Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1919)
- Article
- Die jüdische Bevölkerung in Hamburg
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 103 (sequence 39)
- Language
- German
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a Pers. a fr. Fers. b Pers. c Pers. 1895 1907 1895 1907 - 1895 1907 1895 1907 Goldu Siiberschmiede, Juweliere 16 17 2 — — — 10 7 Klempner 8 2 — _ — i 5 22 Schlosserei etc. 3 A — — i s. (=; KJ 21 Verfertigung von Tapezierarbeiten 12 15 _ — — 1 17 21 Bürstenmacherei etc. 4 3 — — 2 4 28 Bäckerei 2 - — i -- 3 3 Konditorei 1 4 — — i 4 8 - Schlächterei 34 48 — — i 2 6 2 Näherinnen 28 38 17 — — 52 5 Schneiderinnen 47 1001) 2 .— 1 21 39 73 Schneider 34 1001) 5 — 2 19 25 72 Putzmacherei 19 23 . 1 — 4 3 40 29 Mützenmacherei 11 16 5 — 1 — 5 6 Kürschnerei und Peizwarenzurichiung 12 5 2 — — 8 8 14 C r*Sn n Vi nr\ n r» V» d 1*C\ t üUiuuuiauiMvi 34 28 — _ „ Q <~J 15 51 Barbiere 4 17 -- - — -- 4 5 Friseure und Perrückenmo/*lior lllUWllX'l 17 _ __ — __ - -, l\A„,.-„. iviauici .- --- — — - 3 5 Zimmerer i A - _ — — - — — Glaser 1 2 --- — — - o O — Stubenmaler, Anstreicher etc. 16 9 - .— _ •1 1 1 A Xt Ol Graveure 1 A XV i i — — — - — 4 Die meisten Juden sind unter den Schneidern und Schneiderinen zu finden, wie überhaupt beobachtet werden kann, daß sie für alle Nadelarbeit eine besondere Vorliebe haben. Es mag damit zusammenhängen, daß die Nähmaschine ein billiger Apparat ist, der sich auch ohne Schwierigkeiten transportieren läßt. — Ferner weisen Schlachter und Schuhmacher höhere Zahlen auf. Im Ganzen betrachtet, läßt sich von 1895 bis 1907 eine zunehmende Tendenz beobachten. — Die soziale Gliederung zeigt wie in den anderen Berufsgruppen auch eine verhältnismäßig stärkere Besetzung bei den Selbständigen. Nicht ohne Bedeutung auch für diese Zusammenstellung ist die Tatsache, daß die x) Einschließlich Konfektion. Umbildung des Handwerks in kleinkapitalistische Betriebe immer weiter fortschreitet und daß die handwerksmäßigen Berufe mehr und mehr an Boden verlieren. Oeffentlicher Dienst und freie r» „ t ,-. 3~S I i i l t~* X.-f X IA Ä V.. Die in dieser Gruppe tätigen Juden verteilen sich hauptsächlich auf die liberalen Berufe, da Militär- und Beamtenstand ihnen keine Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Dazu kommt, daß die Hochschätzung des Wissens bei den Juden sie von jeher nach höherer Bildung streben ließ: sie wenden sich in starkem Maße dem Studium zu und besetzen in entsprechendem Verhältnis die freien Berufe. Ein Vergleich über den verschieden starken Andrang der einzelnen