Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1919)
- Article
- Die berufliche und soziale Gliederung der Juden in Oesterreich
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 15)
- Language
- German
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- 33 Tabelle 11. Besetzung einzelner Berufsgruppen durch das weibliche Geschlecht.' _?p 5 ~ der tigen en 1000 erufsentf ippen _ G £ >J) Q CD »ü« SAPS«* "iv £JD o Von je 1000 weibl. Berufstätigen entfallen auf die sozialen Schichten. tn a * a <-* c «> ■p sr, X w O N Berufsgruppen >3 3 4j CQ ,-, £ ^2ü'W •~\£u*f5 ö <y_ © 2 £ >c8£sO 3 SS "7ä w J3 t*_ v_ 2 st, e i- *^ ju Von ji weibi. tätiger auf d.G "Selbständig- (samt Pächter) Angestellte Arbeiter i Lehrlinge Tagelöhner Mithelf. Famil.- Angeh. £ <u i«4 e3 W Kj 1.* c xvni. Warenhandel 57,947 334 302 200 44 145 A <* 5 602 4^* 2* A.I—A. III. 22,680 183 422 349 47 77 «~ 42 485 1.** Landwirtschaft 3.* B. XVI. 22,061 127 411 331 20 428 140 3 78 2 ** Bekleidungsgewerbe 4. * 5. * C XIII. Gast- und Schankgew. C. XXIV. Selbständig ausgeübte häusl. Dienste 14,430 4,659 84 27 422 3H5 195 553 2 87 1 1 443 714 3 6** 5** 6.* ß. XV. Industrie der Nahrangsmitte! 3,921 23 166 200 44 145 4 5 602 7 7* Ü. XXVII 2,334 13 247 641 346 8 -— — 5 8*** Unterrichtswesen 8.* B. XIII. 1,980 11 245 319 147 358 28 17 101 3 *• Textilindustrie 9.* D .XXVI. 0,772 10 97 433 471 85 ... 1 10 r^** Oeffcntlicher Dienst 10.* C. XIX. Geld- und Versicherungswesen 1,120 6 114 65 877 14 1 41 22.** *) Die mit einem Stern versehenen Ordnungszahlen bezeichnen die Reihenfolge der Gruppen nach der Stärke der jüdischen Besetzung (des Berufstätigenanteils); die mit zwei Sternen zeigen dasselbe bei der Gesamtbevöikerung an. Detaillierte Uebersicht über die sozialeSchichtung der Frauen gewährt Tabelle 12. Die größte Anteilsquote besitzen von den berufstätigen Schichten unsere Frauen in der Selbständigenklasse, die aber auf den hohen Prozentsatz der „beruflosen Selbständigen'' zurückzuführen ist. Mit Ausschluß dieser unproduktiven Elemente bleibt die Priorität den mithelfenden Frauen erhalten; doch ist! immerhin die Selbständigenschicht überi durchschnittlich reich an Vertretern des weibj Ischen Geschlechtes, ein Beweis mehr, daß; es unserer Frau nicht an Unternehmungs-; geist und wirtschaftlicher Tüchtigkeit gei bricht, wenn sie unter Umständen gezwungen ist, die Stelle des Mannes zu vertreten. ■ Besonders im Handel, wo 6 vom Hundert der berufszugehörigen Frauen zur Selbständigkeitsschicht zählen, und in der Industrie, wo fast 18 vom Hundert aller Selbständigen weiblichen Geschlechtes sind, verstehen unsere Frauen sich als selbständige Betriebsleiter geltend zu machen. Bemerkenswert ist noch, daß im Gruppenschema (s. Tab. II) das Unterrichtswesen es ist, welches verhältnismäßig die reichste Selbständigenschicht besitzt, indem unsere in dieser Gruppe berufstätigen Frauen mit fast zwei Drittel ihrer Gesamtzahl zu dieser Schicht zählen, was wohl hauptsächlich auf Nichtzulassung der jüdischen Lehrkräfte zu öffentlichen Lehrämtern zurückzuführen ist. Aus ähnlichem Grunde ist auch der Selbständigenanteil im öffentlichen Dienst ein ziemlich überfüllten Von den 9238 jüdischen Angestellten weiblichen Geschlechtes entfällt mehr als die Hälfte auf das Handelsgebiet, hauptsächlich auf den Warenhandel, der 3329, etwas über