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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-01-01 · Heft 1-3 (Januar 1919) · p. Seite 9

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 1-3 (Januar 1919)
Article
Erwerbstätigkeit und Berufswahl der jüdischen Frau
Date
1919-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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0 immer und immer muß darauf hingewiesen, müssen Mittel und Wege gesucht und gefunden werden, damit vorübergehende Not der Stunde nicht zum Mörder am Lehensbesten unserer Kinder werde. Es handelt sich ja heute bei der Berufsschulung und Berufsübung unserer Töchter nicht darum, einen vorübergehenden Zustand, ein Zwischenreich des Lebens erträglich oder einträglich zu machen, sondern es handelt sich für Männer und Frauen darum, das Leben auf die sichere Grundlage einerbefriedigenden und darum befreienden Arbeit zu stellen. Die Zeit, das sei, noch einmal zum Ausgangspunkt unserer Darlegungen zurückkehrend gesagt, in der das Biederweib der Bibel als Königin und Herrin am heimischen Herd waltete, ist auf ewig dahin. Das Paradies, das besonders wir Juden in dieser Form besassen, ist und bleibt uns verloren. Verloren aber nur in eben dieser Form. Denn wir können es uns in neuer und in nicht schlechterer Form aufbauen, wenn wir alle, Männer, Frauen, Söhne und Töchter wohlausgerüstet mit Kenntnissen, fest im Wollen, stark im Können hineingehen in den Kampf des Lebens, uns mit dem Leben herumschlagen, wenn es sein muß, aber dann zurückkehren in unser Heim und es zu einem Paradies machen, zu einem Hafen der Ruhe und des Friedens, einem festen und tragfähigen Lebensbau. in dem die Pflicht und das Können die Bausteine und die Liebe der festigende Mörtel sind. Dann wird für uns von einer anderen Seite her das jüdische Heim wieder eine frohe Wirklichkeit werden nach dem Worte Göthes; „Tages Arbeit, Abends Gäste, Saure Wochen, Frohe Feste. Sei dein künftig Zauberwort." Geben wir unseren Söhnen und Töchtern dieses Zauberwort mit auf den Lebensweg. Erziehen wir sie zu freudvoller Arbeit und arbeitsvoller Freude. Gebrechlichkeit der Juden in Grofi-Beriin. Von Dr. Jacob 5 e g a 11, Berlin. (Fortsetzung aus dem 12. Jahrgang.) i in Berlin jenen der jüdischen Gebrech- Stelleu wir zum Vergleich den Altersj Kchen gegenüber, indem wir zugleich Beraufbau der vier Kategorien der Gebrech- I ün und die fünf Stadtkreise bei letzteren liehen innerhalb der Gesamtbevölkerung | zusammenfassen. absolut: Altersklasse r> i j „ ,i _ mniüe Taubstumme Geisteskranke Geistesschwache i Ges. Bev. Juden! Gebrechliche zus. Ges. Bev. Juden Ges. Bev. Juden Ges. Bev. Juden Ges. Bev. Juden 0-15 65 1 224 8 32 2 489 17 810 28 15-30 133 7 I 327 35?10 30 848 46 1518 118 30-45 193 10 488 51 267 67 690 •>'> ,~J 1638 150 45-60 281 20 267 36 234 55 570 27 1352 138 über60 426 34 89 13 130 44 539 19 1184 110 Zus. 1098 72 1397 143 878 198 3140 131 6513 544

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