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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. Seite 52

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Die Zukunft der Statistik der Juden
Date
1919-04-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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Jahren in Verbindung mit den kommenden Umwälzungen schwerwiegende Probleme die Judenheit beschäftigen werden. Schon jetzt hat sich die Nützlichkeit unserer Institution gezeigt, als es notwendig wurde, Material für die Friedensverhandlungen in Versailles zu beschaffen. Unser Büro hat sich des ihm erteilten Auftrages, die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der jüdischen Bevölkerung in den Provinzen Schlesien und Westpreußen durch eine besondere Erhebung klarzustellen, in bester Weise .erledigt. Dergleichen Fragen werden künftig öfter auftauchen, und die Bedeutung des Büros wird mit der wachsenden Anerkennung der jüdischen Ansprüche seitens der Regierungen immer mehr zunehmen. Die in Aussicht stehende Begründung eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina wird auf die Statistik der Juden ebenfalls befruchtend wirken. Wenn es auch als selbstverständlich anzunehmen ist, daß das jüdische Palästina ein eigenes statistisches Amt haben wird, so wird unser Büro für die Diaspora alle erorderlichen Arbeiten erledigen. Wie gerade in der jüngsten Zeit das Interesse für die Statistik der Juden zunimmt, ergibt sich daraus, daß in zwei verschiedenen Ländern — in der Schweiz und im tschechoslovakischen Staat — die Begründung einer jüdisch-statistischen Organisation mit Hilfe unseres Büros angestrebt wird. Alle derartigen Wünsche werden natürlich von uns mitBefriedigung und Freude entgegengenommen und nach Möglichkeit verwirklicht. ich habe mich früher an dieser Stelle (Jahrgang 1916, S. Iff.) über die „Aufgaben *Hdf { * '4 * 1 r rl It ' >A *-\ 1 < -. .A — - -■ i .-i /•.£•■ ÜCi OlcULJsun. o uuuii iiav.il vaciii i\uc^c geäußert. Durch den unvorhergesehenen Ausgang des Weltkriegs sind nun manche der damals erwähnten Aufgaben fortgefallen. Doch zeigen meine obigen Ausführungen zur Genüge, daß das Büro für Statistik der Juden auch bei der Neugestaltung der Verhältnisse nicht nur eine Existenzberechtigung hat, sondern daß seine Tätigkeit an Bedeutung erheblich gewinnen muß. Die fißltfMerkrnnkünGßn Ml as«raiB> wtwBWSWWWä 6iä & SÜf? BKVbbx^^ §£ £5%#1 Von Dr. med. Rata Einige Zusammenstellungen über die eeisteserkrankten Juden in verschiedenen s_5 Ländern und Städten mit großer jüdischer Bevölkerung besitzen wir. Und beim Vergleiche der Zahlen der jüdischen Geisteskranken mit den geisteskranken Nichtjuden sind wir zu bestimmten Ergebnissen gekommen. Es ist notwendig und ungemein wichtig, daß in allen Ländern, wo Juden wohnen, nach Möglichkeit diesbezügliche im Juden in äer Schweiz. e 1 Becker, Zürich. Statistiken durchgeführt und an geeigneten % Orten veröffentlicht werden. Nur dadurch werden wir ein getreues Bild von der Verbreitung und der Art der Geisteskrankheiten bei den Juden erhalten. Und auch die S c h w e i z mit ihrer verhältnismäßig kleinen jüdischen Bevölkerung soll bei der statistischen Bearbeitung dieser Frage nicht übergangen werden. Auch hier wiederholt sich en miniature das gleiche Bild, wie wir es

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