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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1914-11-01 · Heft 11-12 (November 1914) · p. Seite 155

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
10 (1914)
Issue
Heft 11-12 (November 1914)
Article
Die Juden in Groß-Berlin
Date
1914-11-01
Page
Seite 155 (sequence 5)
Language
German
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— 155 — Die sonst in Preußen Gebürtigen, absolut: Geboren in Berlin Chg Schbg Wilmdf Nklln Lchtbg 5 918 2 907 2 449 405 221 einer d.44Nachbargemeind. 779 238 206 367 37 11 der sonst Prov. Brandenb. 4 029 1 007 485 364 64 53 Ostpreußen ..... 2 456 676 307 278 62 37 Westpreußen..... 7 023 1 311 676 498 168 72 Pommern...... 3 855 878 504 388 63 58 Posen ....... 12 792 2 663 1435 1 120 248 150 Schlesien...... 6549 2 221 1 320 969 193 77 Rheinland...... 854 ] Hessen-Nassau .... 690 \ 1601 1 025 744 101 63 sonst im Kgr. Preußen . 2 343 J Zusammen 41370 16 513 8 865 7 277 1 341 742 prozentual: Berlin....... — 35,84 32,79 33,65 30,20 29,78 einer d. 44 Nachbargemeind. 1,88 1,44 2,32 5,04 2,76 1,48 der sonst. Prov. Brandenb. 9,74 6,09 5,47 5,00 4,77 7,14 Ostpreußen..... 5,94 4,09 3,46 3,82 4,61 4,98 Westpreußen..... 16,98 7,94 7,62 6,84 12,53 9,70 Pommern ...... 9,32 5,32 5,69 5,33 4,69 7,81 Posen ....... 30,92 16,13 16,19 15,39 18,49 20,22 Schlesien...... 15,83 13,45 14,89 13,32 14,39 10,38 Rheinland...... 2,06 | Hessen-Nassau .... 1,67 9,69 11,57 10,22 7,53! 8,49 sonst im Kgr. Preußen ♦ 5,66 ( j Zusammen 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Durchschnittlich sind mehr als 30^ aller sonst in Preußen Gebürtigen in Berlin gebürtig. Arn stärksten ist der Zustrom von Berlin nach Charlottenburg, am schwächsten nach Lichtenberg. Auch innerhalb der einzelnen Gemeinden — außer Berlin — findet ein ständiger Bevölkerungswechsel statt; an diesem ist Wilmersdorf als Aufnahmeort am meisten beteiligt. Die sonstigen brandenburgischen Juden machen keinen sehr erheblichen Prozentsatz der Bevölkerung aus; in Lichtenberg ist ihr Anteil am bedeutendsten, in Neukölln am niedrigsten. Noch schwächer sinddieOstpreußenin den einzelnen Gemeinden vertreten. Die Pommern weisen dieselbe Stärke auf wie die sonstigen Brandenburger. Die Analogie zeigt sich besonders deutlich in Neukölln und Lichtenberg. Posen ist diejenige preußische Provinz, welche die meisten Juden nach Großberlin abgegeben hat. In Berlin selbst sind 31 % aller aus Preußen eingewanderten Juden aus der Provinz Posen gebürtig, in den anderen Stadtkreisen schwankt der Prozentsatz von 15 bis 20. Auch hier steht Lichtenberg an der Spitze und Neukölln steht an zweiter Stelle. Nächst Posen hat Schlesien die meisten Juden nach Berlin abgegeben. In Berlin sind halbsoviel Schlesier als Posner, ebenso in Lichtenberg; in den übrigen Stadtkreisen ist der Unterschied viel geringer, in Schöneberg und Wilmersdorf sogar mir 2^. Auch der Westen und Süden Preußens hat Juden nach Groß-Berlin entsendet, und in durchaus nicht unerheblicher Anzahl. In Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Wilmersdorf stammen 10 und mehr Prozent aller sonst in Preußen Gebürtigen aus diesen Gegenden. Im Zusammenhang mit der Gebürtigkeit

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