Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1919)
- Article
- Die berufliche und soziale Gliederung der Juden in Oesterreich
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 21)
- Language
- German
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Tabelle 17 a. Besetzung der Berufsklassen. Berufsklassen bzw. Abteilungen A. Landu. Forstwirtschaft B, Industrie und Gewerbe C Handel und Verkehr D 1. Oeffentl. Dienst» freie Berufe, Unterricht D, 2, Aktives Militär D. 1. Von Renten u. UnstützungLebende, in Anstalten Befindliche usw. A.~D. Zusammen Q Juden . — , - -------- _,— Von je 1000 Berufstätigen des ganzen Landes entfallen auf die Klasse bzw. Abteilung *) Anzahl der Berufstätigen Von je 1000 Berufstät. entfallen auf die Klasse bz.Abt. Von je 1000! Berufszügen, jed. Klasse s. berufstätig Von je 1000 Berufstätigen jeder Klasse sind Juden 46,066 134 493 12 787 78,691 230 347 258 68 174,711 510 378 605. 64 15,823 46 392 174 20 3,019 9 807 48 14 2*,4S2 71 486 116 47 342,742 1000 393 70 ioo0 *) Von der Gesamtbevölkenung zahlt die Klasse A 3,545,042 Berufstätige; die Klasse B. -=304,827 die Klasse C. 288.591; die Klasse D. 365,441, 'unsere Zunahme dort Durchschnitt erhalten ( selbst beträgt 57 vom Hundert), wobei allerdings der oben geltend gernachte Rechenfehler zu berücksichtigen wäre, Immerhin ist es lehrreich, die raschen Fortschritte auch der nichtjüdischen unlängst noch schwer beweglichen, an die Scholle gebundenen Volksschichten in Industrie und Handel zu beobachten, denn dadurch werden so manche Schatten der gespannten polnisch-jüdischen Beziehungen aufgeklärt. Lieber die weitere, etwas speziellere Berufsgliederung unseres Volkes gibt uns Tabelle 17 b Aufschluß. Der Besetzungsgrad einzelner Gruppen durch die galizischen Juden weicht nicht wesentlich vom allgemeinen jüdischen Schema ab. Auch da sind es einige dichter besetzte Berufsgruppen, welche das Gros des jüdischen beruflichen Kontingentes für sich in Anspruch . nehmen; nur fällt hier eine noch größere Konzentration auf, wogegen die anderen Gruppen ziemlich leer ausgehen. So gibt es 15 Berufsgruppen mit durchschnittlich weniger als 1 Prozent der jüdischen Berufstätigen, und das nicht nur im Gebiete der Schwerindustrie, sondern auch die Papier- und Lederindustrie und das Textilgewerbe vermögen nicht i Prozent aufzubringen. Irn Vergleiche zur Gesamtzahl der Berufstätigen besitzen wir in 3 Gruppen die Mehrzahl, und zwar im Warenhandel mit fast neun Zehntel, im Gast- und Schankgewerbe mit drei Viertel, und endlich im Handel und Verkehrsgewerbe ohne nähere Bezeichnung (Gruppe C XVII) mit ebenfalls so hohem Anteil an der gesamten Berufstätigen-. zahl, so daß man geradezu von einer Monopolstellung der Juden in diesem Berufe sprechen kann. Die anderen Gruppen haben mit Ausnahme des Kreditwesens, der Nahrungsmittelindustrie, der berufslosen Selbständigen sowie der Papier- und Lederindustrie solche Anteilswerte, welche 40 vom Hundert nicht erreichen, und sogar im Bekleidungsgewerbe nehmen wir nur 37 vom Hundert der Gesamtbeteiligten ein; ein Fingerzeig, wie verbreitet dieses Gewerbe unter der galizischen Bevölkerung ist. 2) Die soziale Schichtung der J ud en in G a 1 i z ie n. Von den jüdischen Berufstätigen ist beinahe