Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 71 (13.6.1839)
- Date
- 1839-06-13
- Page
- Seite 287 (sequence 3)
- Language
- German
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287 für die GemeindegstLder gehalten worden, werden dke Rollen. m rtjfjt. Schrank zurückZssetzt., Das AhsnügeböL mi-t.den rnn^bv 'tarnt* bis II Whr. Dia Meisten' ökeiben die ganz? Nacht irr der Synagoge. Der qm, welche.« vorbetet, behalt auch diese Function zu ^Ndft r^vift, rirnnft) asnft bitf mn'tn, wegen des. Grundsatzes : Wer Vas Gute angefangen, soll es auch ausführerr. Dre Forderungen, die an einen ssN gemacht werden, sind : er muß das Alter von 30 Jahren, eine angenehme Stimme, muß fick ferner der Zufriedenheit der sammtlichen Gemeindeglieder zu erfreuen haben-, und im Ehestände sein, wie es der rr'ft-, vorschreibt. Die Liturgie ist wie man sie in den portugiesischen tnmTttft findet. i Noch vor dem Versöhnungsfeste werden die Materialien zur!-Di2 angeschafft. Die Stabe und Myrthen werden in Bereitschaft gehalten/ um gleich nach Ausgang des Versöhnungsfestes , den Bau der ’nftiö beginnen zu können; damit in Erfüllung gehe: „sie gehen von Kraft zu Kraft." (Ps. 84, 8.) Auch schicken sich Freunde gegenseitig Geschenke, wie am Purimfeste, und am Tage nach dem Versöhnungsfeste werden Gastmaler veranstaltet, vorher aber gehen Alle zu den Gräbern der Frommen, und theilen Spenden aus. 14. Das Laubhüttenfest. Eine jede Familie baut sich selbst, der Bequemlichkeit wegen, eine Laube, wenn auch mehrere in einem Hause wohnen. Die Laube wird von den Seiten mit Myrten geflochten; die Bedeckung aber besteht ganz aus Myrte, weil sie sehr wohlfeil zu haben ist. Die nöthkgsten Hausgerathe werden in die Laube gebracht, die inwendig mit seidenen Decken ausgeschlagen ist. Die eigentliche Wohnung ist nun die Nftiv , sogar wird die erste Nacht darin geschlafen, und an jedem Tage wird die Morgen - und Abendandacht darin gehalten. Die ütibib und trjnins sind in vorzüglicher Güte und in solcher Menge zuhaben, daß selbst Kinder ihre eigene bekommen. An dem ftbib werden verschiedene Verzie- - rungen aus seidenen und goldenen Faden gemacht; der önm wird auf der entgegengesetzten Seite der befestigt. An jedem Festtag wird die Zeremonie mit dem ftbib in der nmv gemacht. In der Synagoge geschieht dies zu Anfang des-IHN und zu Ende desselben, dann'bei Nd>^in n"' 8X Der Vorsänger spricht den Segen nbib nb-’fti blaut, damit die Ungelehrten und die Frauen, diese Formel nachsprechen können. Der Aufenthalt in der riftlv während der sieben Tage gewahrt uns mannichfaches Vergnügen; die Ansicht der schönen- Früchte und der Wohtgeruch der Myrten, machen den wohlthätigsten Eindruckauf unser- Gemüth. Die- Nacht vvn-'r-VT, 1W.277T wicöucchwacht, und des Morgens badet Alles in der impft wie am-sftrm Während der Prozession mit dem ftbib wird beim jedesmaligen Umgehen mit demselben rrrün geblasen. Nach dem Gottesdienste werden Spenden ausgetheilt. 15. 1 Die Gesetzesfreude (mnnft nftftiü). Am Schlußfeste (n^y Nachmittag, werdendie Kinder sauber, angekleidet, die Tische werden mit Delikatessen und Brandtwein besetzt, und gegen Abend kommen Freunde und Verwandte mit ihren Kindern zusammen, und gehen, in der Hand eine brennende Lichtkerze haltend, unter Anstimmung heiliger Lieder in die Synagoge. Wenn die Gemeinde versammelt ist, machen sich der Ober-Rabbiine, zwei Assessoren, zwei Synagogen-Vorsteher nebst zehn angesehenen Personen auf, um die zu strin ‘jnn und ‘jnn Bestimmten abzuholen. Nach dem Abendgebet wird der Schrank unter Anstimmung heiliger Lieder geöffnet, um die Gesetzrollen hecauszunehmen. Die Rolle, aus welcher irft^Din natt vorgelesen werden soll, bekömmt der tmftft, “jnn und die zur Vorlesung des rpttiana bestimmte, wird dem bmnft in den Arm gegeben, sodann bekommt der Ober-Rabbine und jeder Synagogen- Vorsteher eine, die übrigem werden nach der Reihe vertheilt. Der erste Umgang wird nun, unter Gesang, und m Begleitung der Kinder, gemacht; ein Jeder tragt eine brennende Wachskerze, so daß die Synagoge einem Feuerbrande-gleicht. Jeder Umgang dauert eine halbe Stunde, und jedesmal werden von neuem Lieder angestimmt, und die Rollen werden an andere gegeben. Vondem Tragen der Rollen sind selbst Kinder nicht ausgeschlossen. Die Freude, die dabei herrscht, ist nicht zu beschreiben; sie gleicht beinahe der Freude des Wasserschöpfens im Tempel mn riNftw). Nach Beendigung des Gottesdienstes bleiben die Synagogen-Diener und Vorsteher zurück, die Frauen verlassen ihre Stühle, und machen dieselbe Zeremonie. Sie machen mit den Rollen zwei bis drei Umgänge unter Absingung arabischer und hebräischer Lieder. Die Synagogen-Diener holen von den kostbare Gegenstände, um die Synagoge und besonders die Sitze berü’ftntt auszuschmücken. Es wird die ganze Nacht.daran gearbeitet, und die Arbeiter werden mit Wein und Delikatessen versorgt, damit sie munter bleiben. Am Morgen holen die Rabbinen die tnunti mit Gesang ab, und weiffn ihnen ihre Platze in der Synagoge an; vor diesen brennen Wachskerzen bis zu'Ende des Gottesdienstes. .Vor'.mrA: