Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 11 (1915)
- Issue
- Heft 10-12 (Oktober 1915)
- Article
- Die Berufe der Juden in München
- Date
- 1915-10-01
- Page
- Seite 91 (sequence 7)
- Language
- German
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- 91 - 6. Ärzte 111, darunter 15 Assistenzärzte und Medizinalpraktikanten, 7 Zahnärzte. 7. Sonstiger Gesundheitsdienst 24 (darunter 9 Zahntechniker, 9 Krankenpflegerinnen). 8. Soldaten 38 (darunter 20 Einj.- Freiwillige). 9. israelitischer Kultusdienst einschl. Religionslehrer 10. 10. Lehrer 21 (1 Gymnasialassistenti 9 Lehrer, 6 Sprachlehrer, 2 Privatlehrer, 3 Erzieher); die Musiklehrer s. b. 15. 11. Privatgelehrte, fertige Akademiker ohne besondere Berufsbezeichnung (z. B. „Doktoren") 21. 12. Privatbeamte 3. 13. Schriftsteller 20 (darunter 7 Ausländer); Redakteure 4 (darunter 1 Ausländer); Journalist 1; zusammen 25. 14. Bildende Kunst 53 (42 Maler und Bildhauer, darunter 18 Ausländer; 5 Graveure, darunter 2 Ausländer). 15. Bühne und Musik 46 (darunter 26 Ausländer, darunter 20 Österreicher); darunter Sänger und Schauspieler 21, Musiklehrer 6. 16. Artistik 21 (darunter 13 Artisten, 2 Leiter artistischer Unternehmungen, 6 Angestellte von solchen); unter den 21 befinden sich 18 Ausländer, darunter 15 aus dem „sonstigen Ausland". Die Tabelle ist recht interessant. Es fälit auf die hohe Zahl der Ärzte (Nr. 6), Rechtsanwälte (Nr. 2), Maler und Bildhauer (Nr. 14), Musiker und Bühnenkünstler (Nr. 15), Artisten (Nr. 16); auch die Privatgelehrten (Ni. 11) und die Schriftsteller (Nr. 13) erscheinen wieder in erheblicher Zahl. Dagegen sind in relativ geringer Zahl vertreten Staatsbeamte (Nr. 1, 5), Bürobeamte (Nr. 3), niederer Gesundheitsdienst (Nr. 7), der Lehrberuf (Nr. 10). Sehr gering ist die Zahl der Soldaten (Nr. 8). Jedoch dürften in dieser Ziffer nur die in der Kaserne wohnenden jüdischen Soldaten inbegriffen sein; die nicht in der Kaserne wohnenden Einj.-Freiwilligen, also die große Mehrzahl, wird ihren Zivilberuf angegeben haben, also meist unter Fs (nicht in der Familie lebende Studierende) zu finden sein. Die Ausländer sind nur bei Nr. 14, 15, 16 von Bedeutung. Der Anteil der Abteilung „Beruflose" an der Erwerbstätigkeit ist bei den Juden höher als bei der Gesamtbevölkerung. Dort beträgt er 29.1 %, bei der Gesamtbevölkerung nur 16,2%. Eine genaue Ausscheidung nach Berufsarten orientiert uns über die Art der Zusammensetzung dieser Abteilung. Es waren erwerbstätig ien war. tätig rwerbst. j iv. war. j Von HJOJiK erwerbs- Von 100 E der Ges.-B( Juden ¥Y Von eigenem Vermögen u. Renten Lebende ....... 600 12,70 2,52 F3 Nicht in ihrer Familie lebende Studierende .... 612 12,95 5,47 F4 Insassen von InvaL- und Wohltätigk. Anstalten . . . 20 0,42 0,98 Fs Insassen von Strafanstalten 1 0,10 0,01 Fg Ohne eigentl. Beruf und ohne Berufangabe..... 139 2,94 1,96 1372 29,11 Der größte Teil dieser Abteilung wird durch die große Zahl der vom eigenen Vermögen lebenden und auch durch die Zahl der Studierenden gedeckt. Das erste läßt auf ziemlich große Wohlhabenheit schließen, und auch auf die große Zahl von Zuge-