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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-04-01 · Heft 4-6 (April 1915) · p. Seite 54

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 4-6 (April 1915)
Article
Mischehen unter den Juden in Frankfurt a. M. nach dem Stande vom 1. April 1914
Date
1915-04-01
Page
Seite 54 (sequence 3)
Language
German
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- 54 — jüdische, während dem sogenannten guten Mittelstände bedeutend mehr nichtjüdische Frauen als jüdische angehören. Bei den höheren Einkomn en scheint sich ein Ausgleich zu vollziehen. Aber hier muß berücksichtigt werde n, daß es sich in dem mit (^bezeichneten Ei kommensstufen um Ehen handelt, bei dene der nichtjüdische Mann vor der Eheschlie ung aus dem Judentum ausgetreten war. Es kann nichi Aufgabe des Statistikers sein den Ursachen nachzuspüren, die der immer größeren Ausbreitung der Mischehe unter den Juden zugrunde liegen. Er muß sich vielmehr auf die zahlenmäßige Darstellung der Tatsachen beschränken. Dies sollte kurz für Frankfurt geschehen. Vielleicht wird auch seitens der anderen größeren Gemeinden das bezügliche Material veröffentlicht, was für die Beurteilung der Frage immerhin von Wichtigkeit wäre* Zur Statistik der Ii Von Dr. Jacob Die Konfessic lsstatistik ist in Ungarn gut ausgebildet. Dies zeigt sich nicht nur in den staatliche! Publikationen über den Stand und die B* wegung der ungarischen Bevölkerung, in der Unterrichtsnnd Justizstatistik, sondern auch insbesondere in den Veröffentlichungen der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Sie bringen ein selten umfangreiches Material über die demographischen Verhältnisse der einzelnen Konfessionen und geben dem Konfessionsstatistiker die Möglichkeit die Struktur und die Lebensäusserungen konfessionell geschiedener Schichten der hauptstädtischen Bevölkerimg bis ins Detail zu untersuchen. Uns interessieren an dieser Stelle Mitteilungen über die Zusammensetzung der jüdischen Bevölkerung und ihre natürliche Entwicklung, nachdem wir in Heft 11, Jhg. 9 dieser Zeitschrift die rein zahlenmäßige Entwicklung der Juden in Budapest von 1869 bis 1911 verfolgt haben. Um das Folgende besser zu verstehen, entnehmen wir unserer damaligen Mitteilung, daß die Zahl der Juden im Jahre 1869 44 890= 16,6#, im Jahre 1890:102 377=21,0^, 1900:166 198=2 <,6# und 1910:203687= 23,1 % betrug. E hat sich demnach ihre Zahl j iM m Budapest. > e g a i 1, Berlin. in 40 Jahren nahezu verfünfacht und der Prozentsatz ist von 16,0 auf 23,1 gestiegen. Nach dem Alter verteilte sich die jüdische Bevölkerung im Jahre 1906 folgendermaßen: in ¥o Ges- Röm- Prot. Alterski. Bev. Jud. Kath. A.K. Juden 0- 5 73516 18 339 9,39 8,17 9,86 5- -10 64 534 17 528 8,06 7,42 9,42 10- ■15 64 964 17 687 8,03 7,57 9,50 15- -20 86 933 19 616 11,09 10,56 10,54 20- -25 104254 20232 13,26 13,23 10,87 25- -30 85 783 18 923 10,84 10,90 10,17 30- 35 70 866 15 697 8,99 9,64 8,43 35- -40 60585 14 224 7,56 8,26 7,65 40- -45 46210 10 699 5,84 6,22 5,73 45- 50 40862 9 305 5,23 5,33 5,00 50- -55 30381 7 252 3,84 4,29 3,90 55- -60 23195 5 907 2,91 3,18 3,17 60- -65 15808 3 989 1,99 2,17 2,14 65- -70 11512 3 228 1,43 1,48 1,78 70- -75 5 885 1 544 0,75 0,83 0,83 75- -80 3 660 1 076 0,45 0,48 0,58 80- -85 1443 421 0,18 0,16 0,23 85- -90 545 207 0,0G 0,04 0,11 90- 222 94 0,02 0,04 0,05 Unbek. 590 79 0,08 0,03 0,04 Zus. 791 748 186 047100,00100,00 100,00

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