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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1914-09-01 · Heft 9-10 (September 1914) · p. Seite 143

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
10 (1914)
Issue
Heft 9-10 (September 1914)
Article
Die jüdische Bevölkerung Galiziens von 1772 - 1867
Date
1914-09-01
Page
Seite 143 (sequence 6)
Language
German
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- 143 - 1) Vor 1851 wurden die Volkszählungen noch immer von den Militärbehörden zu militärischen Zwecken vorgenommen; 2) hatten die Juden eine besondere Judensteuer zu zahlen, deren Höhe von dem jeweiligen Bevölkerungsstande abhängig war. So nimmt B u z e k l) an, daß im Jahre 1846 bezw. 1848 noch mindestens 100 000 Juden hinzuzuzählen wären. Die günstigere Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in der besprochenen Periode liegt in den allgemeinen guten biotischen Verhältnissen (geringe Sterblichkeitsquote), in der damals ganz geringen Auswanderung und schließlich in der gebesserten rechtlichen Lage, die sich mit dem Jahre 1860 grundsätzlich geändert hat. Außer den bereits erwähnten Beschränkungen des Erwerbs von Tabulareigentum ist die Kaiserl. Verordnung vom 2. Oktober 1853 (RGBl. S. 190) anzuführen, derzufolge vorn 5. Oktober 1853 an wieder sämtliche Beschränkungen betreffs der Fähigkeit der Juden, Güter zu erwerben, welche am 1. Januar 1848 bestanden haben, in Kraft treten sollten. Erst die Kaiserl. Verordnung vom 18 Februar 1860 (RGBl. Nr. 44.), welche für Galizien und die Bukowina erlassen wurde, hat jene Beschränkung dahin abgeändert, daß denjenigen Juden gleich den Christen Grund und Boden zu erwerben erlaubt wurde, welche entweder das Untergymnasium oder die unteren Klassen der Realschule, Handels-, Agrikultur-, Forst-, Berg- oder Marineschule absolviert, oder solchen, welche einen Offiziersgrad erreicht haben. Andere jüdische Staatsbürger durften zwar Grund und Boden erwerben, alle in die Übertragung wurde ihnen sowohl inter vivos als mortis causa nur an ihre gesetzlichen Erben gestattet. Sämtliche, also auch die eben erwähnten Beschränkungen fielen erst mit der Promulgierung der Verfassungsgesetze vom Dezember 1867. Von da beginnt eine neue Epoche. Statistisches Archiv. Preußen Die höheren Lehranstalten für die weibliche Jagend in Preußen am 1. Februar 1914. Nach Ermittelung des KgL Statistischen Landesamts gab es am 1. Februar 1914 474 höhere Lehranstalten für die weibliche Jugend, davon 5 Staatsanstalten, 255 Gemeinde-, 5 Stiftungs- und 209 Privatanstalten. In den Staats-, Gemeinde-, Stiftungs- und Privatanstalten wurden 2649, 98 £80, 1505 und 58338, zusammen 161 072 Mädchen unterrichtet, von denen 222 + 7560 -+- 28 + 3448 11258 dem jüdischen Bekenntnisse angehörten Es besuchten von den jüdischen Mädchen 10509 das Lyceum, 223 das Oberlyceum, 526 die Studienanstalten. Die Lehramtsprüfung bestanden von 1 856 Seminaristinnen 1 840, und zwar 1130 evangelische, 504 katholische und 26 jüdische. Die Reifeprüfung hatten 235 Schülerinnen der Studien- *) Rozsiedlenie ludnosci Galicvi wedle wvznania i narodowoäci, Lemberg, 1909. anstalten abgelegt, 219 der realgymnasial-, 16 der gymnasial Richtung; von ihnen erreichten 144 evangelische, 31 katholische, 36 jüdische und 1 sonstigen Bekenntnisses, zusammen 212 die realgymmnasiale Reife und 8, 5, 2, 1 zusammen 16 die gymnasiale. (Statistische Korrespondenz, Jhrg. XL, Nr. 18. 2. Mai 1914.) Württemberg Höhere Schulen in Württembergim Sdhmjahr 1912/13. An den höheren Schulen Württembergs für die männliche Jugend waren von den Schülern 23 705 evangelisch, 6 839 katholisch, 678 jüdisch und 89 sonstige. An den höheren Mädchenschulen gab es am 1. Januar 1913 6 851 Schülerinnen, von denen 5 683 evangelischen, 761 katholischen, 372 jüdischen und 35 sonstigen Bekenntnisses waren. (Statistik des Unterrichts und Erziehungs-

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