Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 11 (November 1913)
- Article
- Die Zahl der Israeliten am Sinai und ihre Fruchtbarkeit in Ägypten
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 167 (sequence 8)
- Language
- German
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- 167 — von 15 — 45 Jahren als Mütter betrachten. I Wir haben die weibliche Bevölkerung in j gleicher Größe der männlichen angenommen j und wollen das auch für diese Berechnung j tun. Die weibliche israelitische Auszugsj bevölkerung variierte bei uns zwischen j 700 000 und 950 000 Köpfen. Davon bej fanden sich im Alter von 20—50 Jahren bei unserer ersten Rechnung 68,1%, bei unserer zweiten Rechnung (nach Kehath und Gerson allein), 59,1%, nach unserer dritten Rechnuug 55,4% (22% für die Altersklasse von 30—50 Jahren), während nach unserer ersten Tabelle in Deutschland 40,5% dieser Altersklasse angehörten. Rechnen wir nun die weibliche Fruchtbarkeit, statt von 20- 50 Jahren, von 15 —45 Jahren, wie j es für jene Zeit berechtigter erscheint, dann; erhöhen sich — nach dem Altersaufbau in unserer (ersten) deutschen Tabelle — die Prozentsätze um etwa 5%, da die Altersklasse von 45—50 Jahren, die dann fortfällt, nur 1,260,349 Köpfe 4,6% der über einen; Monat alten Bevölkerung ausmachte, während j die Altersklasse von 15—20 Jahren, die j dann hinzukommt, mit ihren 2 666 189 Köpj fen 9,6% dieser Bevölkerung bildete, | (9,6% ~ 4,6% 5%). i Die Frauen im Alter von 15 — 45 i Jahren dürften also damals, bei Zugrundej legung unserer ersten Rechnung etwa 73% j (68% -f- 5%), bei Zugrundelegung unserer j dritten Rechnung etwa 60% (55% + 5°/°) der weiblichen Gesamtbevöikerung betragen haben. Sie zählten also im ersteren Falle rund 510 000 Köpfe (73% von 700 000), j im letzteren Falle rund 570 000 Köpfe (60% \ von 950 000). Bei jährlich durchschnittlich j 1 bis 1% Geburten auf jede Frau im Alter von 15—45 Jahren kommen wir also auf eine Gesamtzahl der Geburten von 510 000 bei Zugrundelegung unserer ersten Rechnung, von 760 000 bei Zugrundelegung unserer dritten Rechnung. Nach ersterer zählte das Volksganze 1 400 000 Köpfe, nach letzterer 1 900 000 Köpfe. Bei Zugrundelegung unserer ersten Rechnung kommen wir also auf eine Geburtenrate von 364, bei Zugrundelegung unserer dritten Rechnung auf eine Geburtenrate von 400 (auf je tausend der Gesamtbevölkerung.) Die Geburtenrate des Auszugsgeschlechts ist also zehn bis elf mal so groß, als sie in den Jahren 1822—1840 bei den preußischen Juden — vermutlich auf der Höhe ihrer Geburtenrate — gewesen ist. (Nach Goldscheider in dieser Zeitschrift 1907, Seite 71 : 35,5 auf je 1000 Juden), und immer noch neun bis zehn mal so groß, als sie bei den fruchtbarsten europäischen Juden in uns bekannter Zeit, bei den Juden Rumäniens, im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts gewesen ist. (Nach dieser Zeitschrift 1912, Seite 16kamen dort von 1871—1900 40,1—46,8 Lebendgeborene auf je 1000 Juden), endlich auch noch immer sieben bis acht mal so groß, als sie uns bei afrikanischen Juden bekannt ist. (Nach dieser Zeitschrift 1906, Seite 16 kamen in Algier in den Jahren 1897—1899 50,4 Geburten auf je 1000 Juden). Natürlich ist bei all diesen Betrachtungen die Richtigkeit der von der Bibel berichteten Zahlen vorausgesetzt. Will man die Richtigkeit derselben bezweifeln, dann haben auf Grund derselben angestellte Berechnungen überhaupt keinen Sinn.