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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1919) · p. Seite 90

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Hamburg
Date
1919-05-01
Page
Seite 90 (sequence 26)
Language
German
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— 90 - Auf je 100 aller männl. bezw. weibi Juden kamen Auf je 100 aller männl. bezw. weibl. Andersgi. kamen 1895 1907 1895 1907 m. w. m. w. m. w. m. w. 65,8 13,4 69,4 17,2 64,6 16,1 67,2 1 n r\ io.u 0,04 2,5 — 1,9 0,1 8.9 oor v/jW 7,0 4,2 7,9 3,9 11,2 1,9 ö 2,4 4,7 30,0 76,2 26,7 69,7 33,5 ryo 1 /^,X 30,4 70,6 Auch auf das Verhältnis der Angehörigen zwischen Juden und Nichtjuden in beiden Zählungen war der Prozentsatz der jüdischen Angehörigen ein höherer (1895:59,4 jüdische und 55,6 % andersgläubige Angehörige, 1907: 55,6 jüdische und 53,9% andersgläubige Angehörige). Die bisher erbrachten Zahlen geben noch keinen Aufschluß über die genaue Zahl der Ernährer im Gegensatz zu den Ernährten., da die von ihrem Vermögen oder von Renten IpHpnrlon PorcAtipn / ix-i/^11 x viüv/ii\.iij y 1 \ Ata, auf AaT PTQ+PH X /; VilV CA Li 1 V» ^. l V.IOLV.11 Tabelle unter den Angehörigen figurierten, — zwar nicht als Erwerbende — aber auch nicht als Ernährte zu betrachten sind. Eine Aufstellung, die die Gruppe der Rentner getrennt betrachtet und außerdem die Dienenden im Hause der Herrschaft von den Erwerbstätigen zu Vergleichszwecken ausscheidet, stellt uns vor gänzlich veränderte Erscheinungen: Die jüdischen Erwerbstätigen, die 1895 39,3% betragen, stehen 39,8 % der andersgläubigen Erwerbstätigen gegenüber, 1907: 43,4 $ Juden gegen 42,7 % Andersgläubige, so daß nicht mehr von einem niedrigeren Anteil jüdischer Erwerbstätiger, sondern von nahezu gleichen Zahlen bei Juden und Nichtjuden gesprochen werden kann. Nur die wirtschaftlich bedeutungslosen Dienenden sind es also, die den Andersgläubigen eine höhere Gesamtziffer der Erwerbstätigen gewährleisten, denn sie machen bei ihnen ür 1895: 11,5 < für 1907: 8,2% ihrer Erwerbstätigen aus, während sie bei den Juden nur 3,3 % bezw. 2,2 % betragen. I Eine weitere Gliederung der Erwerbstätigen nach dem Geschlecht ergibt, für die männlichen Erwerbstätigen dasselbe Resultat wie bei der ersten Tabelle: eine größere Anzahl jüdischer Männer als nichtjüdische im Beruf (65,9 bezw. 69,4 Juden, 64,7 bezw. 67,3 Nichtjuden). Neue Aufschlüsse bringen dagegen die weiblichen Erwerbstätigen. Der große Unterschied zwischen weiblichen Juden und weiblichen Andersgläubigen ist aufgehoben. Nicht mehr 15,9 bezw. 19% jüdische Erwerbstätige stehen 25 % andersgläubige Erwerbstätigen gegenüber, sondern 1895: 13,4: 16 und 1907: 17,2: 18. Zweierlei Tatsachen sind daraus zu entnehmen: erstens, der stärkeren wirtschaftlichen Betätigung der andersgläubigen Frau für 1895 zum großen Teil und mehr noch für 1907 auf die höhere Anzahl der volkswirtschaftlich nicht ins Gewicht fallenden Dienstboten zurückzuführen ist. Und zweitens, das auch die jüdische Frau, die vielfach vom Osten noch mitgebrachte Familientradition, daß nur der Mann ins Erwerbsleben gehört, durchbrochen hat und sich von Jahr zu Jahr mehr dem Erwerbsleben widmet. Zu erklären bleibt nur auch hier noch der Unterschied in der Zunahme, die bei der Gesamtzahl der Erwerbstätigen (ohne srcfpriQ daß der Unterschied in £ji l

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