bs> ttiaisb pratt tttoyn Nb , auch heißt es •p:n'Yn statt aäaaN. Nach der bekannten Zusammenstellung ttban 3>ailv die mit lattari schließt, wird rezktirt: 1).aiÄ2> b^ba S. von Mose b. Esra, 2) iraas ttma M. von demselben, 3) "pnamö a^ttbN S. von Jehuda Halevi, 4) wenn Sabbat ist: iai>b *'T4) ix-» S. von Jsaac, 5) deßgleichen iaap ari^ aiara M. von Mose b. Esra, 6) was am Sabbat ausfallt; aaana raaiüb tt'' S. von Jsaac, 7) attttnioa bKaia*1 von Jehuda Halevi, 8) ir<apa pyvr M. von Serachja Halevi, worin jede Strophe ana schließt, 9) Jsaacs ay ttxa*' S., 10) Gabirols Tochacha ''ba aa«, 11) diX ttxa'' S. von Jsaac, 12) wtiö ttsaa S. von Samuel, 13) die Rehuta ba ttbäd von Salomo b. Jsaac. Auf die Stücke 1, 3, 4, 6, 7, 10, 11 und 13 folgen jedesmal El melech, die Middot und Pesukim. Hierauf wird mit la^aix .73«ün u. s. w., der Vidui, idaDN und aa^b fortgefahren; es folgen: 13b nbv id^ttbN N3N, das von der sefardischen Recension abweichende nibixaa aban aaivN.^iaa bdr ^a, ganz Kadisch, Barchu, Jigdal. (Fortsetzung folgt.) Correspondenzen. Aus Westphalen, Januar. Ueber den Stand der Juden in Westphalen.*) Es ist immer in der praktischen Welt eine Hauptsache, wenn ein Begriff mit dem rechten Namen bezeichnet wird und halte ich stets viel davon, wennder Namen, ohne Umschweife auf die Sache rein und fest hindeutet; die Zeitung für das Judenthum hat sich bereits über das Wort „Jude" ausgesprochen und ich meines Theils gestehe es gern, daß ich diesen Namen deutscher, umfassender und eben so ehrenvoll finde, als alle anderen, die denselben Begriff bezeichnen sollen. , ES steigen und fallen übrigens die edlen und unedlen Begriffe, die man mit einem Worte verbindet und das Zeitalter, in welchem ein Wort durch den Mund, die Feder, oder Schrift in das Publikum kommt, geben der Sache oft einen ganz andern Begriff: zu den'Zeiten des deutschen Dichters Martin Opitz sang man/ auf den Flügeln der Poesie von seiner Geliebten und nannte .sie mit dem zärtlichen Namen: „mein Mensch;" in unserm Zeitalter möchte ich eine Schöne mit diesem Worte nicht begrüßen. Gestiegen dagegen ist das Wort: Weib. Wenn vor dem Eintritte in dieses Jahrhundert der Begriff des Wortes : Weib gerade nicht der edelste war, so ist er in diesem Zeiträume so sehr zu Ehren gekommen, daß indirekt jede Dame damit bezeichnet werden dürfte, ohne ihr zu nahe zu treten. Ebenso ist es mir dem Begriffe, der sich mit dem Worte: Jude verbindet; er ist umfassend dem gemeinen Manne am geläufigsten, bezeichnend und immerhin ehrenvoll, ebenso ehrenvoll in unserm Zeitalter als der: Israelit; wenigstens liegt mir in dem letztern Namen immer etwas Gesuchtes, womit man mehr bezeichnen möchte und doch nichts mehr bezeichnen kann, als mit dem Worte: Jude, das im Munde des gebildeten Mannes zwar •) Bon einem königl. hannöv. Beamten.

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