Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 10 (1914)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1914)
- Article
- Die Juden in Groß-Berlin
- Date
- 1914-11-01
- Page
- Seite 153 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2650397-3187742-3187752-3193768--4413-3193801- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 153 — Weibliche Verwitwete. Alterski. Chg jschbg Wlmdf Nklln Lchtbg 0-15 15-20 20—30 30—40 40-50 50-60 60-70 über 70 0,21 0,61 4,41 15,49 36,16 62,83 84,63 0,61 5,28 12,62 35,82 62,21 76,22 0,74 5,58 16,82 38,45 62,55 87,36 2,98 8,10 22,38 48,15 80,72 _ 1,54 2,83 8,06 25,71 50,00 78,57 0,38 2,99 9,66 26,72 52,43 74,86 Zus. 15,07; 14,69 16,56 5,53 7,52 10,69 Männliche Geschiedene. 0-15 1 C Oft — _ — — — — 15—20 20-30 0,05 0,25 _ _ _ 0,01 30-40 e,87 0,52 0,52 0,38 — 0,79 40-50 1,52 1,22 2,29 0,67 1,54 1,15 50-60 0,87 0,99 0,94 1.28 — 1,02 60-70 0,81 0,57 0,95 — — 0,45 über 70 1,93 — _ — — 0,92 Zus. 0,59 0,51 0,63 0,28 0,18 0,47 Weibliche Geschiedene. U—15 15-20 _ _ _ _ _ 0,03 20-30 0,75 0,61 0,63 — 7,69 - 0,40 30-40 2,10 2,09 3,52 0,43 1,59 40-50 2,01 2,63 3,26 — 3,22 1,85 50-60 1,85 1,62 0.86 — — 1,81 60-70 0,38 0,74 0,45 — — 1,13 über 70 — 0,49 — — — 0,42 Zus. 1,08 1,17 1,35 0,09 0,53 0,90 Das Verhältnis der Ledigen zu den Verheirateten innerhalb einerBevölkerung kommt am schärfsten durch ihre prozentuale Vertretung in den beiden Altersklassen 20—30 und 30—40 zum Ausdruck. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet weist Charlottenburg die relativ höchste Zahl von ledigen und die geringste Zahl von verheirateten Personen unter sämtlichen Stadtkreisen auf; Neukölln und Lichtenberg zeigen mit geringer Abweichung von einander den niedrigsten Stand der Ledigen und den Höchststand der Verheirateten. Schöneberg und Wilmersdorf bilden jedes einen Typ für sich. Nur in der Altersklasse 20 bis 30 ist der Prozentsatz der männlichen Ledigen und Verheirateten in beiden Orten gleich hoch. Unter der weiblichen Bevölkerung gibt es in Schöneberg weniger Ledige und mehr Verheiratete als in Wilmersdorf. In der nächstfolgenden Altersklasse 30—40 sind in Schöneberg mehr männliche Ledige vorhanden als in Wilmersdorf (40,30^ bezw. 34,81^); das umgekehrte Verhältnis zeigt sich natürlich bei den Verheirateten. Beim weiblichen Geschlecht herrschen annähernd gleichartige Verhältnisse. Für die Verwitweten kommen hauptsächlich die Altersklassen über 40 Jahre in Betracht. In der Altersklasse 40—50 ist der Prozentsatz der männlichen Verwitweten überall sehr gering — in Neukölln sogar gleich Null. Hingegen ist die Zahl der in diesem Alter stehenden Witwen bereits recht beträchtlich in Charlottenburg und Wilmersdorf, etwas geringer ist ihr Anteil in Schöneberg. Neukölln und Lichtenberg, wo die Verheirateten am stärksten vertreten sind, besitzen naturgemäß die geringste Zahl von Verwitweten. Die Quote der männlichen Verwitweten in den weiteren höheren Altersklassen ist fast in jedem Stadtkreis verschieden. Nur Charlottenburg und Wilmersdorf weisen eine annähernd gleiche Entwicklung auf. Den Ziffern für Lichtenberg ist wegen der Kleinheit der ihnen zugrunde liegenden absoluten Zahlen keine besondere Bedeutung beizulegen. Besser liegen die Verhältnisse hinsichtlich der weiblichen Verwitweten; hier heben sich, wie schon in der vorhin behandelten Altersklasse 30—40 Neukölln und Lichtenberg infolge des geringeren Prozentsatzes von verwitweten Personen deutlich von den übrigen Stadtkreisen ab. Auf die Geschiedenen gehen wir wegen der Kleinheit der Ziffern nicht ein. Wenden wir uns nunmehr dem wichtigen Kapitel der Gebürtigkeit zu. Eine eingehende Untersuchung dieser sozialen Diffe-