Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1919)
- Article
- Erwerbstätigkeit und Berufswahl der jüdischen Frau
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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w e es für? alle Als die Mauern im, Jahrhundert napcr> anderer filio'vt' hatten, ■i«*-i *4 UUU '1 '"s^CT'P in der Form, in der vergangene Tage es uns kennen und liSbeo lehrten. Und der Cherub mit dem Fla kirnen seh wert, der uns/ den Eingang wehrt, Ist der Zwang der pieu und anders gewordenem; Verhältnisse knd Zustände, ist der Kampf ■am's tägliche ©rot, Das gilt für uns Juden anderen Volksgenossen gilt» des Ghetto vor mehr als ehr* fielen, gab man uns statt Freiheit, die wir ersehnt un d f! uneingeschränkt nur die eine, Glied, nur wehr- und waffejik andersgläubigen Gliedgenossen, schnürt durch Zwänge nnd rc-\ «i große Heer der Arbeitenden er 'ir,cien. Wir haben von diesem einigen grui: sätzlichen unbestrittenem Recht einen guter;.. erfolgreichen Gebrauch gemacht. Wi« mat, es uns dankt und dankte, daß wir zu Mehrern des Ansehens unseres Deutschtums, seines Wohlstandes, seiner Weltgeltung wurden, wie man uns die Blutopfer dankt, mit denen unsere Söhne und Gatten in selbstverständr licher Pflichterfüllung ihre Treue zum Vaterlande bekundet haben, davon soll hier nicht die Rede sein, wenn es auch nicht möglich ist, sich in diesem Zusammenhang vfnes Gefühles der Bitterkeit zu erwehren. Die jüdischen Männer traten zuerst in das Heer der Arbeit ein. Dagegen widerstrebte man lange Zeit in jüdischen Kreisen dem Gedanken, auch die Frauen in größerem Umfange an der Erwerbstätigkeit teilnehmen zu lassen. Das ist in den letzten Jahren und ist besonders-seit Kriegsbeginn anders geworden. Je länger, je mehr ist auch hier der Eintritt der Frau in die Berufsarbeit und im Zusammenhang damit die . Berufsschulung der Töchter m einer Selbstverständlichkeit geworden, Die inneren und äußeren Gründe dir er I Umwandlung der Anschauung und eif- Verhaltens sind so oft gewürdigt und so « M ins Bewußtsein der Zeit gedrungen, j i n:(m sie als bekannt voraussetzen darf. arieg hat dem neue Impulse und Gelegenheit hinzugefügt und die Anteilnahme auch der jüdischen Frauen am Erwerbsleben in einem Maße gesteigert, daß die von uns ■Mi Erläuterung heranzuziehenden Zahlen der jüngsten Berufszählung (1907) nur. als von der Wirklichkeit längst überholte Grund- und. Minimalziffern anzusehen sind. *) ,, , •......... _ Jüdische BevöhfCfy m l davon erwerbstätig | in % der jüd. Ges.-Bev 1895 577358 | 244586 . 42 1907 566999 j 285996 50 Jüdische Erwerbstätige 1895 Berufsabteilung absolut in % der erwerbst. iüd Männer davon weiblich absolut weibl. in % der erwerbst. jüd. Frauen Von 100 jüd. Erwerbstäl waren weiblich Landwirtschaft * . Industrie. . .' . . Handel Lohnarbeit wechs. Art OßfftL Dienst eil freie Berufe Häusl. Dienstb. Landwirtschaft . . Industrie . . Handel . . . . . Lohnarbeit wechs. Art octra. Dienst und freie Bernte Hausl. Dienstb, . . *N)Vgl. für das F T^"^rtMmd' (1912) u 3371 45993 133451 889 U641 6371 3748 62995 145606 1350 18848 4797 7oigende : Dr. S nd „Vierteljahre« 1,3 21,56 69,16 0,12 7,79 0,08 1907 0,85 26,19 64,14 0,19 ' 8,60 0,03 e g a 11 „Die bei ähefte zur Statist 1208 10363 19123 682 1753 6298 2175 14906 27846 993 3056 4771 uflichen und. se ik des Deutsche) 3.06 26,28 48,50 1,73 4,45 15,98 4,04 27,73 51,81 1,84 5,68 - 8,80 zialen Verhältnis i Reichs" Bd. 24 35,8 22,5 14,3 76,7 11,9 98,8 57,26 23,66 19,12 73,55 16,21 99,45 se der Juden in 6 Ii.