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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-09-01 · Heft 9 (September 1913) · p. Seite 134

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 9 (September 1913)
Article
Die jüdische Einwanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1911 - 12
Date
1913-09-01
Page
Seite 134 (sequence 6)
Language
German
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- 134 - Auswanderern gab es 5 274 (71%), die nicht mehr als 5 Jahre im Lande gewesen sind und nur 2 090 Personen (28,1%), die schon mehr als 5 Jahre im Lande wohnten. — Viel interessanter für uns ist jedoch die soziale Gliederung der Auswanderer, zumal sie sich von derjenigen der Einwanderer recht stark unterscheidet. So gab es unter den ersteren: 89, d. h. 1,19% Angehörige der liberalen Berufe, 2 677, d. h. 36,08% gewerblich Vorgebildete, 3 233, d. h. 43,5% Angehörige verschiedener Berufe und 1419, d.h. 19,1% Berufslose. Die Auswanderung von Angehörigen liberaler Berufe ist also viel stärker als die Einwanderung; ziemlich gleich sind die Prozentsätze für die gewerblich Vorgebildeten, und recht günstig ist das Bild der Berufslosen: denn die Auswanderung von Berufslosen ist fast 2l/a mal kleiner als die Einwanderung. Recht stark ist jedoch die Auswanderung von Handeltreibenden, eine Erscheinung, die merkwürdig genug ist. Es wanderten aus: 1 039 Händler und Kaufleute, 3 Bankiers und 177 Kommis, Buchhalter und Handelsgehülfen, zusammen 1 291 Personen, d. h. 16,4% aller Auswanderen Der jüdische Handelsstand wandert also aus Amerika 3 mal so stark aus, als er einwandert. Es sei den jüdischen Nationalökonomen überlassen, darüber nachzudenken, was dies eigentlich zu bedeuten hat. — Ein ganz entgegengesetztes Bild bekommen wir bei der Betrachtung der Auswanderung der jüdischen Handwerker Amerikas. So wanderten im Jahre 1911—12 1511 der im Bekleidungsgewerbe beschäftigten Handwerker aus, d. h. 20,3% aller Auswanderer. Es wanderten dagegen in demselben Jahre 20 463 Handwerker derselben Branche ein. d. h. 25,3% aller Einwanderer Die Auswanderung des Handelsstandes ist also stärker als seine Einwanderung, dagegen ist die Einwanderung der Handwerker stärker als ihre Auswanderung. Statistisches Archiv. Preussen Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung" in den Jahren 1910 und 1911. Um einen Vergleich mit den im zweiten, dritten, vierten, fünften und 6. Jahrgang dieser Zeitschrift veröffentlichten Tabellen über die Bevölkerungsbewegung der Juden in Preußen zu ermöglichen, wird der Aufbau der in folgendem publizierten Tabellen den früheren entsprechen. Wir bringen zunächst die Bewegung der Geburten und ziehen zum Vergleich die Jahre i907, 1908 und 1909 heran. Im Jahre Ehelich Geborene Unehelich Geborene aus christl. Ehen jaus jüd. Ehen aus Mischehen von christl. Mutter v. jüd. Muttei i i Geborene! dav. j überh. j Totgeb. j Geborenej überh. | davon j Totgeb. Mann< Frau Geb. überh. :htistl. Mann jüd. jüd.; Frau christl. dav. ' Geb. 1 dav. TOIgeö. | überh j Tolgeb. Geborene überh. dav. Totgeb. Geborene überh. davon Totgeb. 1907 : 1 193 575 ' 34 166 6 651 214;! 400 16 376 10 96 979 4 242 | 310 7 1908 1 201 192? 34 311 6 603! 196 | 384 17 433 7 99 269 4 333 329 20 1909 1 179 852! 33 443 6 270; 187! 398 16 376 8 99 844 4 312 1 290 24 1910 1 151 083! 32 714 6 042! 178 1 384 13 409 12 98 395 4 233 i 300 16 1911 1 120 696 i 31405 15916! 181 | 378 3 396 6 97 370 4258 \ 335 15

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