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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1916) · p. Seite 61

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1916)
Article
Bevölkerungsbewegung der Juden in Berlin
Date
1916-07-01
Page
Seite 61 (sequence 5)
Language
German
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— ül IV. Volkszählungsjahr: Evangelische: Katholiken: Juden: Zu- Evang. bezw. Abnah Katholiken me: Juden: 1871 729712 54569 36oi5 1875 846394 67504 45464 15,9 23,7 26,2 1880 982867 79652 53916 16.1 18,8 18,6 1885 1143167 99228 64355 16,5 24.6 19,4 1890 1352907 135029 79286 18.;> 36,1 23.2 1895 1421014 154970 86152 5.0 14.8 8/7 1900 159723n 187846 92206 12,4 21,2 7,0 1905 1704611' 222780 98893 6.7 18,ö 7/2 1910 1689118 243902 90013 0,3 8,9 — y,i rauf/olgenden Jahrfünft 1890/1895 die Zunahme nur den dritten Teil, nämlich 5 ,J<>: zwar trat noch einmal, nämlich von 1895/1900 ein Aufschwung ein, der aber nur vorübergehend war. Vergleichen wir nun mit dieser Schilderung die beiden Tabellen über ungemischte und gemischte Ehen der Evangelischen, so stimmen sie in wesentlichen Punkten überein. Ueberall ist das Jahrfünft 1886/1890 am stärksten vertreten,, überall weist das Jahrfünft 1896/1900 einen Zug nach aufwärts auf, überall ist seitdem ein starker Rückgang bemerkbar. Die prozentuale Zunahme der Katholiken ist im Durchschnitt bedeutend größer als jene der Evangelischen und damit auch die stärkere Zunahme der Eheschließungen in den einzelnen Jahrfünfteu genügend erklärt. Im Uebrigen aber weist die Entwicklung der Ehefrequenz und der katholischen Bevölkerung nicht durchgängig jene Analogien auf, wie wir sie vorhin bei den Evangelischen konstatieren konnten. Nur das Jahrfünft 1886/1890 ist auch hier durch eine gleichzeitige sehr beträchtliche Steigerung der Bevölkerungszunahme und der Quote sowohl der ungemischten wie gemischte Ehen ausgezeichnet. Bei den Juden ist das gleiche der Fall. Hier tritt eine Analogie dadurch zu Tage, das der rückläufigen Bewegung in der Bevölkerungszunahme seit 1890 ein Nachlassen der Ehefrequenz entspricht. Wir harten hierbei nur die ungemischten Eben im Auge. Für die gemischten Ehen läßt sich aus den Zahlen der Volkszählungen kein Erkiärungs momeut herbeiführen. Es wäre eine Arbeit für sich, den Gründen für die eigenartige Entwicklung der ungemischten und gemischten Ehen nachzuspüren. Sie mit rein statistischen Mitteln zu erfassen ist nahezu unmöglich, da gerade in der Frage der Mischehen viele Imponderabilien mitwirken. Wir müssen uns daher damit begnügen, mehr die Tatsachen zu konstatieren und die wenigen aus der Statistik selbst sich ergebenden Aufschlüsse heranzuholen. Daß Wanderungen auf die Gestaltung der Ehefrequenz von Einfluß sind, liegt auf der Hand. Ganz besonders deutlich tritt dies zu Tage, wenn wir in Folgendem die Eheschließungsziffern der gesammten Berliner Bevölkerung den Zuzügen und Fortzügen in den einzelnen Jahren gegenüberstellen. Jahr 1901 1902 1903 1904 1905 Eheschi. 19838 19138 20141 21220 22276 Zuzüge 232271 238602 254070 265627 287860 Fortzüge: 243004 239554 235567 238445 248297

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