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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1915) · p. Seite 93

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1915)
Article
Die Berufe der Juden in München
Date
1915-10-01
Page
Seite 93 (sequence 9)
Language
German
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- 93 - 1907 1895 | 1882 1! 0/ j£! 0 O I •S '< 0/ /o 1 1 0/! /o a Selbständige . . b Angestellte Cj Mithelf. Familienmitgl....... c2 Gelernte Gehilfen o Ungelernte Arbeiter ...... 362 50,77 138 19,36 22; 3,09] 172 24,121 19 2W 271!24 161 48,74 22,30 28,96 142 58,9 23 9,6 76! 31,5 C1-C3........ 213 29,87 s Summe 713j 100,00 556| 100,00 241 j 100,00 1907 1895 j 1882 absol. f->/ /o absol. 0/ /O absol. O-' /O a Selbständige b Angestellte q Mithelfende Familienmitglieder . . . c2 Gelernte Gehilfen .... c3 Ungelernte Arbeiter . . 1089 546 104 369 19 51,20 25,67 4,89' 17,35 0,89 1020 398 346 57,82 22,56 19,62 657 277 124 62,1 26,2 11,7 Cl~ C3 492 23,13 Summe j2127 \ 00,00 1764 lö0,00|1058 100,00 Arbeiter betrifft, so stieg auch ihre Ziffer im ganzen Zeitraum recht bedeutend, jedoch ist relativ eine Abnahme bemerkbar. Diese Verschiedenheit zwischen den absoluten Ziffern und den Relativziffern rührt davon her, daß die Zunahme der Angestellten in der Tabelle dominiert und den Anteil der beiden anderen Schichten herabdrückt. Erwähnung verdient, daß 1907 zum ersten Mal infolge Scheidung der c-Kategorie in ihre Elemente der ungelernte gewerbliche Arbeiter in der Statistik des Münchener Judentums auftritt, allerdings mit der geringen Ziffer von 19, darunter 11 Industrie der Nahrungs- und Genußmittel, 5 Bekleidungsgewerbe. Bei „Handel und Verkehr" ergibt sich in den drei Berufszählungsjahren folgende Änderung der Stellung im Beruf, Es waren An dieser Tabelle fällt vor allem die bedeutende Steigerung der absoluten Ziffern beiden Selbständigen im Zeiträume 1882—95 auf. Es war die Zeit, in welcher München Großstadt wurde und daran haben die Juden, namentlich durch Zuzug aus der Provinz, großen Anteil. Auch bei den Angestellten und Arbeitern sind die absoluten Ziffern gestiegen. Was die relativen Ziffern betrifft, so stieg die Zahl der c-Personen durchaus und dementsprechend sank der Anteil der Selbständigenschicht. Der Anteil der Angestellten bleibt sich im ganzen ziemlich gleich. Über die soziale Stellung der Juden in München kann zusammenfassend gesagt werden, daß der größte Teil sich noch bei den Selbständigen befindet, daß diese Kategorie aber relativ im Rückgang begriffen ist, während sich aus dem keine einheitlichen Linien zeigenden Bilde der relativen Ziffern bei der U n - selbständigen-Schicht wenigstens soviel entnehmen läßt, daß diese Schicht im Ganzen in dem Maße angewachsen ist, in dem die Schicht der Selbständigen sich relativ vermindert hat. VII Die selbständigen jüdischen Handelsgewerbetreibenden in München nach Berufsbenennungen. Die amtliche Berufsstatistik gliedert die erwerbstätige Bevölkerung nach Berufsabteilungen, nach Berufsgruppen und innerhalb der Berufsgruppen nach Beruisarten, indem jeder Erwerbstätige (jede Erwerbstätige) je nach der von ihm selbst gewählten Berufsbezeichnung (Berufsbenennung1) in die entsprechende Kategorie eingereiht wird. Die Berufsarten, in welche die Berufsgruppe XX „Handelsgewerbe" a) Die Statistik setzt also in die Bevölkerung das Vertrauen, daß sie ihren Beruf richtig angibt. (Bei begründetem Zweifel an der Richtigkeit findet natürlich eine Überprüfung duich die statistischen Organe statt).

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