Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1919)
- Article
- Krankheiten und Sterblichkeit bei den Juden und Nichtjuden in Amsterdam
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 5)
- Language
- German
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97 349 SterbefäÜe in Amsterdam erstreckte, unter denen 8851 jüdische waren. Im Buche sind "130 Tabellen über die Sterbefälle enthalten, und am Ende findet man in absoluten Ziffern die Geisteskranken Amsterdams, welche am 31. Dezember 1917 in Irrenanstalten gepflegt wurden, die Geburten und die Sterblichkeit nach Ehelichkeit und die Sterblichkeit nach Todesursachen der großen Liste, alle Tabellen nach dem Alter und Geschlecht, sowie für Juden und Nichtjuden gesondert. Statistisches Archiv, Niederland Ehesehlieilungigii von Juden in Amsterdam «a äv-« <e «a jFt*7 l9* * 1^13. Dem „StatistischJaarboekderGemeinde- A m s t e r d a m * Jahrgang 1916 entnehmen wir für die Zahl der Eheschließungen von Juden folgende Zusammenstellung. Evang. m. jüdisch Kathol. m. Jüdisch. Jüdisch in. Jüdisch. Ohne od. unbekannt Religion m. Jud. Männer i 1911 15 3 425 7 '! 1Q19 *.XJ * « 1 K x u ii \i 414 3 [ 1913 15 4 442 8 1 1914 17 o cd 34U 8! 1915 Ii 10 358 ' 8 i Frauen 1911 24 7 425 i! 1912 19 6 414 6 1913 17 17 442 b 1014 21 Jl 340 4 1915 29 14 358? Faßlichen) Abnormitäten, sondern auch der durch das Milieu direkt verursachten» Das Material, welches Snowman zusammenstellt, ist den Lesern dieser Zeitschrift im allgemeinen bekannt, Er glaubt, daß wie in Westeuropa seit langem, so auch bei den Juden Rumäniens ein Sinken der Geburtenzahl zu konstatieren ist. Deutlicher als an seinen wenigen Zahlen hätte dies aus den in dieser Zeitschr. (1912, Heft 1) abgedruckten Zahlen unter Zugrundelegung von S e - galls Schätzung der Zahl der rumänischen Juden (diese Zeitschr. 1911, S. 24) gezeigt werden können. (Vgl. auch die Arbeiten Weissenbergs über die sinkende Geburtenziffer bei den Ostjuden im Ar- Literatur* J. Snowman, Jewish Eugenics, in wthe Jewish Review % July 1913, London. Der Verfasser zeigt uns die Vor und Nachteile, die das jüdische Volk in eugenischer Hinsicht aufzuweisen hat. Dabei versteht er aber unter Eugenik nicht bloß die Behandlung der erblichen iL e. cruv Heft für Rassen- und Gesellschaftsbiologie, 1911 und in dieser Zeitschr. 1 A4r» l^ij, YS i \ n. *) Die";iiöUitri Seltenheit des Alkoholismus mit seinen (keimplasmaändernden, L e n z) Wirkungen ist ein eugenisches Plus der Juden, das häufige Vorkommen von Geistes- und Nervenkrankheiten das wichtigste Minus. Dabei glaubt Snowman aber, daß dieses durch das soziale Milieu bedingt sei. Nach der exakteren Terminologie müßte daher die Verminderung der Geisteskrankheiten Aufgabe der Sozialhygiene, nicht der Eugenik sein, S. empfiehlt Rückkehr zu landwirtschaftlichen Berufen. Zum Schluß werden Stellen aus dem rabbinischen Schrifttum mit mehr oder weniger klaren eugenischen Andeutungen (leichte Beschränkung der Eheschließung von Kranken u a ) zitiert, Paul Kaznelson, Prag, Für die Schriftleitung bestimmte Zuschriften sind an Rechtsanwalt Dr. B l a u, Beilin NW. 7, Dorotheenstrasse 52 zu richten.