Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 45 (13.4.1839)
- Date
- 1839-04-13
- Page
- Seite 182 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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182 „gegen auch, was für die wahre und wesentliche religiöse Bildung durch die Fortschritte, der Zeit gebo- „ten ist, an seinen- Theil zu befördern. " — In Betreff des neuen Regulativs werden wir uns in Kurzem erlauben, Näheres zu berichten, indem, wenn gleich dasselbe uns schriftlich vorliegt, wir doch vor dessen Verkeilung in gedruckten Exemplaren kein voreiliges Urtheil, welches nur der Sache schaden könnte, fällen möchten. — II. Als muthmaßliche Folge der veränderten Verhältnisse hier — wenn anders eingewurzeltes Voructheil und blinder Haß keinen Strich in die Rechnung machen, — laßt sich annehmen, daß die Canditaten zum besondern Ausschuß aus einsichtsvollen, tüchtigen Männern von gemäßigten Grundsätzen (die Exaltirten beiderseits messen entfernt bleiben) gewählt und dadurch endlich , das Resultat erzielt werden wird, daß wir ein, unsrer Gemeinde würdiges Gotteshaus, sei es durch eine Restauration, sei es durch einen Neubau, erhalten und zugleich einen zeitgemäß geordneten Gottesdienst mit Predigt, Choral und sonstigen ersprießlichen Anordnungen, eingeführt sehen werden. Natürlich muß dies Alles mit Einwilligung unsres Rabbinats geschehen, .welches, wie schon hinlänglich bekannt, mit Vergnügen dazu die Hand bietet; so wie man,hierorts schon langst im Klaren ist, daß eine Kultusverbesserung eintreten müsse und nur über das wie Weit? noch verschiedene Ansichten vorherrschen. — Ist einmal die sogenannte conservative Parthci in unserm Vorstande oder in. dem demselben beigegebenen Ausschüsse, wenn auch nur durch einige Mitglieder, würdig vertreten, dann werden die legal vorgenommenen Reformen keiner Opposition begegnen .und selbst der Orthodoxeste wird sich still darin zu fügen wissen. Ja, wir verhehlen es gar nicht, zeitgemäße Aenderungen, sollen ste gute Früchte tragen und ohne Verdrießlichkeiten und Widerrede angenommen werden, müssen von Seiten der Conservativen ausgehen. Denn wahrlich, man wird es keinem religiös Gesinnten verargen können, wenn er Kultus-Reformen nicht von.solchen Männern (sans comparaison) vorgenommen wissen will, die das ganze Jahr hindurch keine Synagoge besuchen und deren Privatleben überhaupt gegen alle Observanzen, selbst des so zu nennen beliebten reinen Mosaismus verstößt. DauaYos dona forrcntes. Wir hegen ein genugsam gerechtfertigtes Mißtrauen gegen-solche unbefugte, destructive Reformen; die aber, da sie sonst-im Leben achtungswürdige Männer sind, es uns im Grunde — frei von Leidenschaftlichkeit und Vocurtheil — gar nicht übel nehmen können. Wir wünschen von ganzem Herzen, und mit uns Alle,- denen es ernst um eine so ernste Sache ist, daß das Ende der kirchlichen Wirren bald da sein möge, woraus von Neuem, für unsre Gemeinde die stets hier bestandene Eintracht, und ein liebevolles Zusammenwirken erblühen'und erwachsen werden; .ipwr pnL, msi nvn ' ' ,)Liebe und Treue werden sich begegnen, >,Gerechtigkeit und Heil sich küssen." Ps. 85, 11. Denn wahrlich es ist 'sittliche Nothwendigkeit. 8. . Anzeiger. - In demselben werden Annoncen aller Art gegen I Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus'Petit-Schrift öder deren Raum aufgenominen. Die Verlagshandlung. Bei Carl Rudel in Leipzig ist erschienen: niiryrms> C a t e ch i s m u s bet mosaischen MetLgiorrsLehre ' . von., . . ... E. Kley. Dritte, völlig--umgearbeitete'Ausgabe., ' ' ' 8. 200 S. Preis 12 Gr. So eben ist erschienenen, 'und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: " - .? . ' *lSD Das Buch Krrsark welches Jehuda HalSvyin arabischer Sprache verfaßt, und' Jchuha Jbtt-Trbon aus Granada ins Hebräische übertragly; die hebräische Uebertrügung mit einem .neuen exegetisch-kritischen hebräischen Commentar, und mit einer historischen und Philosophischen Einleitungversehen pon Gedalja Brecher M. Chir. Prag 1838. 8. Preis br. 20 Gr. . Velmpapier 1 Thlr. Leipzig im April 1839.; •1 ■ C. L..-'Fritzsche (sonst I. G. Taubert's Verlagsbuchhandlung^) ' Ein Lehrer, der Vas Schullehrer-Seminar besuchte, als Elementar- Md Religionslehrerso wie als- Vorsänger^die ersten Noten besitzt, ..mehrere Jahre-schon in..einer.großen Stadt privatisirt, und über religiöses Leben die besten Zeugnisse vocweisen kann, sucht in einer Gemeinde Deutschlands eine Anstellung. Das Nähere in der Redaktion dieser Zeitung, unter der Chiffre I. W. M. Redacteur: vr. L. Philippfvn. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von Z. B. Hirfchfield.