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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1915) · p. Seite 89

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1915)
Article
Die Berufe der Juden in München
Date
1915-10-01
Page
Seite 89 (sequence 5)
Language
German
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— 89 - 2,9 %, In der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel spielt die Tabakherstellung die Hauptrolle. Beim Bekleidungsgewerbe tritt die Schneiderei hervor. Betrachtet man den Anteil der Juden in den verschiedenen Berufsgruppen und -arten an der Gesamtbevölkerung, so sehen wir, daß die chemische Industrie (und hier wieder die Berufsart Herstellung chemischer und pharmazeutischer Apparate), sowie die Tabakfabrikation stark hervortreten. Die 2127 Juden, die im Jahre 1907 in München im Handel und Verkehr erwerbstätig sind, verteilen sich auf die einzelnen Berufsgruppen folgendermaßen: CO 1 JD; "1 1 ä S i S O.JJ3 a tC v 3 3 c/i g <u ojo 2-s J> Jfo waren täti 100 erwei :n in den snden Bei irbstätig i 100 der enden Bei irbstätige in Juden C/5 tu Von wäre stein erwe - - cy w £2£g c/j aj? XX. Handelsgcwerbe .... 2 034 43,06 5,35 XXL Versicherungsgewerde . 36 0,76 1,68 XXII a Post und Eisenbahn . . 7 0,15 0,07 XXII b Sonstige Verkehrsgew.. 8 0,17 0,13 XXIII. Gastu Schankwirtschaft 42 0,89 0,28 2127 45,03 Es ist also in der Berufsabteilung Handel und Verkehr das Handelsgewerbe die Berufsgruppe, die den größten Raum einnimmt. Wir sehen: 43,06 aller Juden sind im Handelsgewerbe erwerbstätig und von der Gesamtbevölkerung sind 5,35 °4 der an diesem Gewerbe tätigen Personen jüdischer Konfession. Jener Prozentanteil ist recht groß, doch kleiner als der Anteil, den das Handelsgewerbe in den früheren Jahren bei den Juden hatte. So betrug er im Jahre 1895 noch 47,79 aller Juden und 1882 noch 55,61 aller Juden. Auch waren von der Gesamtbevölkerung Münchens im Jahre 1895 noch 6,92 aller im Handelsgewerbe Tätigen Juden und 1882 sogar 8,4%. Ein großer Anteil am Handelsgewerbe ist also auch heute noch zu konstatieren, aber er mindert sich zusehends. Die Betrachtung der einzelnen Berufsarten gibt uns nähere Details über die Art der Beteiligung an dieser hauptsächlichsten Berufsgruppe. Bei den 2034 Personen, die im Handelsgewerbe tätig waren, ergeben sich folgende Anteile der nachstehend aufgeführten einzelnen Berufsarten. Es waren erwerbstätig in den nebenstehend. Bcrufsart. Jud. Von lüü erwerbstätigen Juden waren in den nebenstehenden Berufsarten erwerbstätig Von 100 in den vorstehenden Berufsarten Erwerbstigen der Ges.-Bev.j waren Juden; Ci Warenu. Produktenhandel 1657 35,08 5,4 c2 Q. Geldu. Credithandel . . . 91 1,95 4,04 Buchu. Kunsthandel. . . 84 1,78 5,38 c5 Hausierhandel....... 11 0,23 2,56 Q Handelsvermittlung .... 172 3,64 12,84 2015 42,68 (Die übrigen 19 verteilen sich in kleiner und ungefähr gleicher Beteiligungsziffer auf die anderen Berufsarten des Handelsgewerbes.) Diese Zahlen geben uns interessante Aufschlüsse. Der Waren- und Produktenhandel nimmt den größten Platz in der Berufsgruppe Handelsgewerbe ein, wenn er auch in seiner Beteiligungsziffer im Rückgang begriffen ist; es betätigten sich nämlich 1895 37,42% aller erwerbstätigen Juden am Waren- und Produktenhandel und 1882 41,28%. Was die übrigen Berutsarten innerhalb des Handelsgewerbes betrifft, so stellen C2 Geld- und Kredithandel, C8 Buch- und Kunsthandel und C6 Handelsvermittlung ziemlich große Ziffern. Dies ist bezüglich C2 und C6 nicht auffallend, mehr ist dies

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